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Pflanzliche Wirkkraft aus der Birke

Die Birke wird im medizinischen Bereich vor allem zur Reinigung des Blutes und zur Unterstützung der Harnwege genutzt. Doch auch bei Rheumabeschwerden wird häufig auf die Kraft der Birke gesetzt.

Inhalt:

  1. Anwendungsbereiche
  2. Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe der Birke
  3. Bei diesen Beschwerden kann Ihnen die Birke helfen
  4. Grundrezept für Birkenblättertee
  5. Rheume-Tee mit Birkenblättern

Anwendungsbereiche

Die Hängebirke (Betula pendula) ist den meisten ein Begriff. Weniger bekannt ist die kleinere Moorbirke (Betula pubescens), die sich durch ihre fein behaarten Zweige und ihre feuchten Standorte von der Hängebirke unterscheidet. Beide Birken haben eine weiße, leicht abblätternde Rinde, die im Alter nachdunkelt und werden als natürliche Heilmittel verwendet.

Das Extrakt Betulin aus der weißen Birkenrinde verfügt über ein reiches Wirkspektrum. Es wirkt unter anderen antientzündlich und antibakteriell.

Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe der Birke:

Blätter:

  • Flavonoide
  • ätherische Öle
  • Gerb- und Bitterstoffe
  • Vitamin C
  • Saponine (Schleimstoffe)

Rinde

  • Betulinsäure (Birkenkampfer)
  • Öle und Harze
  • Gerb- und Bitterstoffe

Saft

  • Invertzucker (honigartiger Zucker)
  • Betulinsäure
  • Phytohormone

Der Tee aus den Blättern dient als Blutreinigungsmittel sowie zur Behandlung von Nieren- und Harnwegsbeschwerden. Moderne Untersuchungen konnten nachweisen, daß die Wirkstoffe der Birkenblätter, u. a. Flavonoide und Gerbstoffe die Nierenfunktion anregen und zu einer vermehrten Urinausscheidung führen.

Aus dem Saft wurden lange entzündungshemmende Haarwässer hergestellt. Die Birkenrinde ist chinesischen Forschern zufolge auch eine Waffe gegen Übergewicht. Bisher gab es dazu allerdings nur Tierexperimente.

Bei diesen Beschwerden kann Ihnen die Birke helfen:

Blätter

  • Nierengrieß und Nierensteine
  • Harnwegsentzündungen
  • erhöhte Harnsäurewerte
  • Rheuma

Saft und Teer

  • Ekzeme, auch auf der Kopfhaut
  • Kopfschuppen

Erntezeit ist das Frühjahr kurz nach dem Austrieb. Für die Heilmittelherstellung werden Blätter und Rinde sofort getrocknet, man kann sie aber auch frisch verwenden. Bei der industriellen Saftgewinnung wird ein Loch in den Stamm gebohrt, durch das ca. 10 Tage lang täglich ca. 5 Liter frischer Birkensaft rinnen. Danach schließt sich die Wunde von innen.

Birkenblätter können Sie im zeitigen Frühjahr selbst sammeln. Pflücken Sie nur einige Blätter pro Zweig, damit dieser nicht abstirbt! Ansonsten erhalten Sie getrocknete Birkenblätter und andere Birkenzubereitungen in jeder Apotheke.

Grundrezept für Birkenblättertee

Übergießen Sie 2 EL frische klein geschnittene oder 1 TL getrocknete Birkenblätter mit 1/4 l siedendem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Minuten zugedeckt ziehen und seihen Sie ihn dann ab. Trinken Sie 3-mal täglich 1 Tasse frischen, warmen(!) Tee, den Sie bei Bedarf mit etwas Honig süßen können. Wenden Sie den Birkenblättertee höchstens 6 Wochen lang an, um einen zu großen Mineralstoffverlust über den Harn zu vermeiden.

Rheuma-Tee mit Birkenblättern

Mischen Sie folgende getrocknete Kräuter zu gleichen Teilen: Birkenblätter, Ackerschachtelhalm, Schafgarbenkraut, Weidenrinde und Löwenzahn (Wurzel und Kraut). Zubereitung und Dosierung siehe Grundrezept.

Birke erthalten Sie als Tee, Frischsaft oder Fertigpräparat auch in der Apotheke, im Bioladen und im Reformhaus.