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Teufelskralle: Anwendungsmöglichkeiten des Schmerzkillers

Aus den Wurzeltrieben der Teufelskralle entspringen gestielte, gelappte Blätter, an deren Blattachsen sich fingerhutartige, hellrosa bis purpurfarbige Blüten bilden. In der Trockenzeit sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab und die Pflanze überlebt durch die unterirdischen Speicherwurzeln.

Die Hauptwirkungen der Teufelskrallenwurzel entstehen durch die Harpagoside. Sie sind für den bitteren Geschmack verantwortlich und regen die Produktion der Verdauungssäfte an.

So wirkt die Teufelskralle

  • schmerzstillend
  • entzündungshemmend
  • abschwellend
  • verdauungsfördernd
  • appetitanregend
  • galleflussanregend

Der wässrige Gesamtextrakt der Teufelskrallenwurzel kann aufgrund der Kombination seiner Inhaltsstoffe bestimmte Enzyme für die Synthese von Gewebehormonen (u. a. Leukotriene) hemmen, wodurch die Bildung von Entzündungsmediatoren gebremst wird. Die schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung der Heilpflanze konnte in mehreren Studien belegt werden.

Anwendungsformen der Heilpflanze

Wenn Sie keine Tabletten schlucken möchten, können Sie die getrockneten Wurzeln der Teufelskralle auch selbst zu wirkungsvollen Hausmitteln verarbeiten und sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Hier sind unsere erprobtesten Rezepte:

Grundrezept für Teufelskrallen-Tee

Überbrühen Sie einen Teelöffel pulverisierte Teufelskrallen-Wurzel mit 300 ml siedendem Wasser und lassen Sie den Ansatz acht Stunden lang ziehen. Gießen Sie den Tee anschließend durch ein Sieb und trinken Sie Ihn (eventuell erwärmt) in drei Portionen über den Tag verteilt.

Schmerzlindernde Gelenkumschläge

Teufelskrallen-Tee können Sie auch für Umschläge verwenden. Umwickeln Sie dazu das schmerzende Gelenk mit einem mit dem Tee getränkten Baumwolltuch. Legen Sie ein trockenes Handtuch darüber und lassen Sie den Umschlag 20 Minuten lang einwirken.

Entzündungshemmende Teufelskrallen-Tinktur

Geben Sie eine Handvoll getrocknete und nicht zu klein geschnittene Teufelskrallenwurzel in ein Schraubdeckelglas und übergießen Sie die Pflanzenteile so lange mit Doppelkorn, bis alle Teile bedeckt sind. Lassen Sie den Ansatz vier bis sechs Wochen lang ziehen und filtern Sie ihn dann in eine dunkle Flasche ab. Nehmen Sie von dieser Tinktur bei Rheuma und Gelenkschmerzen ein- bis dreimal täglich 10 bis 20 Tropfen in einem Schnapsgläschen Wasser ein.

Achtung: Bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren dürfen Sie die Teufelskralle nicht einnehmen, da sie die Sekretion der Magensäure anregt, was das Leiden verschlimmern würde. Wenn Sie an Gallensteinen leiden, sollten Sie vor der Anwendung von Teufelskralle Ihren Arzt fragen, da die Heilpflanze den Gallenfluss erhöht.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • raab gertrud schrieb am 27.08.2013, 11:24 Uhr

    Vorsicht bei Bluthochdruck; darauf wird auch im Beipackzettel hingewiesen. Deshalb habe ich auch noch eine halbe Packung, obwohl durchaus eine Schmerzlinderung eingetreten ist. ADE G.R.

  • Gertrud Raab schrieb am 27.08.2013, 11:30 Uhr

    Vorsicht bei Bluthochdruck, darauf wird auch im Beipackzettel hingewiesen. Ansonsten haben die Tabletten durchaus eine Schmerzreduktion gebracht. Nur: alles kann man nicht haben,daher wird die Packung in der Apotheke entsorgt. ADE G.R.

  • Monika Förtsch schrieb am 02.09.2013, 20:20 Uhr

    Liebe Frau Rossbach! Die teufelskralle wird auf unsere Farm nachhaltig geerntet durch die Firma ecoso. Ich habe auch die Erfahrung gemacht daß die Teufelskralle mit Nierentropfen von Natura sehr gut gegen Blasenentzündungen wirken. Ich habe da meine Schwachstelle im Körper, und brauche seit Jahren keine Antibiotika mehr. Wenn sie wollen kann ich ihnen gerne mal ein Bild von der Pflanze und ihrer wunderschönen Blüte schicken. Eine sehr schöne Wüstenpflanze. Uebrigens bin ich begeisterte Leseri Ihrer berichte, und möchte mich auf dem Wege sehr herzlich dafür bedanken. Natürlich ist sie auch f♀r Rheuma und Gelenkschmerzen. Sollte ich meinem Sohn mal verabreichen der sich beim Sport wieder eine Gelenkkapsel verletzt hat. Liebe Grüße aus dem sonnigen Namibia, von Monika Förtsch