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Beinwell: lindert Schmerz bei Sportverletzungen

Beinwell ist ein altes Volksheilmittel für die äußerliche Anwendung und wird vor allem bei Prellungen, Quetschungen und Knochenbrüchen empfohlen.

Die Staude ist verwandt mit dem Borretsch. Wegen ihrer schwarzen Wurzel wird sie mancherorts auch Schwarzwurz genannt. Sie hat viele weitere Volksnamen, darunter Eselohrwurzel, Hasenlaub, Honigblum, Kuchenkraut und Speckwurz. Beinwell finden Sie vor allem an Wegesrändern, Bachufern und auf feuchten Wiesen.

Die Blüten brechen im Mai bis Juli auf. Sie wachsen in dichten Doppelwickeln und sehen aus wie nickende Trauben. Ihre Farbpalette reicht von Purpur über Violett, Rosa und Gelb bis hin zu reinem Weiß. Die Blätter sind ähnlich haarig wie beim Borretsch.

Arzneilich verwendet werden hauptsächlich die getrockneten Wurzeln, gelegentlich aber auch die Blätter. Die Wurzeln sammelt man im Frühjahr und im Herbst. Im Frühjahr enthalten sie größere Mengen des Heilstoffs Allantoin.

Wirkung und Nebenwirkungen

Allantoin gilt als wichtigster Inhaltsstoff des Beinwells. Es regt die Zellteilung an und beschleunigt dadurch den Heilungsverlauf bei Wunden, Verletzungen und Knochenbrüchen. Auch bei Rückenschmerzen kann Beinwell die Beschwerden lindern.

Auf die innerliche Anwendung der Beinwellwurzel sollte man verzichten, denn die Pyrrolizidinalkaloide sind dafür zu giftig. Auch von der Anwendung bei offenen Wunden wird heute abgeraten.Wegen des Stoffes sollten Präparate, vor allem selbsthergestellte Mittel auch äußerlich nicht zu häufig angewandt werden. In der Apotheke sind bereits Arzneimittel ohne Pyrrolizidinalkaloide erhältlich.

Generell sollte Beinwell während einer Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Beinwell-Abkochung lindert Zerrungen

Die Wurzeln werden gewaschen, klein geschnitten und getrocknet. Die Blätter können Sie frisch oder getrocknet verwenden.

Kochen Sie 100 g getrocknete Beinwellwurzeln mit einem Liter Wasser auf, 10 Minuten köcheln lassen und dann abseihen. Damit getränkte Umschläge helfen bei Zerrungen, Quetschungen, Sehnenscheidenentzündungen und Verstauchungen. Die Haut sollte dabei unverletzt sein.