Die Bärentraube ist ein niedrig wachsender, mehrjähriger Strauch, der zu den Heidekrautgewächsen gehört. Sie ist in Nord- und Mitteleuropa sowie Nordamerika heimisch. In gemäßigten Zonen wächst sie fast ausschließlich im Gebirge; weiter nördlich findet man sie auch im Flachland. Sie bevorzugt Nadelwälder, Moore und Heidelandschaften als Standort.
Bärentraube wirkt antibakteriell, adstringierend, harntreibend und tonisierend. Sie wird bei Bronchitis, Gallenbeschwerden, einem Mangel an Vitamin C, Kopfschmerzen und Ausfluss angewendet, besonders aber bei Erkrankungen des Harntrakts wie beispielsweise Blasenentzündungen, Blasensteinen, Nierenbeckenentzündungen, Nierengrieß, Nierensteinen sowie bei Bettnässern.
Neben ihrer Heilwirkung werden ihr auch magische Kräfte zugeschrieben; so soll sie die übersinnliche Wahrnehmung verbessern, Klarträume verstärken und Geister abwehren, wenn man einen Zweig am Körper trägt.
Bärentraube wird meistens entweder als Tee oder als Tinktur eingenommen. Möchte man selbst sammeln, so sollte man wissen, dass die Pflanze im Spätherbst die meisten Wirkstoffe enthält, obwohl sie auch während des Sommers gepflückt werden kann. Die Blättchen sollten vorsichtig von den Zweigengezupft und wahlweise für Tee getrocknet oder aber für das Ansetzen einer Tinktur frisch verwendet werden. Allerdings steht die Bärentraube in Deutschland unter Naturschutz und darf darum nicht wild geerntet werden.
Lesen Sie hier mehr über Inhaltsstoffe und Anwendung der Bärentraube und warum sie so gut gegen Blasenentzündung hilft.