Arnika: Der wichtigste Helfer bei Verletzungen
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Tinktur, Salbe und homöopathische Kügelchen gehören in jede Hausapotheke Der volkstümliche Name der Arnika (Arnica montana) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) weist schon auf ihre heilsame Wirkung hin: Bergwohlverleih bedeutet, dass die in den Alpen und Mittelgebirgen heimische ausdauernde Blütenpflanze dem Menschen „Wohlgefühl verleiht“. Die dunkelgrünen Blätter der Pflanze sind in Rosetten angeordnet, aus deren Mitte von Mai bis August einzelne Blütenstängel treiben, die kleine, leuchtend orangegelbe Blüten tragen. Die Arzneipflanze des Jahres 2001 steht unter Naturschutz. Daher dürfen Sie die Pflanze nicht sammeln! Arnika-Zubereitungen stammen heute aus Kulturen.
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Zu medizinischen Zwecken dienen die Blüten, die getrocknet oder zu einem Extrakt verarbeitet werden. Die frische Wurzel ist der Grundstoff für homöopathische Zubereitungen.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Arnika sind:
- ätherische Öle (Thymol)
- Bitterstoffe (Arnicin)
- Flavonoide (Vitamin-A-Vorstufen)
- Sesquiterpenlactone (Helenalin)
- Procyanidine
Als Hauptwirkstoffe gelten die Sesquiterpenlactone, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen.
Arnika lindert sogar nervöse Herzbeklemmung
Ab dem 12. Jahrhundert stellte die Arnika das wichtigste Wundheilmittel in der Klostermedizin dar. Etwas später wurde die beruhigende Wirkung der Heilpflanze bei nervösen Herzbeschwerden entdeckt. Johann Wolfgang von Goethe soll das Haus nicht ohne seine Arnikatropfen fürs Herz verlassen haben. Der Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp lobte die Arnika als „nicht mit Gold bezahlbar!“
So wirkt die Arnika:
- entzündungshemmend
- abschwellend
- desinfizierend
- schmerzstillend
- cherzstärkend
Arnika wird meist als Salbe und verdünnte Tinktur äußerlich angewendet. Die Einnahme von Arnikazubereitungen, auch homöopathischen, sollten Sie stets mit Ihrem Therapeuten absprechen, da Arnika z. B. die Blutgerinnung herabsetzen kann.
Das sind die Anwendungsgebiete der Arnika:
- stumpfe Verletzungen (Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen und dadurch bedingte Blutergüsse)
- oberflächliche Venenentzündungen
- rheumatische Beschwerden
- Entzündungen im Mund- und Rachenraum
- Insektenstiche
- Herz-Kreislauf-Schwäche
Für alle diese Anwendungsgebiete mit Ausnahme von Herzbeschwerden ist die Arnika von der Kommission E beim früheren Bundesgesundheitsamt offiziell als pflanzliches Heilmittel anerkannt. Wenden Sie Arnika trotzdem nur maximal fünf Tage hintereinander an, da sie allergische Hautausschläge hervorrufen kann.
Falls Sie auf Korbblütler allergisch reagieren, dürfen Sie Arnika nicht anwenden! Geben Sie die unverdünnte Arnika-Tinktur niemals auf offene Wunden, da der hohe Alkoholgehalt zu schmerzhaften Verätzungen des Gewebes führt!