Arnika: Bei Prellungen
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Der wichtige Helfer bei Prellungen, Entzündungen und Insektenstichen gehört in jede Hausapotheke. Der volkstümliche Name der Arnika (Arnica montana) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) weist schon auf ihre heilsame Wirkung hin: Bergwohlverleih bedeutet, dass die in den Alpen und Mittelgebirgen heimische ausdauernde Blütenpflanze dem Menschen „Wohlgefühl verleiht“.
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Arnika-Zubereitungen stammen heute aus Kulturen. Zu medizinischen Zwecken, wie zum Beispiel bei Prellungen, dienen die Blüten, die getrocknet oder zu einem Extrakt verarbeitet werden. Die frische Wurzel ist der Grundstoff für homöopathische Zubereitungen.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Arnika sind:
- Procyanidine
- Bitterstoffe (Arnicin)
- ätherische Öle (Thymol)
- Flavonoide (Vitamin-A-Vorstufen)
- Sesquiterpenlactone (Helenalin)
Als Hauptwirkstoffe gelten die Sesquiterpenlactone, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Arnika lindert sogar nervöse Herzbeklemmung.
Ab dem 12. Jahrhundert stellte die Arnika das wichtigste Wundheilmittel in der Klostermedizin dar. Etwas später wurde die beruhigende Wirkung der Heilpflanze bei nervösen Herzbeschwerden entdeckt. Johann Wolfgang von Goethe soll das Haus nicht ohne seine Arnikatropfen fürs Herz verlassen haben. Der Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp lobte die Arnika als „nicht mit Gold bezahlbar!“
So wirkt die Arnika:
- entzündungshemmend
- abschwellend
- desinfizierend
- schmerzstillend
- herzstärkend
Arnika wird meist als Salbe und verdünnte Tinktur äußerlich angewendet . Die Einnahme von Arnikazubereitungen, auch homöopathischen, sollten Sie stets mit Ihrem Therapeuten absprechen, da Arnika z. B. die Blutgerinnung herabsetzen kann.