Ackerschachtelhalm: Allgemeines
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Der Ackerschachtelhalm oder das Zinnkraut, Equisetum arvense, ist wie viele Pflanzen aufgrund der mannigfaltig wirkenden Inhaltsstoffe ein vielseitig einzusetzendes Heilkraut. Der Schachtelhalm ist eine ausdauernde und krautige Pflanze, die an Wegrändern, auf Wiesen und Waldböden wächst. Im zeitigen Frühjahr entwickelt sie etwa 20 cm hohe hellgelbe bis rötliche, fruchtbare Sprosse. Wenn die Sporen im April bis Mai reif sind, sterben diese Triebe ab. Anschließend erscheinen büschelweise die typischen grünen unfruchtbaren Sprosse, die 30 bis 50 cm hoch werden. Sie sind verzweigt, und ihre astlosen Spitzen überragen weit die Äste. Diese Sommertriebe bergen die gewünschten Heilkräfte; sie werden im Juli/August geerntet.
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Der Ackerschachtelhalm ist ein Nachfahre von Pflanzen, die in vorgeschichtlicher Zeit so groß wie Bäume wurden. Doch trotz seines jetzigen Zwergenwuchses steckt er voller Kraft, die sich vor allem ältere Frauen zunutze machen können.
Seine Inhaltsstoffe sind vor allem Kieselerde, Alkaloide, Saponine, Gerbstoffe, Flavonoide, Phytosterine, Mine-ralstoffe wie Kalium, Magnesium, Mangan und Bitterstoffe.
Insbesondere der starke Gehalt an Kieselerde macht den Schachtelhalm für Frauen mittlerer und älterer Jahrgänge sehr wertvoll. Kieselerde oder Kieselsäure (Silicium) ist ein weißlich gekörntes Mineral, das überall in und auf der Erde vorkommt. Es ist wichtiger, festigender Bestandteil vom Felsgestein bis zu den Zellwänden von Pflanzen. Wir Menschen brauchen Kieselerde zum Aufbau von Bindegewebe, Sehnen, Bändern, Haut und Haar sowie der harten Substanzen wie Knochen, Zähne und Nägel. Also finden alle Frauen mit Bindegebsschwäche und/oder Venenleiden und jene Frauen, die etwas zur Stärkung ihrer Knochen und für die Elastizität ihrer Haut tun wollen, im Schachtelhalm-Tee einen Helfer aus der Natur.
Der Schachtelhalm – das Zinnkraut – ist vor allem auch bei Leiden der Harnwege interessant. Er wirkt auf sie stärkend und beruhigend, lindert Reizungen und Harnwegsinfektionen, fördert die Urinausscheidung. Seine zusammenziehenden und festigenden Inhaltsstoffe helfen bei Blasenschwäche, häufigem Harndrang, Blasenkrämpfen, Inkontinenz.
Weiterhin stärkt der Tee die Lungen bei Husten und Bronchitis, schützt vor Fettablagerungen in den Arterien und daraus folgenden Durchblutungsstörungen, ist ein gutes Hausmittel bei Hämorrhoiden (zusätzlich Sitzbad!) und zu starken Regelblutungen.
Bei Mandelentzündung, Zahnfleischentzündungen und -schwund (Parodontose) wird der Tee als Gurgel- oder Mundwasser empfohlen. Für Rheuma, Gicht und geschwächte Gelenke ist neben Bädern mit Schachtelhalm täglich eine Tasse Tee schluckweise über den Tag zu trinken.