Pestizide können Diabetes-Risiko erhöhen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Diabetes Mellitus
vom 9. Juni 2008, 16:00 Uhr
GNL5223
Mit Chlor kommen Sie sicher hin und wieder in Berührung - nämlich dann, wenn Sie schwimmen gehen. Hier wird der Stoff benötigt, um das Wasser im Becken sauber zu halten. Aber auch in einigen Pestiziden ist Chlor in bestimmten Verbindungen enthalten. Forscher des National Institute of Health haben jetzt herausgefunden, dass diese Pestizide eine bisher unbekannte Nebenwirkung haben: Sie können das Diabetes-Risiko erhöhen.
Insgesamt 50 Pestizide, von denen ein großer Teil noch auf dem Markt ist, wurden von den Wissenschaftlern getestet. Dabei ist vor allem Trichlorfon gefährlich, es kann das Risiko um bis zu 200 % erhöhen. Eingesetzt wird es vor allem auf Golfplätzen. Aber auch andere Pestizide sorgten für eine Risiko-Erhöhung von mindestens 20 %.
Das Gefährliche: Die Mittel werden auch von Privatmenschen eingesetzt, können also im heimischen Garten verwendet werden. Und auch wenn die Stoffe längst vom Markt sind, können sich Rückstände immer noch im Boden und in der Nahrungskette halten - teilweise über Jahrzehnte hinweg. Sie sollten daher zumindest im privaten Bereich so weit wie möglich auf Pestizide, zum Beispiel Unkrautvernichter, verzichten, um Ihr Risiko nicht noch unnötig zu erhöhen.
ähnliche Beiträge
- Erhöhtes Diabetes-Typ-2-Risiko durch Pestizide?
- Gallensteine erhöhen das Diabetes-Risiko
- Schlaf wirkt sich auf Ihr Diabetes-Risiko aus
- Vorsicht! Gängige Schmerzmittel können Ihr Herzinfarkt-Risiko erhöhen
- Diabetes-Risiko? Schauen Sie sich auf die Finger
- Stress erhöht Diabetes-Risiko bei Männern
- Rauchen erhöht Ihr Diabetes-Risiko