Peloidtherapie: Heilerde stärkt Sie von innen und von außen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 26. Juli 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Nicht nur Tiere wälzen sich in Erde und Schlamm, um ihre äußere Hülle gesund zu halten. Auch der Mensch profitiert von den zahlreichen gesundheitswirksamen Schätzen der Erde wie Schlick, Fango, Lehm, Moor, Kreide oder Heilerde. Schon Hildegard von Bingen schwor auf Heilerde, weil sie wusste, dass der feine naturreine Löss eine heilende Wirkung besitzt. Die Heilerde kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Sie ist dabei aber mehr als nur ein kosmetisches Mittel für eine reinere Haut. Der feine Löss lindert - innerlich angewendet - viele Beschwerden von Durchfall bis hin zu Magenbeschwerden.
Auf die Haut gebracht soll Heilerde Schadstoffe aus dem Körper ziehen, Eiter und Wundsekret absorbieren sowie den Stoffwechsel der Haut unterstützen. Innerlich angewendet hilft sie bei Durchfall, Sodbrennen, Blähungen und Magenbeschwerden, denn sie neutralisiert Magensäure, macht Krankheitserreger unschädlich und reguliert die Darmflora.
Heilerde ist ein Gestein, genauer gesagt Löss, den Gletscher während der Eiszeit vor Jahrtausenden vor sich hergeschoben, gewalzt und zermahlen haben. So wurde es zu Pulver gerieben, in dem die ganze Power der Erdkruste steckt: Neben Sauerstoff sind Silikate, Spat, viele Mineralien und Spurenelemente wie Kieselsäure, Silizium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Natrium, Selen, Mangan und Zink enthalten.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Hans Häussler (26.07. 2011 21:48 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider! Kleine Korrektur zu Ihrem letzten Absatz: Ihre Gesteinsgenese von Löss ist leider nicht richtig: Das, was Sie da beschreiben, ist die Petrologie von Geschiebelehm - nicht Löss. Löss ist ein schluffiges Sediment kalt- und trocken-klimatischer äolischer Genese, also durch Staubstürme transportiert und abgelagert worden. Auf dem eurasiatischen Kontinent zieht sich der Löss von Frankreich bis nach China mit zunehmender Mächtigkeit. Alter: Pleistozän. Rezent gibt es zur Zeit nirgendwo auf der Welt diese Ablagerungsbedingungen, zumindest nicht in nennenswerter Verbreitung wie im Pleistozän. Ansonsten sind Ihre Email-Newsletter Beiträge immer wieder recht interessant. Meine Hochachtung dafür! Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hans Häussler
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