Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Alzheimer
vom
Rund 35 Millionen Menschen sind weltweit von Alzheimer betroffen. Damit ist die Erkrankung die Demenzform, die am weitesten verbreitet ist. Bisher ist das durch sie ausgelöste Absterben von Gehirnzellen bzw. die von ihr ausgelöste Gehirnschädigung unheilbar. Umso mehr Hoffnungen hatten Wissenschaftler in die Studie mit einer so genannten passiven Impfung gegen Alzheimer gesetzt.
Im übernächsten Jahr sollten die ersten Ergebnisse einer klinischen Studie veröffentlicht werden, die mit dem Wirkstoff Bapineuzumab durchgeführt wurde. Die ersten beiden Studienphasen hatten großen Erfolg gezeigt und nun, in Testphase III, kam der Rückschlag: Der Wirkstoff erwies sich als zu schwach, die Studien wurden aufgegeben.
Der Wirkstoff Bapibeuzumab sollte die Krankheitsentstehung verhindern: im Rahmen einer passiven Impfung sollte verhindert werden, dass sich im Gehirn Ablagerungen bilden. Diese Plaques, die aus Eiweiß bestehen, gelten als Grund für die nachlassenden Gedächtnisfähigkeiten der Betroffenen.
In der Phase II der Studie sah es noch so aus, dass die Alzheimer-Erkrankten von dem neuen Wirkstoff profitierten. Da sich dies aber nun in der dritten Phase der Erprobung als falsch erwiesen hat, wird der Wirkstoff nicht weiterentwickelt.