MenüMenü

Prekäre Familienbeziehungen: Wie sinnvoll ist die Familienaufstellung?

der selbst ernannte Therapeut Bert Helliger hat ein Schlaglicht auf das sogenannte Familienstellen geworfen. In professionellen Händen kann Ihnen diese spezielle Form der Psychotherapie helfen, Ihre familiären Konflikte mit Hilfe Ihrer Angehörigen zu lösen. Viele Teilnehmer haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Die Familienaufstellung ist ein bewährtes Instrument der systemischen Familientherapie. In einer tehrapeutischen Gruppe fungieren andere Teilnehmer als Stellvertreter für die abwesenden Familienangehörigen. Das kann Anlass sein, die eigene Familie auf neue Weise sehen zu lernen. Dabei geht es um solche Fragen: Wie sind die Beziehungen in Ihrer Familie beschaffen? Gibt es Familienmitglieder, die missachtet, totgeschwiegen oder ausgesondert werden? Auf welche Art kommunizieren Sie miteinander? Welches Bild haben Sie von sich und Ihren Familienmitgliedern? Familien sind ganz spezielle Systeme mit eigenen Gepflogenheiten, Stärken und Schwächen. Den möglichen Konfliktstoff sowie die körperlichen und seelischen Beschwerden, die sich daraus ergeben, versucht die systemische Familientherapie „aufzudröseln“. Seit einiger Zeit ist diese Therapieform und ihre Wirksamkeit offiziell vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie anerkannt.

Lesen Sie in den nächsten Beiträgen, wann sie von der systemischen Familientherapie profitieren können. Und vor allen Dingen: Schreiben Sie mir, was Sie für Erfahrungen mit dem Familienstellen gemacht haben!

Bleiben Sie natürlich gesund!

Ihre Sylvia Schneider

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Alte Kommentare
  • Peter von Rüsten schrieb am 12.05.2011, 10:13 Uhr

    Das Familienstellen nach Bert Hellinger ist schon was besonderes um sich selbst zu erkennen... wieso Mensch so ist wie er ist... Ursache und Wirkung... Ich praktiziere das Familienstellen mit Heilsteinen...wo jeder Stein in Form..Größe und Farbe einen Charakter darstellt.. Auch hat man da eine sehr gute Übersicht...darüber ....wer in der Familie zu wem stand oder auch nicht... Man sieht die Ursache und Wirkung..... Man verzeiht...und darum geht es dann... ausserdem fungiere ich da auch noch als Medium...das man alles aus der Vergangenheit fragen kann.. Auch tauchen da noch einige Fragezeichen auf.....die sind dann besonders spannend.... i love it.....

  • Christina Gruner Herold schrieb am 12.05.2011, 10:26 Uhr

    Sachlich gute Einführung in das Familien-Stellen, aber das Stellen ist viel mehr... Es kann hilfreich sein in vielen Systemen, wie in einer Belegschaft, Körpersystemen Magen-Darm, Kreislauf, etc. oder bei Entscheidungsfindungen. Ich bin Familientherapeutin und stelle seit ca. 15 Jahren jedes Jahr in Einzelaufstellungen und in Gruppen ca. 100 Aufstellungen, mit einer Klärungsquote von ca. 85% Es ist eine respektvolle, interessante und liebevolle Arbeit in einem anonymen und geschützem Raum! Viele Grüsse, C. Grunér-Herold

  • Romy Glaser schrieb am 12.05.2011, 10:39 Uhr

    Solche Familienaufstellungen kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen. Die Seele wird sozusagen aufgeräumt und man schließt Frieden - mit den anderen und sich selbst. Ein Schüler von Bert Hellinger, Christian Schilling, stellt neben Familien auch Organisationen auf. Auch hier kann es ab und zu mal klemmen und man weiß gar nicht warum. Er hat uns, als Organisation, mit einer Sitzung sehr geholfen, einen Suizidfall zu verarbeiten. Wir waren ihm dafür sehr dankbar. Wir konnten uns danach wieder in die Augen schauen und es wurde langsam leichter, unsere Energien auf unsere Kerntätigkeit gezielter zu lenken.

  • Birgit Kahlke schrieb am 12.05.2011, 14:01 Uhr

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Familienaufstellungen gemacht. Es ging damals allerdings um eine berufliche Situation, die ich in einer Aufstellung während eines Kuraufenthaltes gemacht habe. Die Erkenntnis aus diesem Spiel war für verblüffend und außerordentlich hilfreich bis zum heutigen Tag. Denn heute kann ich Menschen, die in einer ähnlichen Situation stecken, manchmal schon mit Worten aus ihrer Falle helfen. Damals hatte ich das Glück, bei einem anderen Patienten als Mitspieler ausgesucht worden zu sein. Auch das ist ein positives Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Allerdings sollte meiner Meinung nach immer ein versierter Fachmann/-frau bei solchen Rollenspielen dabei sein, weil auch ganz üble Sachen zum Vorschein kommen können.

  • Walter Wiesmath schrieb am 12.05.2011, 16:05 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren, Für mich persönlich war die Familienaufstellung kein durchschlagender Erfolg. Als Stellvertreter habe ich wohl keine gute Figur gemacht bzw. die Erwartungen der Therapeutin wohl nicht erfüllt, denn Sie hat mich nicht mehr eingeladen. Mein Eindruck: Wenn die Familienaufstellung eine Lösung aus den Verstrickungen bringen soll muss sie von einem erfahrenen Therapeuten mit geeigneten Stellvertretern durchgeführt werden. Mit geeignet meine ich: Die Stellvertreter dürfen nicht zu viel denken, sie müssen sich in die jeweilige Rolle hinein begeben können. Nicht als Schauspieler sondern gewissermaßen als Medium. mit freundlichen Grüßen Walter Wiesmath

  • Anna Salchner schrieb am 06.06.2011, 10:12 Uhr

    Die Familie zu durchleuchten ist sicher ein gute Sache. Wie sehr Familienmitglieder ein Kind beeinflussen können, schon in der Kindheit und es verwenden können, gegen die Eltern, um sich an die erste Stelle zu bringen, sich zu "rächen"; oder weil die Eltern ungehalten sind, gegen dieses Geschwister zu agieren, was im Laufe des Lebens Schwierigkeiten bringt, besonders wenn das Kind emotional auf andere angewiesen ist und sich deshalb demjenigen zuwendet und dann zu leiden hat. usw.. Ob Großeltern, ob Geschwister, ob Verwandte, beeinflussbare Kinder, können da sehr lebensuntüchtig oder abhängig werden, aber auch sich unangemessen wehrend, und wenn da noch die Veranlagung mit einberechnet wird und das Abschauen von Art und Lebensweise des anderen, treten sehr viel "blinde Flecken", die man selbst nicht erkennt, wo man Anstöße benötigt. Trotzdem ist vom Therapeuten auch bedacht zu nehmen, dass Teilnehmer nicht zu subjektive/eigene Empfindungen einbringen, ohne dass der Therapeut dann nachfrägt und bespricht. Denn da ist ja das unbewusste Schuldempfinden, die Familie "öffentlich" zu besprechen da und das ist wie ein Verrat. Es kommt dann die Empfindung, so sind die doch nicht oder ich bin doch nicht so, sehe durchaus was es damit auf sich hat, aber ich kann mich nicht wehren. Also Schuldgefühle!