Osteopathen horchen mit den Händen in Ihren Körper hinein
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 21. April 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
Osteopathen behandeln Ihren ganzen Körper einschließlich aller Organe. Sie arbeiten ausschließlich mit ihren Händen. Durch das sorgfältige und vorsichtige Abtasten - hier Palpieren genannt - meist durch Ihre Kleidung hindurch (Sie müssen sich also noch nicht einmal unbedingt ausziehen) ertasten Osteopathen die Ursachen Ihrer Schmerzen und Beschwerden. Sie fühlen gewissermaßen mit ihren erfahrenen Händen in Ihren Körper hinein. Das erfordert Geduld von beiden Seiten.
Wie die Osteopathen den Knackpunkt diagnostizieren, genauso behandeln sie ihn auch. Sie suchen die betroffenen Stellen, die auf irgendeine Weise beeinträchtigt, gestört oder verletzt sind. Sie geben dem Körper über die Hände Impulse, diese Verspannungen und Verhärtungen aufzugeben, den Fluss der Energie zu befreien und eine gesündere Haltung einzunehmen. Ihre heilenden Handgriffe können dabei so behutsam sein, dass Sie diese gar nicht direkt spüren. Ab und an werden die Berührungen auch fester, manchmal schieben die Finger die Haut etwa hin und her oder mobilisieren durch die Bauchdecke hindurch die inneren Organe. Weh tut es jedoch nie - es sei denn, der Osteopath macht etwas falsch.
Zwischen den Behandlungsterminen liegen meist vier Wochen. Bei sehr hartnäckigen chronischen Erkrankungen und Beschwerden können die Intervalle zwischen den Behandlungen allerdings auch kürzer sein. In der Regel reichen 5 bis 10 Sitzungen aus, um Ihren Körper wieder ins Lot zu bringen.
Die als Craniosacral-Therapeuten ausgebildeten Osteopathen konzentrieren sich auf den Bereich Kopf, Hals und Wirbelsäule. Diese Behandlungsform hat sich vor etwa 80 Jahren aus der Osteopathie heraus entwickelt. Ihr Grundansatz: Zwischen dem Schädel (Cranium) und dem Kreuzbein (Sacrum) fließt Liquor, eine Flüssigkeit, in der Gehirn und Rückenmark eingebettet sind. Diese Flüssigkeit pulsiert - etwa 8- bis 12-mal in der Minute. Wenn im Körper Verspannungen und Blockaden, Verletzungen und Narben vorhanden sind, ist der Rhythmus des Liquors gestört. Das kann der Therapeut mit seinen Händen erspüren und mit ihrer Hilfe den Fluss des Liquors wieder harmonisieren.
Lesen Sie im nächsten Beitrag, bei welchen Beschwerden die Osteopathie Ihnen helfen kann.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von adah gleich (21.04. 2011 22:38 Uhr):
Das ist leider eine sehr esoterische "Wellness"-Variante der Osteopathie die Sie hier beschreiben. Hier wird nicht mit "Energien" gearbeitet, oder Energie gesendet, - wie bei z.B. im Hobby-Reiki, sondern die Durchblutung und Versorgung verbessert. Kaum etwas zu spüren bei einem Osteopathen klingt eher nach Hokuspokus. Eine derartige Beschreibung entspricht keineswegs der ursprünglichen Lehre und wirft das falsche Licht auf die sehr präzise, sich an anatomischen Strukturen orientierende Arbeit der OsteopathInnen.
Antworten - Kommentar von Kamer Ruth (21.04. 2011 22:44 Uhr):
von einem Schädel-Hirntrauma hatte ich viele Jahre immer wieder Schwindelanfälle. Die Osteopathin hat mir dies beheben können. Ich war überglücklich!
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