Tennisarm: Was Sie wissen sollten
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Um einen Tennisarm zu bekommen, müssen Sie nicht Tennis spielen
Unter „Tennisarm" verstehen Mediziner unerträgliche Schmerzen, die plötzlich nach lang andauernder, falscher und manchmal auch starker Belastung auftreten. 60 % der darunter Leidenden haben jedoch noch nie im Leben Tennis gespielt. Wir sagen Ihnen, wodurch die Beschwerden verursacht werden und welche Hausmittel Ihnen zusätzlich zur ärztlichen Behandlung helfen können.
Tennisarm - Schmerzen im Ellenbogen durch Überbelastung
Schmerzen am Ellenbogen werden gemeinhin als Tennisarm bezeichnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Tennis spielen oder nicht. Der Begriff „Tennisarm" hat sich für eine entzündliche Ellenbogenkrankheit schlichtweg eingebürgert.
Nur 30 % der Tennisspieler entwickeln einen Tennisarm. Weit unter 10 % der Erkrankungen werden durch Sport verursacht. Alle anderen Tennisarm-Erkrankungen haben ihre Ursache in einer Überlastung der Unterarm-Streckmuskeln, Zwangshaltungen oder in Mikroverletzungen durch Stöße. Es gibt darüber hinaus Berufsgruppen, die regelmäßig unter einem Tennisarm leiden. Hierzu gehören z. B. Klempner, aber auch Menschen, die viel am Computer arbeiten oder häufig schwere Lasten tragen müssen.
Der Tennisarm äußert sich durch verschiedene Beschwerden. Es gibt unter anderem:
- Schmerzen, wenn Hand und/oder Finger belastet werden.
- Schmerzen beim Halten von Gegenständen, zum Beispiel Kaffeetassen.
- Schwächegefühle, d. h. Gegenstände können daher nicht mehr aufgehoben oder festgehalten werden.
Die Diagnose „Tennisarm" ist nicht leicht zu stellen
Auf dem Röntgenbild zeigt sich ein Tennisarm normalerweise nicht. Das Einzige, was ein Arzt ab und zu erkennen kann, sind kleine Verkalkungen. Diese entstehen durch die Entzündungsprozesse im Ellenbogen. Daher sollten Sie Ihren Arzt darauf hinweisen, dass Ihre Schmerzen aus einer Überbelastung entstanden sein könnten. Dann liegt die Diagnose Tennisarm nahe.
Leider kann ein Tennisarm, wenn er nicht behandelt wird, sehr schnell chronisch werden. Die Patienten neigen einerseits zu Vermeidungsstrategien und Schonhaltungen, andererseits gewöhnt sich der Körper an die Schmerzen. Durch diese Taktik kann es sogar zu Ruheschmerzen kommen, also zu Beschwerden in einer Situation, in der der Arm weder belastet noch bewegt wird. Sie sollten daher, wenn Tennisarm-Beschwerden länger als 10 Tage anhalten, auf jeden Fall zum Arzt gehen.