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Tennisarm: Behandlung

Zur Tennisarm-Behandlung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Intensität der Beschwerden eingesetzt werden. In leichten Fällen und am Anfang reicht es völlig, den Arm für eine Weile bewusst zu schonen.

Kühlung wirkt lindernd gegen die Schmerzen. Dabei sollte immer ein Stück Stoff zwischen Kühlpack und Haut sein. Nach 20 Minuten Kühlen eine Pause von ungefähr einer Stunde einlegen. Einige Betroffene empfinden es als angenehmer, die schmerzende Stelle mit Wärme zu behandeln. Auch das ist möglich. Hier muss jeder selbst entscheiden, was ihm guttut.

Darüber hinaus ist eine Tennisarm Therapie mit Akupunktur, Massagen und Bestrahlungen, manchmal auch mit Ultraschall möglich. Eventuell bekommen Sie vom Arzt eine spezielle Tennisarm Bandage (Kinesiologische Tapes) oder Arm und Handgelenk werden komplett ruhiggestellt. In den letzten Jahren ist man vom völligen Ruhigstellen allerdings abgerückt, da so die betroffene Muskulatur zu stark geschwächt wird und sich die Schmerzen nach der Behandlung schnell wieder einstellen.

Erst wenn all diese Methoden nicht mehr greifen, wird der Arzt als letzten Ausweg eine Tennisarm OP in Betracht ziehen. Dabei wird das Gewebe entlastet, indem der Chirurg die Sehne am Muskelursprung einkerbt.

Sollte der Tennisarm durch Sport entstanden sein, sollten Sie erwägen, Ihre Bewegungsabläufe von einem spezialisierten Trainer analysieren zu lassen und neu einzustudieren. Dies vermeidet den Tennisarm in den meisten Fällen.

Ist der Ursprung der Beschwerden die Arbeit am Computer, sollten Sie sich eine ergonomische Maus und eine ergonomisch geformte Tastatur zulegen, so dass Gelenke, Sehnen und Muskeln weniger belastet werden.

Auch Umschläge können die Tennisarm-Schmerzen lindern

Neben der schulmedizinischen Behandlung gibt es naturheilkundliche Methoden, mit denen Sie einen Tennisarm behandeln können. Dazu gehören Auflagen aus Quark oder Weißkohl, Retterspitz oder Schwedenkräutern. Auch Arnika-Salbe kann angenehm kühlen und gegen die Entzündung helfen. Globuli aus der Homöopathie helfen Nerven, Muskeln und Sehnen von innen heraus, sich zu regenerieren.

Zudem kann Ihnen Folgendes helfen:

  • Schonen Sie den betroffenen Arm für einige Tage.
  • Stoppen Sie Ihre Tätigkeit sofort, wenn Sie merken, dass sie Ihnen Schmerzen bereitet.
  • Kaufen Sie sich eine Unterarmmanschette aus Leder oder eine Schiene, wenn Sie unter einem Tennisarm leiden. Diese verringert den Zug, der auf die Unterarmmuskeln ausgeübt wird.
  • Eispackungen können Ihnen helfen, die Schmerzen zu lindern. Sie können einen Kühlakku bis zu 4-mal täglich für 5 bis 20 Minuten verwenden.
  • Reden Sie mit Ihrem Arzt, ob etwas dagegen spricht, dass Sie zur Schmerzlinderung Schmerzmittel wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen einnehmen.
  • Neben der Physiotherapie können Sie auch zuhause trainieren. Spezielle Tennisarm Übungen helfen dabei, die entsprechenden Muskeln zu dehnen: Arm strecken und dabei den Unterarm nach innen drehen. Hand zur Seite drücken, Finger zeigen nach außen. Diese Spannung etwa 15 Sekunden halten, lösen und von vorn beginnen. Bei Bedarf mehrmals täglich wiederholen.

Solche Übungen sollten Sie aber immer erst mit dem Therapeuten absprechen.

Denken Sie daran:

Ein Tennisarm verheilt nicht von heute auf morgen. Es braucht mehrere Wochen, teilweise sogar Monate, bis die Schmerzen vergehen. Haben Sie ein wenig Geduld. Natürlich helfen verschiedene Medikamente gegen Schmerzen, Entzündungen und Muskelverspannungen. Trotzdem sollten Sie das Übel an der Wurzel packen und den Schmerz nicht einfach betäuben.

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