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Tennis- und Golfer-Ellenbogen: Ursachen und 1. Hilfe

Als Tennis-Ellenbogen (Epikondylitis) wird eine Reizung (Entzündung) am äußeren Ellenbogen-Knochen bezeichnet. Hier entspringen die Muskeln, die das Handgelenk strecken, also die Hand handrückenwärts ziehen.

Tennis- und Golfer-Ellenbogen: Das sind die Ursachen

Schmerzen entstehen meist durch einseitige und funktionell fehlerhafte Bewegungen; typischerweise durch das tagtägliche Schreiben der Sekretärinnen: früher an der Schreibmaschine, heute am PC – und eben auch durch Tennisspielen.

Interessanterweise haben aber Roger Federer und Rafael Nadal keinen Tennis-Ellenbogen, obwohl sie vermutlich mehr und härteres Tennis spielen als alle deutschen Hobbyspieler. Aber sie spielen eben auch besser; sie treffen den Ball (meist) optimal, ihre Bewegungen sind aus einem Guss und technisch einwandfrei.

Also nicht die Häufigkeit einer Bewegung, sondern ihre Qualität ist ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Überlastungs-Erscheinungen des Bewegungs-Apparats.

Der sogenannte Golfer-Ellenbogen  ist das Pendant des Tennis-Ellenbogens. Hier sind nicht die Handgelenks-Streckmuskeln betroffen, sondern die Beuger. Sie entspringen am inneren Ellenbogen-Knochen.

1. Hilfe bei einem Tennis- und Golfer-Ellenbogen

1. Entlastung

Wenn die Beschwerden beginnen, ist meist noch nichts verloren. Natürlich sollten Sie die auslösende Belastung vermeiden. Aber nicht immer liegt auf der Hand, welche das ist. Stellen wir uns vor, eine Sekretärin spiele gern Tennis.

2. Stretching (Tennis-Ellenbogen)

Versuchen Sie, die muskuläre Balance wiederherzustellen. Dabei hilft das Stretching auf hervorragende Weise:

  • Strecken Sie den Problem-Arm nach vorne unten aus. Das Ellenbogen-Gelenk ist gestreckt.
  • Greifen Sie mit der anderen Hand die Hand und biegen Sie diese langsam nach unten, also handflächenwärts. Der Problem-Arm muss dabei aber gestreckt bleiben.
  • Dabei dehnen Sie die Handgelenks-Streckmuskeln, reduzieren so deren Grundspannung und entlasten den Muskel-Ursprung am äußeren Ellenbogen-Knochen.

Oder

2. Provokations-Test (Golfer-Ellenbogen)

Der Provokations-TTest ist gleichzeitig die Behandlung eines Golfer-Ellenbogens.

  • Legen Sie beide Hände flach auf eine Tischplatte; die Fingerspitzen weisen aufeinander zu, die Ellbogen-Gelenke sind gestreckt.
  • Jetzt ziehen Sie die Hände langsam auseinander.

Achtung: die Ellenbogen bleiben gestreckt! Sie werden feststellen, wie die Spannung in der Unterarm-Muskulatur zunimmt und sich vielleicht sogar ein leichter Schmerz ankündigt. Halten Sie die erreichte Position für 20 bis 30 Sek. lang, dann langsam nachlassen.

3. Änderung der Bewegungsmuster

Meist können Schmerzen eines Tennis- oder Golfer-Ellenbogens auf diese Weise frühzeitig beherrscht werden. 3. Schritt: Ändern Sie die gefährlichen Bewegungsmuster (andere Position am Schreibtisch, Technik-Trainerstunden beim Tennis-Coach oder Golf-Pro).

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Prof. DHfPG Dr. Thomas Wessinghage
Über den Autor Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage ist Prorektor für Hochschulentwicklung und Transfer an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in […]

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Alte Kommentare
  • Astrid Wegerich schrieb am 06.07.2015, 13:59 Uhr

    Guten Tag, immer wieder erfahre ich interessante Dinge aus Ihrem Newsletter. In diesem Fall würde mich noch weiter interessieren, da ich durch Überlastung einen Golferarm habe, was Sie als Gegenmaßnahme zur Linderung und Heilung empfehlen. Danke, mit freundlichen Grüßen, Astrid Wegerich

  • RolandHetzel schrieb am 06.07.2015, 19:24 Uhr

    Der Artikel sagt überhaupt nichts über die Ursachen von Tennis- und Golferellenbogen aus.