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Schmerzen im Bein können viele Ursachen haben

Die Beinschmerzen einer Spinalkanalstenose ähneln denen, die von Durchblutungsstörungen der Beinarterien (gefäßbedingte Claudicatio) hervorgerufen werden. Dennoch lassen sie sich unterscheiden.

Im Allgemeinen beginnen die Schmerzen durch gefäßbedingte Störungen in den Wadenmuskeln und strahlen nach oben in die Oberschenkel aus. Bei einer Spinalkanalstenose ist es umgekehrt: Hierbei strahlen die Beinschmerzen im Allgemeinen vom Gesäß nach unten in die Beine aus.

Obwohl sich sowohl die gefäßbedingten als auch die durch eine Spinalkanalstenose verursachten Beinschmerzen mit dem Gehen verschlimmern können, kommt es in unterschiedlicher Weise zu einer Erleichterung der Schmerzen.

Die Symptome einer gefäßbedingten Störung werden einfach durch Stehenbleiben gelindert. Bei einer Spinalkanalstenose verringert sich meist der Schmerz, wenn Sie sich in der Taille nach vorne beugen oder für kurze Zeit hinsetzen.

Wenn Sie schneller gehen, verschlimmern sich gefäßbedingte Beinschmerzen. Im Gegensatz dazu wird bei einer Spinalkanalstenose ein schnelleres Tempo besser toleriert, da das Becken dann nach vorne kippt und somit eine Druckentlastung für den unteren Teil des Rückens schafft.

Bei einer Spinalkanalstenose werden die Beinschmerzen häufig durch langes Stehen in einer Warteschlange oder langsames Gehen verschlimmert. Das trifft bei einer gefäßbedingten Störung nicht zu. Wenn Sie an einer Spinalkanalstenose leiden, können Schmerzen an der Rückseite der Beine sogar nach der Nachtruhe auftreten. Bei einer gefäßbedingten Störung ist ein Ruheschmerz dagegen sehr selten.

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