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Senk- und Spreizfüße: Ursachen und Behandlungs-Möglichkeiten

Unsere Füße tragen unser gesamtes Körpergewicht. Deshalb ist es notwendig, dass sie starke Belastungen aushalten können. Haben Sie Senk- und Spreizfüße, ist dies unter Umständen nicht mehr gewährleistet.

Das menschliche Fußskelett

Dieses lässt sich in 3 Abschnitte mit insgesamt 26 Knochen unterteilen, die über Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder miteinander verbunden bzw. verspannt sind.

  1. Die Fußwurzel setzt sich aus 7 einzelnen Knochen zusammen.
  2. Dann folgt der Mittelfuß aus 5 Mittelfußknochen.
  3. Und schließlich bilden die Zehen den 3. Abschnitt, der aus 4 Zehen mit jeweils 3 Gliedern besteht sowie der großen Zehe aus 2 Gliedern.

Während bei kleinen Kindern die Fußflächen noch relativ platt erscheinen, bilden sich im Laufe des Heranwachsens sogenannte Fußgewölbe aus. Die Wölbung im vorderen Bereich des Fußes bezeichnet man als Quergewölbe, das Längsgewölbe befindet sich an der inneren Fußseite.

Durch diese Wölbungen werden flüssige Bewegungs-Abläufe möglich, sie helfen die Balance zu halten und gleichen beim Gehen und Laufen Unregelmäßigkeiten des Bodens aus.

Senk-Spreizfüße: Entstehung und Folgen

Kommt es zu einer Abflachung des Quergewölbes, verbreitert sich der Vorfuß und man spricht von einem Spreizfuß. Gibt das Längsgewölbe nach, entsteht ein Senkfuß – tritt beides zusammen auf, ist von einem Senk-Spreizfuß die Rede.

Ein Senk-Spreizfuß muss nicht zwangsläufig Beschwerden mit sich bringen. Es kann aber passieren, dass durch die Fehlstellung die Nerven dauerhaft überreizt werden, was Schmerzen verursachen kann. Auch unangenehme Schwielen können entstehen, die zu Schmerzen beim Laufen führen. Zusätzlich kann sich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich Fußdeformationen wie z. B. ein Hallux valgus (Ballenzeh) ausbilden.

Senk-Spreizfüße: Ursachen

Senk-Spreizfüße gehören zu den häufigen Fußfehlstellungen. Die Ursachen für einen Senk-Spreizfuß können zum einen in einer angeborenen Bindegewebsschwäche liegen. Zum anderen können dauerhafte Fehlbelastungen, etwa durch Übergewicht oder unvorteilhaftes Schuhwerk, zu einer ungünstigen Druckverteilung im Fuß und im weiteren Verlauf zu einem Absinken der Fußgewölbe führen.

Zudem wird leider die Fußmuskulatur häufig nicht ausreichend trainiert, da wir fast ständig Schuhe tragen. Es ist deshalb empfehlenswert, möglichst häufig barfuß zu gehen, wenn keine ärztlichen Einwände bestehen, damit die Muskulatur gekräftigt wird und die Fußgewölbe stützen kann.

Behandlungs-Möglichkeiten

Verursacht eine Fehlstellung Beschwerden, muss der Arzt entscheiden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Bevor eine Operation notwendig ist, reicht es in vielen Fällen zunächst, orthopädische Schuheinlagen zu tragen, die speziell vom Fachmann auf die jeweilige Fußform angepasst werden, und Krankengymnastik zu machen.

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