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Rückenschmerzen – Das Volksleiden und seine vielen Gesichter

Stundenlanges Sitzen, einseitige Belastung und zu wenig Ausgleichssport – fast schon normal im heutigen Alltag. Aber irgendwann rächt sich dieses Verhalten – mit heftigen Rückenschmerzen.

Diese haben sich mittlerweile zu einem Volksleiden entwickelt – laut aktueller Umfragen leidet jeder 3. Deutsche an Rückenbeschwerden. Rückenschmerzen sind für Viele ein täglicher Begleiter und zudem das häufigste Leiden in den Industrienationen.

Umso erstaunlicher: Wenn man von Zivilisations-Krankheiten spricht, meinen viele Menschen häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Dabei werden Rückenschmerzen als ein Beschwerde-Bild oft vergessen; sehen die meistendiese doch nicht als eine derart häufige Erkrankung an.

Der Wirbelsäule wird heutzutage so Einiges abverlangt

Unsere Wirbelsäule ist eine bewegliche Kette aus 28 Gliedern, den Wirbeln. Zwischen ihnen liegen als „Stoßdämpfer“ die Bandscheiben.

Zusätzlich wird die Wirbelsäule durch ihre Doppel-S-Form abgefedert: Sie wölbt sich im Oberkörper nach hinten, im Unterleib nach vorn.

Ohne Stoßdämpfer und Federung würde die Wirbelsäule binnen kurzer Zeit verschleißen. Zusammenhalt und  Beweglichkeit der Wirbelsäule gewährleisten  Muskeln und  Bänder, die sowohl jeden einzelnen Wirbel mit dem nächsten als auch die gesamte Wirbelsäule vielfältig miteinander verbinden.

Darüber hinaus schützt die Wirbelsäule das Rückenmark, das wichtigste „Nervenkabel“ unseres Körpers. Zwischen den Wirbeln treten Nerven aus, die Muskelbewegungen auslösen und Empfindungen an das Gehirn weiterleiten.

Unsere aufrechte Haltung fordert von der Wirbelsäule komplizierte Aufgaben. Sie muss:

  • das gesamte Körpergewicht tragen,
  • Stöße beim Gehen und Springen abfedern,
  • Sitzen und unterschiedliche Arbeitshaltungen ermöglichen,
  • Heben und Tragen von Lasten zulassen
  • und Bewegungen von Kopf und Rumpf erlauben.

Wir sitzen heutzutage aber auch viel zu viel. Das stellt eine massive Last dar, die unser Kreuz lediglich mit Mühe erträgt; Sitzen beansprucht die Wirbelsäule sogar noch etwa 30% stärker als Stehen.

So wirkt sich langes Sitzen auf Ihren Körper aus

Ob zu Hause für die Steuererklärung, im Büro bei der täglichen Arbeit, oder aber natürlich auch auf der Couch an den Feiertagen: Wenn Sie  zu lange in derselben Sitzposition verharren, können einige Beschwerden und Risiken daraus resultieren:

  • Sie verstärken die Neigung zum Rundrücken.
  • Sie belasten Ihre Bandscheiben ungleichmäßig.
  • Ihre Bauchmuskulatur erschlafft schneller und stützt Ihren Rumpf nicht mehr ausreichend.
  • Durch die Dauer-Anspannung bestimmter Muskelgruppen werden diese nicht richtig durchblutet, verhärten und schmerzen. V. a. die Nacken-, Schulter- und Rücken-Muskeln sind betroffen.
  • Ihre inneren Organe werden eingeengt, insbesondere die Atmungs- und Verdauungs-Organe.
  • Ihr Herz-Kreislauf-System wird nicht ausreichend trainiert. Ihr Herzinfarkt-Risiko steigt und Ihre Konzentration nimmt ab.
  • Ihr Risiko für Krampfadern und eine Beinvenen-Thrombose steigt, da der venöse Rückstrom aus den Beinen zurück zum Herzen behindert ist.

Kinder und Jugendliche besonders anfällig für Rückenschmerzen

Schon Kinder und Jugendliche verbringen oft viel Zeit in unnatürlicher Körperhaltung und überlasten die Wirbelsäule:

Sie sitzen tagsüber in der Schule still und in ihrer Freizeit womöglich außerdem am Computer – kein Wunder, dass vor dem PC hockende Kinder  zunehmend über Rückenschmerzen klagen.

In der Folge können sich Haltungsschäden an der Wirbelsäule entwickeln, die dauerhaft Schmerzen verursachen und nur noch mit einer langwierigen Therapie zu lindern sind.

Eltern von Kindern, die in ihrer Freizeit keinen Sport treiben, sollten sich daher vorsorglich mit allen Fragen an den Kinderarzt wenden.

Die Entscheidung, anatomisch angepasste Möbel zu kaufen, damit die Kinder stundenlang vor dem Fernseher oder dem PC sitzen können, löst das Problem nicht.

Leidet die ganze Familie unter Rückenschmerzen, können viele Trainings-Einheiten einfach in den täglichen Ablauf integriert werden und die Gesundheit verbessern. Das empfiehlt sich, bevor Probleme mit dem Rücken auftreten oder bereits erste Symptome vorliegen.

3 Übungen zur Stärkung der Rücken-Muskulatur für die ganze Familie

1. Übung:

  1. Auf den Boden legen,
  2. die Unterschenkel auf einem kleinen Hocker (Kinder) oder Stuhl (Erwachsene) ablegen,
  3. das Gesäß 10x leicht anheben und langsam wieder absenken (die Hände dürfen den Kopf abpolstern),
  4. nach 10 Wiederholungen den Kopf langsam anheben und wieder absenken.

5 Wiederholungen genügen. Es ist wichtig, dass der Kopf aus dem Genick heraus angehoben und nicht etwa von den Händen hochgezogen wird.

2. Übung:

  1. Auf den Boden legen,
  2. die Beine anwinkeln,
  3. ein Knie mit den Händen umfassen,
  4. das Bein an den Körper ziehen und die Position für etwa 7 Sek. halten, dann wieder locker lassen,
  5. nach 10 Wiederholungen das Bein wechseln.

3. Übung:

  1. Kopf im Vierfüßlerstand auf die Brust ziehen und den Rücken aufwölben,
  2. mit dem Gesäß auf die Füße setzen und langsam wieder nach vorn bewegen – damit sind Stirn und Brust möglichst nah am Boden,
  3. von dort aus in den Vierfüßlerstand für den nächsten Katzenbuckel wechseln,

Die Übung sollten Sie 10x wiederholen.

Achtung:

Es ist wichtig, alle Übungen  langsam und  gleichmäßig durchzuführen und dabei auf eine ruhige und tiefe Atmung zu achten.

Einordnung von Rückenschmerzen

Manchmal genügt  eine falsche Bewegung und der Rückenschmerz ist da. Ob stechend, bohrend oder  reißend, die Bewegung fällt von jetzt an schwer oder wird so gut wie unmöglich. Wer dauerhaft unter Rückenschmerzen leidet, ist besonders geplagt.

Rückenschmerzen lassen sich folgendermaßen aufteilen:

  • akute Rückenschmerzen: weniger als 6 Wochen
  • subakute Rückenschmerzen: 6 – 12 Wochen
  • chronische Rückenschmerzen: mehr als 12 Wochen

Andere Definitionen sprechen von folgenden Formen:

  • akute,
  • zeitweilige,
  • wiederkehrende
  • und chronische Rückenschmerzen.

Spurensuche: Die vielfältigen Ursachen von Rückenschmerzen

Nicht immer werden Rückenschmerzen von einem sichtbaren Defekt an der Wirbelsäule hervorgerufen. Das komplizierte Zusammenspiel von Wirbelgelenken, Bandscheiben und Muskulatur ist sehr störanfällig.

Beispiele für nicht sichtbare Probleme als Auslöser:

  • So kann der Schmerz auch direkt in den Muskeln entstehen
  • oder von den Nervenwurzeln herrühren.
  • Sehr selten sind Rückenschmerzen die Folge einer Krebs-Erkrankung
  • oder einer Tuberkulose.

Rückenschmerzen können also die unterschiedlichsten Ursachen haben, so z. B.:

  • Übergewicht,
  • Stress,
  • Fehl-/Überbelastung,
  • eingeklemmter Nerv,
  • fehlende Muskulatur,
  • Muskelverspannungen,
  • Blockaden der Lendenwirbelsäule,
  • Bandscheibenvorfälle,
  • Wirbelverletzungen,
  • Spinalkanal-Stenosen,
  • entzündlichen Krankheiten des Skeletts wie Morbus Bechterew
  • Arthrose,
  • Rheuma
  • oder Tumore.

Grundsätzlich müssen auch internistische Krankheiten als Verursacher der Rückenbeschwerden ausgeschlossen werden; so äußern sich beispielsweise die folgenden Erkrankungen häufig durch Rückenschmerzen:

  • Entzündungen des Rippenfells,
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse,
  • koronare Herzkrankheit,
  • Zwölffingerdarm-Geschwüre,
  • Gallensteine und dadurch verursachte Koliken,
  • Herzinfarkte,
  • Lungen-Embolien,
  • Nierenbecken-Entzündungen,
  • gynäkologische Probleme
  • und Gürtelrose.

Die Wirbelsäule ist außerdem anfällig für psychosomatische Beschwerden; so kann sich u. a. eine Depression in Rückenschmerzen ohne feststellbare Ursache äußern.

Was drückt Ihnen auf die Seele? – Psyche kann Rückenschmerzen verstärken

Rückenschmerzen treten also auch als Ausdruck seelischer Konflikte auf. Psychisch bedingte Rückenschmerzen sind dementspechend auch keine Einbildung und haben nichts mit „Hypochondrie“ zu tun.

Jeder weiß, dass seelische Einflüsse die Körperhaltung verändern. Dies drückt der Volksmund treffend aus: Wer Sorgen hat, „trägt eine schwere Last auf den Schultern“, viele lassen „den Kopf hängen“, manche Dinge „brechen das Kreuz“ oder gar „das Genick“.

Rückenschmerzen können regelrecht in einen psychologischen Teufelskreis führen. Eine gängige Redensart ist es, jemandem in schwierigen Zeiten „den Rücken zu stärken“. Ein „starkes Kreuz“ hingegen steht für eine Person, die in jeder Hinsicht Herausforderungen gewachsen ist.

All diese Wendungen kommen also nicht von ungefähr, denn es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen physiologischen und psychologischen Symptomen.

Fast immer ist Bewegung der 1. Schritt aus der nur vermeintlich aussichtslosen Situation. Diese Bewegung muss kein anstrengender Kraftsport sein, denn gerade mäßig fordernde Ausdauer-Sportarten können für eine Stabilisierung der Psyche sorgen.

Auch folgende Bewegungs- und Sportangebote sind sinnvoll:

  • Radfahren,
  • Progressive Muskel-Entspannung nach Jacobson,
  • Tai-Chi,
  • Yoga,
  • Nordic Walking,
  • Pilates,
  • Feldenkrais,
  • Schwimmen.

Auch Massagen sind zu empfehlen. Eine medizinische Massage entkrampft Muskeln, kann aber schmerzhaft sein. Deshalb empfehlen sich auch reine Wellness-Massagen, z. B. in Verbindung mit ätherischen Ölen.

Die erholsame Wirkung auf die Psyche ist stark und hilft bei der Entspannung.

Analysieren Sie, ob auch Ihre Rückenschmerzen seelische Konflikte als Ursprung haben. Dann können auch folgende Methoden Sie sehr gut von Ihren Schmerzen befreien:

  • Entspannungs-Übungen,
  • Stressbewältigungs-Programme
  • oder eine Meditation.

Rückenschmerzen wollen Sie warnen

Rückenschmerzen sind keine Krankheit, sondern ein  Warnzeichen. Sie zeigen an, dass irgendwo im Bereich der Wirbelsäule etwas nicht stimmt.

Fehlbelastungen und Sitzen

Besonders einseitige, falsche Belastungen und zu langes Sitzen am Arbeitsplatz, vor dem Fernseher oder im Auto machen sich auf Dauer schmerzhaft bemerkbar.

Denn die Muskulatur von Rumpf, Nacken und Schultern muss dann mehr Arbeit leisten. Ist sie wenig trainiert, kommt es schnell zu Muskelverspannungen und Schmerzen.

Wirbelsäulen-Verkrümmungen

Auch solche Verkrümmungen nach vorn (Lordose) oder nach hinten (Kyphose) führen über die entstehende Fehlhaltung zu Rückenschmerzen.

Funktions-Störungen von kleinen Wirbel-Gelenken

Sie sind die Hauptgründe von Rückenschmerzen. Ein typisches Beispiel hierfür ist der sogenannte „Hexenschuss“ (Lumbago).

Man versteht darunter einen plötzlich auftretenden Schmerz in der  Lenden-Gegend. Er wird meist durch eine ruckartige Bewegung oder Drehung, schweres Heben, beim Bücken oder Aufrichten ausgelöst.

Bandscheibenvorfall

Wenn Gefühls-Störungen oder Lähmungen auftreten oder wenn Harn oder Stuhl nicht mühelos entleert werden können, kann ein Bandscheibenvorfall die Ursache der Schmerzen sein.

Am häufigsten betroffen sind die Bandscheiben der Lenden-Wirbelsäule, weil auf ihnen das größte Gewicht lastet. Eine verletzte Bandscheibe kann sich nie mehr völlig erholen. Sie bleibt dünner und verliert ihre Puffer-Funktion.

„Ischias“

Von Ischias (medizinisch: Ischialgie) spricht man, wenn eine verlagerte oder  vorgefallene Bandscheibe auf den Ischias-Nerv drückt.

Typisch sind tiefsitzende, starke  Rückenschmerzen, die bis in die Zehenspitzen ausstrahlen.

Übergewicht belastet Ihre Wirbelsäule

Übergewichtige leiden besonders häufig an Rückenschmerzen.

Jedes Pfund zuviel belastet die Wirbelsäule zusätzlich. Insbesondere die Bandscheiben verschleißen rascher.

Korrekte Körperhaltung ist das A und O

Auch eine „schlechte“ Körperhaltung erhöht das Risiko für Rückenschmerzen. Eine für die Wirbelsäule schädliche Körperhaltung entsteht durch jahrelange Tätigkeit im Sitzen in Verbindung mit zu wenig Ausgleichssport.

Die Folge:

Durch die so typische, mangelnde Bewegung in unserem heutigen Alltag beginnen wichtige Muskeln, die die Wirbelsäule stützen, zu  verkümmern. Dies verstärkt die  schlechte Haltung, denn es ist unmöglich, sich trotz schlechtem Zustand der Muskulatur zu guter Haltung zu zwingen.

Beobachten Sie sich einmal selbst: Wie häufig  sitzen Sie zusammengesackt am Schreibtisch oder auf dem Sofa?

Eine aufrechte und dennoch entspannte Sitzhaltung können Sie wahrscheinlich, wie viele andere Menschen, nur mit großer Mühe über eine längere Zeit hinweg durchhalten

Heben und Tragen von Lasten belasten die Wirbelsäule besonders stark. Aufgrund von Sorglosigkeit und schlechten Angewohnheiten sind diese Tätigkeiten besonders riskant und eine häufige Ursache von Ischias oder Hexenschuss, weil die Muskulatur darauf nicht eingerichtet ist.

Wenn das Alter an den Knochen nagt

Abnutzungs-Erscheinungen

Eine solche Abnutzung ist eine häufige Ursache für Rückenschmerzen bei Menschen jenseits der Lebensmitte.

Verschleißen Wirbel und Bandscheiben, können die Austritts-Öffnungen für die Nerven zu eng werden. Die in Bedrängnis geratenen Nerven antworten unverzüglich mit Schmerz.

Die alternden Bandscheiben verlieren ihre  Stoßdämpfer-Funktion, und manchmal wird die Wirbelsäule zunehmend instabiler.

Als Reaktion darauf bilden sich an den Kanten der Wirbel Zacken, die allmählich in die Richtung des benachbarten Wirbels wachsen. Auf diese Weise bemüht sich der Körper, die Wirbelsäule wieder zu stabilisieren.

Dabei wird die Beweglichkeit immer geringer, je mehr Knochen-Brücken sich verfestigen. Die noch beweglichen Abschnitte werden dann umso stärker belastet, verschleißen weiter und werden dadurch schmerzempfindlicher.

Osteoporose

Bei älteren Menschen steckt oft eine Osteoporose hinter Rückenschmerzen. Bei dieser Erkrankung werden die Knochen porös.

Ihre Belastbarkeit nimmt dadurch stark ab. Schon bei geringfügigen Anlässen besteht die Gefahr eines Knochenbruchs. Gefährdet sind v. a. die Wirbel. Ein akuter Wirbelbruch löst heftige Schmerzen im Rücken aus, die plötzlich „einschießen“.

Morbus Bechterew

Bei Männern zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr, aber auch bei Frauen, entstehen Rückenschmerzen manchmal im Rahmen einer  chronisch entzündlichen Erkrankung der Wirbelsäule, dem sogenannten Morbus Bechterew.

In ihrem Verlauf wachsen die Wirbel zusammen. Im Röntgenbild sieht die Wirbelsäule dann aus wie ein Bambusstab. Unter der Bechterew’schen Krankheit leiden in Deutschland etwa 120.000 Menschen.

Wodurch werden Rückenschmerzen ausgelöst?

Ebenso gut kann die Frage lauten: Wodurch werden Rückenschmerzen nicht ausgelöst? Denn der schmerzende Rücken kann auch Symptom einer anderen Erkrankung sein, die mit dem Rückenbereich nichts zu tun hat:

  • Ein Beispiel dafür sind Zahnprobleme: Durch Fehlbelastungen können sich Verspannungen im Kiefer ergeben, die Auswirkungen auf den gesamten Körper haben – auch auf den Rücken. Hier hilft nur der Gang zum Zahnarzt.
  • Sogar der Hexenschuss kann eine Folge-Erkrankung sein, z. B. von schweren Verdauungs-Störungen.
  • Auch falsches Schuhwerk,
  • Extremsport mit einseitigen Belastungen oder zu wenig Sport sind mögliche Auslöser von Rückenschmerzen.
  • Dazu gehören auch Stellungsfehler an Fuß oder Knie. Hier setzen sich die entstehenden Spannungen bis in die Wirbelsäule fort.

Die Top 10 der Rückenschmerz-Auslöser

Und hier noch einmal eine Übersicht der 10 häufigsten auslösenden Faktoren von Rückenschmerzen:

1. Bequemlichkeit

Kaum zu glauben, aber im Durchschnitt legen wir heutzutage nur etwa 250 – 400 m zu Fuß pro Tag zurück. Dieser Bewegungs-Mangel ist in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle (manche Wissenschaftler sprechen von 90%) für Rückenschmerzen verantwortlich.

2. Stress

Zu viel Arbeit, ein hektischer Alltag sowie zu wenig Erholungs-Pausen führen immer wieder zu Muskel-Verspannungen und diese dann zu Rückenschmerzen.

3. Altersbedingter Verschleiß

Mit dem Alter nimmt die aktive Stabilisierung der Wirbelsäule durch die Rumpfmuskulatur ab. Infolgedessen steigt die Druckbelastung auf die Wirbelkörper an, die ihrerseits darauf mit Anbauten (Knochenwülste, Osteophyten) reagieren. Die Wirbelsäule wird unbeweglicher, die Hohlräume verengen sich und es droht eine spinale Enge oder Spinalkanal-Stenose.

4. Genetische Vorbelastung

Manche Menschen neigen von ihrer Veranlagung her oder durch Lebens-Einflüsse zu Knochenschwund (Osteoporose) im Bereich der Wirbelsäule. Dieser Verlust an Knochen-Substanz kann Wirbelkörper-Brüche verursachen, die eine veränderte Form der Wirbelsäule haben können. Beides führt zu Schmerzen.

5. Starkes Übergewicht

Zusätzliches Gewicht belastet Bänder, Sehnen, Gelenke und Muskeln – oft verbunden mit Trägheit ➝ weniger Bewegung ➝ schlechte Rumpfmuskulatur ➝ Fehlbelastungen ➝ Rückenschmerzen.

6. Gleichförmigkeit von Bewegungen

Ihrem Rücken fehlt der Ausgleich, wenn Sie jeden Tag die gleichen Bewegungs-Abläufe durchführen müssen, beispielsweise bei Akkord-Arbeit; oder die gleichen Haltungen, etwa im Bürostuhl. Die Folge sind muskuläre Verspannungen und Schmerzen.

7. Anfälligkeit für Rückenschmerzen

Wenn Sie in der Vergangenheit schon einmal unter Rückenschmerzen gelitten haben, sind Sie anfälliger dafür, weil die Ursachen (z. B. eine schwache Rumpfmuskulatur) oft lebenslang bestehen und nicht konsequent beseitigt werden.

8. Schonung

„Abends erhole ich mich gern auf meinem Sofa und gönne meinem Körper Ruhe.“ Diese Einstellung ist Gift für Ihren Rücken. Er bedarf a priori keiner Schonung, denn nur durch Bewegung werden die Bandscheiben ernährt und die tragenden Muskeln gestärkt.

9. Arztbesuche

In 90% der Fälle verstärken Arztbesuche laut WHO (World Health Organization) die Rückenschmerzen zusätzlich. Das kann u. a. 2 Gründe haben:

  • Vielleicht werden Ihre Rückenschmerzen mit Medikamenten behandelt. Dann werden zwar die Symptome bekämpft, nicht aber deren Ursache. Bald werden sich neue Rückenschmerzen einstellen.
  • Wird aber eine greifbare Ursache für die Schmerzen entdeckt, reagiert so mancher Patient mit Schonung – und diese verstärkt die Rückenschmerzen noch weiter.

10. Stoßbelastungen

Stoßbelastungen führen nicht nur bei LKW-Fahrern zu Rückenschmerzen, sondern auch bei vielen Menschen, die häufig lange Strecken im Auto zurücklegen. Jedes Fahrzeug sorgt für kleine, meist unbemerkte, aber dauerhafte Belastungs-Spitzen im Rücken. Sie werden regelrecht durchgeschüttelt.

Was tun bei Rückenschmerzen?

Richtig ist, was gut tut und schnell hilft!

Die  ersten Maßnahmen gegen Rückenschmerzen sind daher:

  • Wärme (keine Hitze!),
  • Entlastung,
  • konzentrierte und ruhige Atmung.

Wärme entspannt die verkrampfte Muskulatur und regt die Durchblutung an.

Entlastung, etwa durch Liegen, soll v. a. verhindern, dass sich der Zustand verschlimmert.

Konzentrierte und ruhige Atmung trägt zur Entspannung bei und verhindert, dass der Patient durch die Schmerzen unbewusst flach und hektisch atmet und die Situation unnötig verschärft.

Rheuma als weitere mögliche Ursache reagiert – abhängig vom Stadium der Krankheit – auf Wärme unter Umständen mit einer Verschlechterung. Hier hilft daher eine Kälte-Behandlung.

Übungen für einen schmerzfreien Rücken können Sie sich bei unserem Partner ShentiTV abschauen:

Was tun gegen Rückenschmerzen im Büro?

Am Arbeitsplatz ist es ungleich schwieriger, Übungen gegen Rückenschmerzen durchzuführen. Aber es gibt durchaus Rückenschmerz-Übungen, die speziell für solche Situationen entwickelt wurden.

Wer viel im Sitzen arbeitet, leidet schneller unter Verspannungen des Schultergürtels und der Nackenmuskulatur. Die Halswirbelsäule wird besonders belastet, wenn die Schultern nach vorn kippen, z. B. durch langes Schreiben am Computer.

So entsteht ein ungesunder Knick in der Halswirbelsäule, der auch die Muskulatur belastet. Neben der Lendenwirbelsäule ist die eigentlich sehr bewegliche Halswirbelsäule besonders anfällig für Überlastungen – auch für Bandscheibenvorfälle.

Es ist daher für die allgemeine Gesundheit im Betrieb sinnvoll, die  Arbeitsplätze ergonomisch an die Mitarbeiter anzupassen. Dazu gehören:

  • richtige Monitor-Höhe und Position,
  • richtige Stuhlhöhe,
  • passende Schreibtisch-Höhe,
  • ausreichend Pausen,
  • Headsets bei Viel-Telefonierern.

Ein möglicher therapeutischer Ansatz ist eine  Unterbrechung der krampfhaften Körperhaltung. Diese Methode z. B. entlastet die Muskulatur:

  • konzentriertes Aufrichten mit Blick in die andere Richtung,
  • anschließendes Fallenlassen der Schultern und Heben der gestreckten Arme über den Kopf mit abwechselndem Recken nach oben

In vielen modernen Betrieben gehört die Rückenschule zu einem Freiwilligen-Programm. Physiotherapeuten kommen im Auftrag der Firmenleitung in die Unternehmen und zeigen den Mitarbeitern vor Ort Bewegungen, die den Schmerz lindern können.

Alternativ werden den Angestellten Kurse vergünstigt oder kostenlos angeboten.

Solche Maßnahmen sind mehr als sinnvoll und auch für die Unternehmen eine vernünftige Investition.

So werden 8 Std. Büro nicht länger zur Folter

Das gilt ebenso für Neuanschaffungen wie moderne Stühle, die auch bei kleinen Bewegungen mitschwingen und damit die Durchblutung verbessern.

„Gerade sitzen!“, hieß es früher. Heute klingt das anders, weil man es mittlerweile besser weiß:

Mit aufwendigen Messungen fanden Mainzer Wissenschaftler heraus, dass das „idealisierte Sitzen“ zu viel Kraft kostet und dem Rücken eher schadet als nutzt.

Nicht eine bestimmte Haltung ist schädlich, sondern die  lange Bewegungslosigkeit.

Dagegen wurde die Industrie mit neuen Stühlen aktiv. Da gibt es Hightech-Sitze, die selbst bei den kleinsten Bewegungen in Schwingung geraten. Auf diese Weise sorgen sie für Bandscheiben, die in Bewegung – und damit von Nährstoffen durchflutet – bleiben.

Darüber hinaus erlebt das Stehpult eine Renaissance – schließlich kann man Zeitungen und Akten auch im Stehen lesen.

So bringen Sie mehr Bewegung in Ihren (Arbeits-)Alltag

  • Heben Sie während des Sitzens abwechselnd Ihre Fersen und Fußspitzen an. Das fördert die Durchblutung in den Beinen.
  • Kippen Sie im Sitzen Ihr Becken nach vorn und nach hinten. Das entlastet die Wirbelgelenke.
  • Drehen Sie bei längerem Sitzen Ihren Oberkörper nach links und rechts, bewegen Sie Ihren Kopf in alle Richtungen und kreiseln Sie Ihre Schultern rück- und vorwärts. Das beugt Nackenverspannungen und Rückenschmerzen vor.
  • Benutzen Sie möglichst häufig die Treppe statt den Fahrstuhl.
  • Ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause ist perfekt, auch für Ihre Konzentration.

Bewegung ist wichtig für die Heilung

Sport ist bei fast allen Rückenproblemen eine gute Entscheidung. Bei starken oder chronischen Beschwerden sollte jedoch vorab ein Arzt befragt werden.

Ruhe ist zwar bei allen akuten Prozessen vernünftig, wer aber jeden Abend mit Schmerzen im Rücken von der Arbeit kommt, braucht einen sportlichen Ausgleich.

Umfragen haben ergeben, dass die Behandlung von chronischen Rückenschmerzen ohne ausreichende Bewegung oftmals keine dauerhafte Besserung herbeiführt.

Bei krankheitsbedingten Veränderungen fallen einige Sportarten aus, das gilt aber nicht bei Schwächen durch Bewegungsmangel, Überlastung oder Haltungsschäden. Wichtig ist, dass der Patient sich je nach Trainingszustand angemessen sportlich betätigt und es nicht gleich übertreibt.

Hantel-Training hilft effektiv bei Rückenschmerzen

Bei Rückenschmerzen dürfen Sie auf keinen Fall im Sessel sitzen bleiben. Je aktiver Sie sind, desto stärker werden Ihre  Rückenmuskeln – und desto weniger die  Schmerzen.

Interessant ist aber die Frage, welche Sportart am besten wirkt. Dieser sind Forscher der University of Alberta nachgegangen:

Die Wissenschaftler ließen Rückenschmerz-Patienten ein Training mit Hanteln und Kraftmaschinen absolvieren. Eine andere Gruppe musste Joggen, Walken oder das Training auf einem Ellipsen-Trainer durchführen.

Diejenigen, die das Ausdauer-Training machten, hatten um rund 12% verringerte Schmerzen.

Anders sah es bei denjenigen aus, die mit Hanteln und Gewichten trainierten. Bei ihnen verbesserten sich die Schmerzen, aber auch die Bewegungs-Möglichkeiten – und somit die Funktion der Wirbelsäule.

Den Erfolg des Krafttrainings sehen die Forscher darin, dass der gesamte Körper an den  Übungen beteiligt wird und dadurch gestärkt wird.

Das Fitnessstudio

Wer wenig Zeit hat, wird sich mit einem Fitnessstudio vermutlich wohler fühlen, als in einem Verein. Die Öffnungszeiten sind bei den meisten Einrichtungen sehr großzügig und die Kosten halten sich im Rahmen.

Einige  Krankenkassen übernehmen die Beiträge, wenn der Betroffene nachweisen kann, dass er an einem entsprechenden Programm zur Rückenschule teilnimmt.

In einem Fitnessstudio erfolgt für gewöhnlich eine Einweisung durch eine Fachkraft, die auch Vorerkrankungen erfragt und die Übungen entsprechend zusammenstellt.

Werden Sie aktiv – Durchbrechen Sie den Teufelskreis der Schmerzen!

Solch eine falsche Haltung aber bleibt nicht ohne Auswirkungen – ein Teufelskreis:

  • Es kommt nach und nach zu Verspannungen, die zu Schmerzen führen. Sind die Rückenschmerzen erst einmal da, begleiten sie Sie oft lange.
  • Denn um den Schmerzen zu entgehen, gewöhnen Sie sich Schonhaltungen an, die wiederum zu Muskel-Verspannungen führen.
  • Die Folge sind erneute Schmerzen.

Dabei wäre es so einfach, diesen Teufelskreis zu durchbrechen:

Sie brauchen dafür i. d. R. keinen Arzt, keine Medikamente und keine Behandlungen.

Nötig sind lediglich starke Bauch- und Rücken-Muskeln, die Sie aufrichten und so den Schmerzen entgegenwirken. Und für die wiederum brauchen Sie nicht mehr als 8 simple Rücken-Übungen.

8 Rücken-Übungen: Legen Sie einfach los!

Sie sollten sich jeden 2. Tag 15 Min. Zeit für die Rücken-Übungen nehmen. Darüber hinaus brauchen Sie nur lockere Kleidung, eine Decke oder Isomatte, damit Sie bei den Liege-Übungen nicht auf dem nackten Boden liegen, sowie einen stabilen Hocker. Und schon kann es losgehen:

  1. Gerollter Rücken Stellen Sie sich aufrecht hin. Nun gehen Sie in die Knie und machen einen Rundrücken. Legen Sie Ihren Bauch auf Ihren Oberschenkeln ab, und fassen Sie mit Ihren Händen Ihre Ellenbogen. Halten Sie diese Position 5 – 10 Atemzüge lang. Wieder aufrichten und 5x wiederholen. So werden die verspannten Rücken- und Schulter-Muskeln gedehnt.
  2. Hüftdehner – Gehen Sie in eine tiefe Schrittstellung. Winkeln Sie Ihr linkes Bein an, so weit es geht. Das rechte Bein strecken Sie nach hinten, der Unterschenkel kommt auf dem Boden zu liegen. Strecken Sie nun beide Arme nach oben aus, und achten Sie darauf, dass Ihr Rücken gerade bleibt. Halten Sie 5 Atemzüge lang, und richten Sie sich dann wieder auf. Wechseln Sie die Seite, und wiederholen Sie pro Seite 5x. Mit dieser Übung dehnen Sie Ihre Hüftmuskulatur.
  3. Mini-Situp – Legen Sie sich auf den Rücken. Nun heben Sie Ihre Beine so an, dass sich zwischen Oberkörper und Oberschenkeln, Ober- und Unterschenkeln sowie Unterschenkeln und Füßen jeweils ein rechter Winkel ergibt. Drücken Sie jetzt den Bereich des unteren Rückens fest auf den Boden, ziehen Sie Ihren Bauchnabel nach innen, führen Sie die gestreckten Arme Richtung Knie, und heben Sie Ihre Schultern leicht an. Mindestens 5 Atemzüge lang halten, danach absenken und 5x wiederholen. Das stärkt Ihre Bauchmuskeln und die Muskulatur im unteren Rücken.
  4. Sitzdrehung – Setzen Sie sich auf einen Hocker. Achten Sie darauf, dass er einen festen Stand hat. Stellen Sie Ihre Füße fest auf den Boden, und legen Sie die Außenseite der linken Hand außen gegen das rechte Knie. Strecken Sie Ihren Arm zur Seite aus. Nun drehen Sie sich aus dem unteren Rücken heraus nach hinten, so weit es geht. Halten Sie 5 Atemzüge, dann drehen Sie langsam nach vorne zurück und wechseln die Seite. 5x wiederholen. So verbessern Sie die Beweglichkeit Ihrer Wirbelsäule und dehnen Ihre Brustmuskeln.
  5. Angedeutete Hocke – Stellen Sie sich aufrecht hin. Gehen Sie leicht in die Knie, und strecken Sie Ihr Gesäß nach hinten. Achten Sie darauf, dass Ihr Rücken gerade bleibt und die Füße fest auf dem Boden sind. Strecken Sie Ihre Arme lang nach oben in Verlängerung Ihres Oberkörpers aus. Halten Sie diese Position 5 – 6 Atemzüge lang, dann gehen Sie in die aufrechte Haltung zurück. 3x wiederholen. Die Übung kräftigt Ihre Rücken- und Beinmuskulatur.
  6. Gestreckte Wirbelsäule – Gehen Sie in den Vierfüßlerstand. Ihre Knie sind auf dem Boden aufgesetzt, Ihr Rücken ist gerade. Achten Sie darauf, dass Sie nicht ins Hohlkreuz fallen. Nun heben Sie das linke Bein und den rechten Arm und strecken beide aus. Arm und Bein sollten eine Linie mit Ihrem Rücken bilden. Ihre Finger sind gespreizt, Ihre Zehen zeigen zum Boden. Halten Sie diese Position 6 Atemzüge lang. Dann zurück in den Vierfüßlerstand und die Seite wechseln. Je Seite 3x wiederholen. So stärken Sie Ihre Bein-, Gesäß- und Rücken-Muskeln.
  7. Knieheber – Gehen Sie in den Vierfüßlerstand. Drehen Sie Ihre Ellenbogen nach außen, und drücken Sie mit den Fußrücken auf den Boden. Nun heben Sie Ihre Knie rund 5 cm vom Boden hoch. Halten Sie die Position 5 Atemzüge lang, dann senken Sie Ihre Knie wieder ab. Wiederholen Sie die Übung 3x – das trainiert den unteren Rücken.
  8. Beinheber – Legen Sie sich auf den Boden. Nun stellen Sie die Zehenspitzen auf und legen die Hände und die Unterarme auf den Boden. Achten Sie darauf, dass Kopf, Oberkörper, Gesäß und Beine eine Linie bilden. Aus dieser Position heraus heben Sie das rechte Bein leicht an. Halten Sie 5 – 6 Atemzüge lang, dann das Bein wieder absenken und die Seite wechseln. Pro Seite 3x wiederholen. So beanspruchen Sie Ihre gesamte Muskulatur.

Tipps aus der Naturheilkunde für die gesunde Wirbelsäule

Die Naturheilkunde bietet ebenfalls Möglichkeiten der Behandlung des schmerzenden Rückens. Umschläge mit gekochten (noch warmen) Kartoffeln sind dafür nur 1 Beispiel.

1. Hilfreich sind auch  Senfmehl-Umschläge:

  • Zunächst rührt man Senfmehl, also die getrockneten Samen der Pflanze, mit lauwarmem Wasser an.
  • Die Mischung gibt man auf ein Leinentuch und legt dieses auf die betroffene Stelle.
  • Die Kompressen werden 5 Tage lang jeweils einmal täglich für höchstens 15 Min. aufgelegt.
  • Um Haut- und Nervenschäden zu vermeiden, darf die Anwendungsdauer nicht verlängert werden.

2. Eine weitere sinnvolle Behandlungs-Methode ist die  Akupressur:

Dabei handelt es sich um eine traditionelle Methode aus China, bei der stumpfer Druck auf die betroffene Stelle des Körpers ausgeübt wird. Wie die Akupunktur, arbeitet auch die Akupressur mit bestimmten Druckpunkten, deren Stimulierung Linderung verschaffen kann. Je nach betroffener Stelle kann der Patient diese Methode auch teilweise selbst erlernen und anwenden.

3. Anpassung der Ernährung:

Muskelprobleme, die Rückenschmerzen verursachen, können sich durch Übersäuerung verstärken. Experten aus der Naturheilkunde empfehlen daher, die Ernährung anzupassen:

Wer viel Wasser trinkt, auf Genussmittel wenigstens vorübergehend verzichtet, Fleisch nur sparsam verzehrt und viel Obst und Gemüse isst, entlastet den Stoffwechsel.

Gerade bei Muskelverspannungen oder entzündlichen Prozessen kann der Heilungsprozess so beschleunigt werden.

4. Tees:

Für die innere Anwendung empfehlen sich Tees aus:

  • Teufelskralle,
  • Weidenrinde,
  • Löwenzahn,
  • Brennnessel.

5. Spanischer Pfeffer (Chili):

Der spanische Pfeffer heizt dem Stoffwechsel ein und ist des Weiteren ein echter Schmerzkiller.

Da die Haut den Wirkstoff schnell aufnimmt, spüren Sie nach 2 – 5 Min. bereits eine Wirkung. Zugegeben: Dazu braucht es schon ein wenig Mut. Aber die Wärme-Entwicklung auf Ihrem Rücken ist heftig, jedoch wohltuend.

Dazu wählen Sie Fertig-Präparate als Salbe oder Pflaster aus der Apotheke.

Eine alternative Möglichkeit: Sie stellen die Salbe selbst her:

Zutaten/Rezept für die Salbe:

  • 10 g Senfmehl (aus der Apotheke)
  • 30 g pulverisierte Chilischoten aus dem Gewürzregal (Cayenne-Pfeffer)
  • 140 g Wollwachs-Alkoholsalbe (aus der Apotheke)

Alle Bestandteile gut vermischen und die betroffenen Bereiche 3 – 5x täglich mit wenig Salbe einreiben.

Anstelle der Grundsalbe aus der Apotheke können Sie auch Jojoba-Öl und erwärmtes Bienenwachs im Mischungs-Verhältnis 1/3 Wachs und 2/3 Öl verwenden.

Zutaten/Rezept für Chili-Öl:

Für Massagen bei  akuten Schmerzen im Rücken oder einer überbeanspruchten Muskulatur eignet sich Chili-Öl gut.

Dazu brauchen Sie:

  • 3 EL getrocknete und zerbröselte oder gehackte Chilischoten,
  • 250 ml Speise-Öl (Nehmen Sie ein teures, hochwertiges Öl aus Bio-Anbau – gut geeignet sind Soja oder Rapsöl.)
  • Das erhitzen Sie mit dem getrockneten Chili auf kleinster Flamme etwa 10 Min.
  • Dann seihen Sie das Öl durch ein Küchentuch ab und lassen es abkühlen.

Achtung:

Da Chili stark durchblutungsfördernd wirkt, verschlimmert das bei manchen entzündlichen Prozessen die Beschwerden. In solchen Fällen dürfen Sie das Öl nicht anwenden bzw. müssen es sofort entfernen!

Darüber hinaus dürfen Sie Produkte mit Chili nicht auf geschädigter Haut anwenden.

Wer zu Sodbrennen neigt, sollte auf starke bzw. scharfe Gewürze wie Chili verzichten. Sogar wenn Sie Chili von außen anwenden, aktiviert er sich über die Haut in Ihrem Körper.

Besonders vorsichtig sollten Sie bei der Verarbeitung von Chili sein, damit es nicht zu einem Kontakt mit Schleimhäuten (v. a. mit den Augen!) kommt.

Dazu bitte unbedingt beim Zerkleinern von Chilischoten Einmal-Handschuhe tragen und nicht während der Bearbeitung ins Gesicht fassen oder die Augen reiben.

Selbst nach dem Händewaschen bleiben Rückstände in den Hautporen, die dann in Augen, Nase oder den Intimbereich gelangen und zu unangenehm brennenden Schmerzen führen.

Mit Katzenschnurren gegen Rückenschmerzen

Nicht zuletzt sei an dieser Stelle auch noch eine – zugegebenermaßen ziemlich skurril anmutende – neue Behandlungs-Methode aus der Schweiz erwähnt:

So soll ein neu entwickeltes Katzenschnurr-Therapiegerät tatsächlich imstande sein Rückenschmerzen zu heilen.

Wenn es ernst wird, gehen Sie lieber gleich zum Arzt

Zögern Sie den Arztbesuch nicht hinaus! Zu oft werden Beschwerden nicht ernst genommen und nicht früh genug behandelt.

Dies kann bewirken, dass sich der Schmerz festsetzt. Suchen Sie deshalb auch bei leichteren Rückenbeschwerden den Arzt auf, wenn sie länger als 1 Woche anhalten.

Rückenbeschwerden: Diagnostik

Rückenschmerzen können sich auf verschiedene Weisen äußern. Entsprechend strahlt der Schmerz auch in unterschiedliche Regionen. Die Schilderung der Art der Rückenschmerzen durch den Patienten ist für den Arzt ein wichtiges Indiz für die Diagnose.

Um die richtigen Behandlungs-Maßnahmen ergreifen zu können, muss der Arzt zunächst die Ursache der Rückenschmerzen aufspüren. Eine Diagnose erfolgt nach gründlicher Anamnese und eventuell unter Zuhilfenahme bildgebender Verfahren:

Am Anfang der Untersuchung steht die Erhebung der Kranken-Vorgeschichte.

Daran schließt sich eine gründliche Untersuchung an:

  • Der Arzt prüft die Beweglichkeit der Wirbelsäule,
  • schaut nach sichtbaren Verbiegungen,
  • tastet die Wirbelsäule ab
  • und beurteilt die Rückenmuskulatur.
  • Abgerundet wird der „Rücken-Check-up“ durch Labor-Untersuchungen.

Grundsätzlich sind bei Erkrankungen der Wirbelsäule zunächst Röntgen-Aufnahmen notwendig. Oft müssen sie in verschiedenen Ebenen und aus verschiedenen Winkeln aufgenommen werden.

Mit der Computertomographie (kurz als „CT“ bezeichnet) kann ein Bandscheibenvorfall besonders gut erkannt und zudem die Knochendichte (wichtig bei Osteoporose) gemessen werden.

Die Kernspintomographie ist unübertroffen zur Darstellung von Muskeln, Bändern und Bandscheibenvorfällen. Durch diese Methode sind unangenehme Untersuchungen mit einem Kontrastmittel heute nur noch bei sehr speziellen Fragestellungen notwendig.

Bei Verdacht auf eine  Nervenwurzel-Schädigung gibt die Elektromyographie (EMG) Aufschluss. Sie identifiziert Verletzungen der Nervenwurzel durch Messung der elektrischen Aktivität einzelner Muskelgruppen. Damit kann z. B. auch auf den Schweregrad eines Bandscheibenvorfalls geschlossen werden.

Diagnose: Wann sind CT & Co.tatsächlich nötig?

Heute möchten viele Ärzte schnell auf diese Weise untersuchen.

Doch wirklich nötig sind Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT, NMR, MRI) v. a. dann, wenn Sie kurz vor einer Bandscheiben- oder Spinalkanal-Verengungs-Operation stehen oder wenn geklärt werden muss, ob eine solche OP überhaupt nötig ist.

Das ist dann der Fall, wenn:

  • Sie unter Lähmungs-Erscheinungen von Blase oder Beinen leiden
  • oder Schmerzen, die in Ihre Beine ausstrahlen, auch nach 6 Wochen konservativer Therapie nicht besser werden.

Haben Sie dagegen „nur“ Rückenschmerzen, sind diese Untersuchungen nicht nötig.

Sie haben außerdem keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Therapie. Studien zeigten, dass diese Untersuchungen den Ablauf der Behandlung nicht verbessern.

Zudem kann es Ihnen passieren, dass Sie sich 2x untersuchen lassen müssen: Ist doch eine OP nötig, müssen die Bilder neu sein. Die ersten Aufnahmen sind dann nicht mehr verwertbar.

Behandlungs-Möglichkeiten von Rückenbeschwerden

Entsprechend hängt auch die Behandlung der Rückenschmerzen gänzlich von ihrer Ursache ab:

Während der Arzt bei Muskelverspannungen ein Medikament verordnen wird, das die verkrampfte Muskulatur lockert, ist bei einem Bandscheibenvorfall oder starken Verkrümmungen manchmal eine Operation notwendig – allerdings sollte dies der letzte Ausweg sein.

Die richtige Behandlung kann Sie wieder schmerzfrei machen

Unabhängig von der Ursache der Rückenschmerzen ist das Ziel der Behandlung immer dasselbe: Schmerzfreiheit und der Erhalt bzw. die Verbesserung der Beweglichkeit.

  • Die Physiotherapie bildet die Basis jeder Behandlung von Rückenschmerzen. Richtig ausgeführte krankengymnastische Übungen verbessern die Beweglichkeit der Wirbelsäule und wirken zugleich schmerzlindernd.
  • Auch Wärme-Behandlungen (z. B. mit dem Lichtbogen) oder die kombinierte Bewegungs-/Hydrotherapie (z. B. Krankengymnastik im warmen Wasser) können die Beschwerden lindern.
  • Manchmal hilft Kälte besser als Wärme, etwa bei Morbus Bechterew. Bei der Kältetherapie werden die schmerzhaften Regionen sekundenlang mit Temperaturen von –70 °C behandelt.
  • Schwimmen – am besten Rückenschwimmen – ist bei Rücken-Erkrankungen therapeutisch erwünscht, um die Wirbelsäulen-Muskulatur zu kräftigen.

Die Schulmedizin bei Rückenschmerzen

In schweren Fällen ist der Gang zum Orthopäden wichtig. Er wird die Ursache für die Rückenschmerzen suchen und eine entsprechende Therapie verordnen.

Dazu gehören:

  • Reizstrom-Therapie,
  • medizinische Massagen,
  • osteopathische Behandlung,
  • physiotherapeutische Behandlung,
  • Schmerzmittel bei Bedarf,
  • ggf. weitere Medikamente gegen Entzündungen.

Liegt keine behandlungsbedürftige  Grunderkrankung vor, kann Folgendes Erleichterung bringen:

  • Physiotherapie,
  • manuelle Therapie,
  • die Anwendung von Wärme
  • sowie das Erlernen von Entspannungs-Techniken.

Auch Rückenschmerzen während der Schwangerschaft sind nicht ungewöhnlich. Dann sind Entspannungs-Übungen und Ruhephasen wichtig.

Wer unter durch Übergewicht und Bewegungsmangel verursachten Rückenschmerzen leidet, sollte mit dem Abnehmen beginnen und die Belastung für die Muskeln durch Sport erhöhen, um gesund zu bleiben.

Mit Neural-Therapie und Akupunktur gegen Rückenschmerzen

Auch diese beiden Behandlungs-Methoden haben sich als äußerst wirkssam gegen Rückenschmerzen erwiesen:

1. Neural-Therapie

Eine  neuraltherapeutische Behandlung kann den Teufelskreis aus Schmerzen und Verkrampfung der Muskeln schnell durchbrechen.

Hierzu spritzt Ihr Arzt mit feinen Nadeln kleine  Quaddeln mit einem lokalen Betäubungsmittel (z. B. Procain) unter die Haut; direkt über die auch Trigger-Punkte genannten Stellen der Muskulatur, die besonders stark druckschmerzempfindlich sind.

Beispiel:

Wenn eine Verschiebung im Bereich der Wirbel (z. B. bei Hexenschuss) der Grund für Ihre Schmerzen ist, wird das Mittel mit mehreren Punkten beidseits der Wirbelsäule im Schmerzbereich unter die Haut gespritzt.

2. Akupunktur

Bei chronischen Rückenschmerzen hilft Ihnen auch eine Akupunktur-Behandlung.

Studie:

Forscher des Zentrums für Gesundheitsforschung (Group Health Center for Health Studies, GHC) in Seattle/USA konnten im Jahr 2009 nachweisen, dass Akupunktur sogar besser gegen chronische Rückenschmerzen hilft  als Medikamente.

Sie hatten 683 Patienten mit Schmerzen im unteren Rücken in 3 Gruppen aufgeteilt,

  1. wobei eine Gruppe konventionell mit Medikamenten und Physiotherapie behandelt wurde.
  2. Eine 2. Gruppe erhielt Akupunktur-Behandlungen,
  3. die 3. Gruppe eine Art Schein-Akupunktur, bei der die Nadeln nicht so tief eingestochen wurden.

Ergebnis:

Nach 8 Wochen gaben 60% der Studien-Teilnehmer in der Akupunktur-Gruppe eine Besserung ihrer Beschwerden an, in der Gruppe mit der Standard-Therapie nur 39%. Die Schein-Akupunktur war ebenso erfolgreich wie die tatsächliche, da auch hierbei offensichtlich die Akupunktur-Punkte aktiviert wurden.

Eine Akupunktur-Behandlung bei Rückenschmerzen wird  von den gesetzlichen  Krankenkassen erstattet.

Rücken-Übungen von Experten

Ob Hausarzt, Orthopäde oderPhysiotherapeut – sie alle sind Experten, die Patienten Übungen gegen Rückenschmerzen zeigen können.

Besonders bei bestehenden Schäden und dauerhaften Schmerzen ist es wichtig, den Rat der Fachleute einzuholen.

Akute, starke Schmerzen verlangen ebenfalls einen Arztbesuch. Handelt es sich z. B. um einen Bandscheibenvorfall, ist schnelle Hilfe nötig.

Wer über ein gutes Körpergefühl verfügt, stellt aber auch unabhängig davon schnell fest, was hilft und was nicht. Dann fällt es auch leicht, die Ursache der Rückenschmerzen zu entlarven:

Personen, die viel stehen müssen, neigen etwa häufig dazu, das Becken abzuknicken – ein Hohlkreuz entsteht. Oftmals fehlt dann eine ausgeprägte Bauchmuskulatur als stabilisierender Gegenspieler.

Wer sich wiedererkennt, kann leicht etwas gegen die Symptome unternehmen:

  • Auf dem Rücken liegend müssen dann die Oberschenkel angezogen werden, bis sie mit den Unterschenkeln einen rechten Winkel ergeben.
  • Dann werden die Unterschenkel gekreuzt und abwechselnd nach rechts und nach links gedreht.
  • Die Drehung darf nur so weit reichen, dass sie nicht schmerzhaft ist.
  • Die Übung sollte 10 – 15x wiederholt werden; sie entlastet die beim Stehen stark strapazierte Lendenwirbelsäule.

Weitere sinnvolle Maßnahmen sind:

  • Bestrahlung mit Rotlicht,
  • warmes Moorbad,
  • Fangopackung,
  • Wärmflasche.

Setzen Sie Medikamente nie ohne Arzt ein

  • Wenn Muskelverspannungen der Grund für die Schmerzen sind – z. B. bei „Hexenschuss“ oder „Ischias“ – helfen krampflösende Medikamente. Sie haben meist gleichzeitig eine beruhigende Wirkung.
    • Ihre Nachteile: Sie machen müde und können bei Langzeit-Anwendung zur Gewöhnung führen.
    • Einen hohen Stellenwert hat auch die chirotherapeutische Behandlung bzw. die manuelle Therapie, die besonders geschulte Ärzte, Heilpraktiker oder Physiotherapeuten beherrschen.
  • Bei akut auftretenden Rückenschmerzen setzt der Arzt zur Schmerzlinderung im Allgemeinen zunächst sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) ein (z. B. Diclofenac oder Ibuprofen). Sie lassen gereizte Nerven abschwellen und lindern so den Schmerz.
    • Aber: Bei empfindlichen Menschen können sie jedoch die Magenschleimhaut schädigen und Übelkeit, Magenschmerzen und sogar Magengeschwüre auslösen.
    • Sie sollten daher nie über längere Zeit – und schon gar nicht ohne ärztlichen Rat! – eingenommen werden. Auch bei der Einnahme von Aspirin oder Ähnlichem als „erste Hilfe“ sollten Sie vorsichtig sein.
  • Wenn eine Nervenwurzel eingeklemmt ist oder sehr starke Nerven-Reizungen durch den Verschleiß von Wirbelgelenken oder Bandscheiben bestehen, kann eine Serie von Kortison-Einspritzungen sinnvoll sein.
    • Dieses entzündungshemmende Mittel wird dabei – oft zusammen mit einem Lokal-Anästhetikum – direkt in den schmerzenden Bereich gespritzt.
    • Die Beschwerden klingen meist  rasch ab. Die gefürchteten Nebenwirkungen einer Kortison-Behandlung treten nicht auf. Sie sind nur bei einer langfristigen Therapie zu erwarten.

Operation bringt oft keinen spürbaren Erfolg – Die letzte Lösung

Eine Operation kann in folgenden Fällen unumgänglich sein:

  • wenn einseitige Muskelschwächen dauerhaft auftreten
  • wenn Lähmungs-Erscheinungen auftreten (z. B. Fußheber, Fußsenker, Kniestrecker, Hüftbeuger)
  • wenn die Schmerzen nach mehreren Wochen immer noch nicht nachgelassen haben
  • Angeborene Verkrümmungen der Wirbelsäule müssen durch eine frühzeitige Behandlung im Kindesalter – unter Umständen auch mittels Korsett-Versorgung – korrigiert werden.
  • Da bei später im Leben auftretenden Verbiegungen die auslösenden Ursachen – v. a. chronische Erkrankungen wie Morbus Bechterew oder Osteoporose – nicht geheilt werden können, steht im Vordergrund der Behandlung zunächst die wirksame Schmerzlinderung; erst als letzte Option die OP.

Die  OP kann Schmerzen reduzieren oder  beseitigen. Doch gezieltes Rückentraining ist danach sehr wichtig, damit Sie die eingebüßten Rücken-Funktionen wiederherstellen.

Zudem ist eine Rücken-OP immer ein Eingriff mit Risiken: Der Rücken wird zusätzlich strukturell geschwächt und letztlich hinterlässt jede Operation Wunden und Narben, die ebenfalls schmerzhaft sein können.

Darüber hinaus gibt es Veröffentlichungen, die den Verdacht nahelegen, dass von den jährlich rund 80.000 Bandscheiben-OPs in Deutschland in bis zu 1/3 der Fälle nicht unbedingt erforderlich sind, da sie  nicht den gewünschten Erfolg bringen. Bei einem Bandscheibenvorfall ist eine  OP erst dann notwendig, wenn Lähmungen auftreten.

Also gilt in der Rücken-Behandlung für Operationen, dass sie die letzte Möglichkeit darstellen und zuvor alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sein sollten: Die OP ist stets der letzte Ausweg.

Merken Sie sich bitte: Ein schlechter Rücken wird durch eine Operation kein guter!

Rückenschmerzen vorbeugen – So geht’s

Sinnvoll ist eine Prävention durch rückenschonendes Verhalten im Alltag; entsprechende Kurse werden durch die Krankenkassen vermittelt.

Aber natürlich können Sie auch jeden Tag selbst etwas für Ihre Rücken-Gesundheit tun:

Achten Sie auf Ihre Körperhaltung

Entlasten Sie Ihren Rücken und befreien Sie sich von überflüssigen Pfunden. Am besten gelingt dies durch viel Bewegung und eine Verringerung der  Kalorien-Zufuhr, v. a. des Fettkonsums und des Zuckers.

Ob zu Hause, im Büro oder im Auto: Achten Sie darauf, entspannt mit aufrechtem Oberkörper zu sitzen. Wechseln Sie häufiger die Sitzposition, stehen Sie zwischendurch immer wieder auf und vertreten Sie sich die Beine.

3 Regeln für gesünderes Sitzen

Wenn Sie denn schon die meiste Zeit des Tages sitzen müssen, sollten Sie sich die folgenden Regeln merken, um Ihren Rücken wenigstens etwas zu entlasten:

  1. Unterstützen Sie beim Sitzen den unteren Bereich Ihrer Wirbelsäule. Das können Sie z. B. dadurch, indem Sie eine volle Rolle Küchentücher zwischen Rücken und Sessellehne klemmen. Sie können die Rolle ganz einfach fixieren, indem Sie eine Schnur durch die Pappröhre ziehen und die Rolle so mit der Lehne verbinden. Das ist preiswerter als der Kauf eines Spezialkissens oder -sessels. Außerdem können Sie die Rolle beliebig nach oben oder unten verschieben.
  2. Verändern Sie häufiger Ihre Sitzposition. Beugen Sie Ihre Wirbelsäule, lehnen Sie sich nach vorn, zurück, ein wenig nach links, ein wenig nach rechts, rutschen Sie mit dem Becken mal an die Lehne zurück, mal ganz nach vorn an die Kante. „Lümmeln“ Sie sich richtig in Ihrem Sessel. Achten Sie dabei darauf, wie das Ihrer Wirbelsäule bekommt. Durch diese regelmäßige Gewichts-Verlagerung vermeiden Sie, das einzelne Muskelgruppen oder Gelenke überbeansprucht werden.
  3. Stehen Sie regelmäßig auf. Richtschnur: Alle 45 Min. 1x den Sitz verlassen und mindestens 30 Sek. herumlaufen. Machen Sie ein paar Dehn- und Lockerungs-Übungen (z. B. Beine ausschütteln).

Wenn Sie im Stehen arbeiten, verlagern Sie regelmäßig das Gewicht von einem Bein auf das andere, wechseln Sie „Stand-“ und „Spielbein“.

Körperliche Bewegung stärkt die Muskulatur und schützt vor Rückenschmerzen.

Schwimmen ist eine für den Rücken besonders günstige Sportart, weil der Wasserauftrieb Wirbelsäule und Rücken-Muskulatur entlastet. Allerdings sollten Sie dabei auf dem Rücken schwimmen und alle anderen Schwimmstile vermeiden, da diese wieder die Wirbelsäule belasten.

Heben oder tragen Sie nichts, das sie auch ziehen oder schieben könnten, z. B. mit Einkaufswägelchen oder Sackkarre. Jede Beugung belastet die Wirbelsäule zusätzlich. Gehen Sie deshalb immer mit aufrechtem Rücken in die Knie, wenn Sie etwas auf- oder anheben wollen.

Tipps für eine gesunde Wirbelsäule

  1. Kräftigen Sie Ihre Rumpfmuskulatur – Ein gut trainiertes Korsett aus Bauch-, Rücken- und Beckenboden-Muskulatur stabilisiert Ihre Wirbelsäule und reduziert Fehlbelastungen.
  2. Ihre Wirbelsäule profitiert von Bewegung – Ihr Rücken braucht sanfte Bewegung. Nordic Walking ist optimal bei einer beginnenden Wirbelsäulen-Arthrose. Ihr Rumpf wird durch den Stockeinsatz zu lockernden Rotations-Bewegungen veranlasst, was Verspannungen lockert und die Nährstoff-Zufuhr zum Knorpel erhöht. Ähnlich wirkt Kraulschwimmen, und auch Tanzen ist eine sehr rückenfreundliche Sportart.
  3. So schlafen Sie rückenfreundlich – In Bauchlage zwingen Sie Ihren Rücken in ein verstärktes Hohlkreuz (außer Sie legen ein flaches Kissen unter den Bauch). Außerdem überstrecken und verdrehen Sie Ihre Halswirbelsäule. Rückenfreundlicher sind die Seit- und die Rückenlage. Ein Nackenkissen kann zudem eine Fehlhaltung Ihrer Halswirbelsäule verhindern. Lassen Sie sich in einem Bettengeschäft beraten.
  4. Kraul- und Rückenschwimmen gehen vor Brustschwimmen – Schwimmen ist perfekt für die Gelenke des Rückens, denn im Wasser sind nahezu belastungsfreie Bewegungen möglich. Sie müssen die Technik jedoch beherrschen: Beim Kraulschwimmen streckt sich der ganze Körper – insbesondere der Rücken. Das Wasser trägt Sie und wirkt zusätzlich entlastend. Die Bewegungen sollten sanft und gleichmäßig erfolgen.
  5. Optimieren Sie Ihren Arbeitsplatz – Setzen Sie sich mit aufrechter Körperhaltung vor Ihren Bildschirm. Dessen Oberkante sollte etwa auf Augenhöhe sein, der Rücken gerade, die Kniegelenke sind etwa rechtwinklig gebeugt. Und dann heißt es: Bitte aufstehen! Ansonsten aus der Basis der aufrechten Sitzhaltung mal den Rücken leicht nach vorne beugen, mal nach hinten, mal leicht rotieren.
  6. Ein Stehpult im Büro ist besser als ein teurer höhenverstellbarer Tisch – Viele Patienten sind stolz auf ihren höhenverstellbaren Schreibtisch im Büro. Im hektischen Alltags-Betrieb wird die Höhe jedoch leider nur selten verstellt. Einfacher und weit billiger ist ein gewöhnliches Stehpult, z. B. zum Bearbeiten der Postmappe, für alle Unterschriften; vielleicht sogar zum Telefonieren.
  7. Halten Sie Hals, Nacken und Rücken warm – Der Rücken besitzt nur wenige Temperatur-Rezeptoren und kann dadurch nur schwer Kälte und Wärme wahrnehmen. Beugen Sie Schmerzen durch Luftzug und Kälte vor, indem Sie im Sommer ein dünnes Seidentuch und im Winter Weste und Schal tragen.
  8. Wählen Sie einen Wander-Rucksack mit breiten Riemen – Ein guter Wander-Rucksack sollte Folgendes bieten: breite, weich gepolsterte Schulter-Riemen, eine ergonomisch geformte Rücken-Abstützung, die breitflächig auf Ihrem Rücken aufliegt, einen Bauchgurt für größere Lasten (sollte auf dem Becken aufliegen!) sowie eine gute Luft-Zirkulation zwischen Rücken und Rucksack.

Übungen für einen starken Rücken – und somit zur Vorbeugung von Rückenschmerzen

Mann hat Rückenschmerzen© Fotowerk – Fotolia

Das Kreuz mit dem Kreuz gehört für viele Menschen zum Alltag – Rückenschmerzen sind Beschwerden, von denen fast jeder von Zeit zu Zeit betroffen ist.

Rückenschmerzen resultieren ja in den meisten Fällen daraus, dass Ihre Muskulatur zu schwach ist, wie Sie nun bereits wissen.

Dadurch kommt es zu Fehlhaltungen und Verspannungen, die schließlich in Schmerzen enden. Begünstigt werden sie noch dadurch, dass die meisten Menschen ihre Zeit fast ausschließlich im Sitzen verbringen.

Rückenschmerzen müssen in den meisten Fällen  nicht sein. Wenn Sie selbst aktiv werden und Ihre Muskeln trainieren, können Sie sich vor den Beschwerden schützen. Wenn Sie Ihre Rücken- und Bauchmuskeln stärken, können Sie den Rückenschmerzen entgehen.

Dabei muss ein Rückentraining noch nicht einmal zeitintensiv sein. Bei Rückenschmerzen reichen schon einige wenige Übungen (regelmäßig durchgeführt!), damit Ihr Rücken stark wird und bleibt.

Mit speziellen Übungen sagen Sie Rückenschmerzen bald Adieu.  Hier finden Sie ideale Übungen dazu, die genau diese Muskelgruppen trainieren und welche Rückenbeschwerden bei regelmäßiger Ausführung effektiv vorbeugen können.

10 Übungen gegen die Rückenbeschwerden

Mit diesen 10 Übungen können Sie Ihre Rücken-Muskulatur ideal stärken und Rückenschmerzen vorbeugen.

Achtung: Wenn Sie schon unter einem geschädigten Rücken leiden, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt sprechen, ob Sie meine Übungen durchführen dürfen.

Der Vorteil dieser 10 Rücken-Übungen: Sie können sie ganz einfach zu Hause zwischendurch absolvieren. Ziehen Sie sich dafür bequeme Sportkleidung an und legen Sie eine Iso-Matte oder eine mehrfach gefaltete Wolldecke griffbereit.

Achten Sie darauf, während der Übungen nicht die Luft anzuhalten. Atmen Sie regelmäßig weiter: bei Anspannung aus, bei Entspannung ein.

  1. Rückenübung: Katzenbuckel
    Gehen Sie in den Vierfüßlerstand. Ziehen Sie den Kopf zur Brust und machen Sie einen Rundrücken. (Leichter fällt Ihnen das, wenn Sie dazu noch den Bauch einziehen.) Dann gehen Sie langsam ins Hohlkreuz. Dabei heben Sie den Kopf nach oben an. Wieder zurück zum Rundrücken. 10x wiederholen.
  2. Rückenübung: Frontstützen
    Legen Sie sich auf den Bauch. Stützen Sie Ihre Unterarme auf und heben Sie Ihren Körper an, bis Po, Rumpf und Beine eine Linie bilden. Schauen Sie dabei nach unten. Halten Sie diese Position 10 Sek. lang. Dann absenken und 4x wiederholen. Profis können versuchen, im Wechsel das linke und rechte Bein anzuheben.
  3. Rückenübung: Seitenstütz
    Legen Sie sich auf die rechte Seite, Ihre Beine sind ausgestreckt. Der linke Arm liegt lang auf Ihrem Körper. Stützen Sie sich mit dem angewinkelten rechten Arm ab. Heben Sie dann die Hüfte an, Rumpf und Beine sollten eine Linie bilden. Der Po darf nicht nach hinten fallen. Halten Sie diese Position 10 Sek. lang. Dann absenken. 4x wiederholen und dann die Seite wechseln.
  4. Rückenübung: Gesäßheber
    Legen Sie sich auf den Rücken. Nun winkeln Sie Ihre Knie an und stellen die Füße auf. Heben Sie Ihr Gesäß, so dass Rumpf und Oberschenkel eine Linie bilden. Halten Sie die Spannung 10 Sek. Dann absenken, 4x wiederholen. Profis können dazu noch ein Bein anheben und strecken.
  5. Rückenübung: Diagonalzug
    Gehen Sie in den Vierfüßlerstand. Heben Sie das linke Bein und den rechten Arm und strecken Sie beide, bis sich Rumpf, Bein und Arm in einer Linie befinden. Dann führen Sie Ellenbogen und Knie unter Ihrem Körper zusammen. Erneut strecken und 10x wiederholen. Wechseln Sie danach die Seite.
  6. Rückenübung: Rumpf heben
    Legen Sie sich auf den Bauch. Ihre Beine sind gestreckt, Ihre Hände liegen unter Ihrem Kinn. Nun heben Sie Ihren Rumpf etwas an. Blicken Sie auf den Boden. Halten Sie die Position 10 Sek. lang, dann senken Sie Ihren Rumpf wieder ab. 5x wiederholen.
  7. Rückenübung: Crunch
    Legen Sie sich auf den Rücken vor einen Stuhl oder Hocker. Ihre Beine sind angewinkelt auf dem Hocker abgelegt. Ihre Arme liegen gestreckt seitlich neben Ihrem Körper. Nun heben Sie ganz langsam Kopf und Schultern an. Dabei schieben Sie Ihre Handflächen in Richtung des Hockers. Legen Sie wieder ab und wiederholen Sie 10x.
  8. Rückenübung: Schultern drücken
    Stellen Sie sich aufrecht so vor eine Wand, dass Sie ungefähr einen Fuß weit von ihr entfernt sind. Lehnen Sie dann Ihren Rücken an die Wand. Heben Sie Ihre angewinkelten Arme auf Schulterhöhe an und drücken Sie mit den Ellenbogen Rücken und Schultern von der Wand weg. Halten Sie einige Sekunden lang. Wiederholen Sie die Übung 10x.
  9. Rückenübung: Beinsenken
    Legen Sie sich auf den Rücken. Ihre Hände legen Sie verschränkt unter den Kopf, Ihre Knie sind angewinkelt, die Beine aufgestellt und so eng wie möglich zusammengedrückt. Klemmen Sie sich dann einen flexiblen Gegenstand, z. B. ein aufgerolltes Handtuch oder einen Schaumstoffball, zwischen die Knie. Heben Sie Ihre Beine angewinkelt an. Nun senken Sie sie ab bis kurz vorm Boden, halten sie hier einige Sekunden und heben sie dann wieder an. 10x wiederholen. Achten Sie darauf, nicht ins Hohlkreuz zu fallen. Profis können nach und nach den Druck auf das Handtuch erhöhen, das beansprucht die Bauchmuskeln noch mehr.
  10. Rückenübung: Kopf drücken
    Stellen Sie sich aufrecht hin, verschränken Sie die Hände und legen Sie sie vor die Stirn. Halten Sie Ihren Kopf aufrecht. Nun drücken Sie mit Ihren Händen gegen die Stirn und erwidern mit dem Kopf diesen Druck. Ihr Nacken sollte nicht nachgeben, weder nach hinten noch nach vorne. Die Spannung 10 Sek. lang halten, dann Pause machen und 4x wiederholen. Danach absolvieren Sie den 2. Teil der Übung: Drücken Sie 4x je 10 Sek. lang mit Ihren Händen gegen den Hinterkopf. Wieder dürfen Sie dem Druck nicht nachgeben.

Scheibenwischer-Übung gegen Rückenschmerzen

Diese Scheibenwischer-Übung hilft, wenn Sie bei längerem Stehen häufig Rückenschmerzen  haben oder sich Ihr Bauch im Stehen vorwölbt – und so funktioniert sie:

  1. Legen Sie sich auf den Rücken.
  2. Ziehen Sie nun Ihre Oberschenkel so an Ihren Körper heran, dass Oberschenkel und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden.
  3. Überkreuzen Sie Ihre Unterschenkel.
  4. Drehen Sie Ihre Unterschenkel abwechselnd so weit wie möglich nach rechts und nach links.

Führen Sie jede Drehung mindestens 12 – 15x aus.

Übungen mit dem Pezziball

Auch der Pezziball kann Ihnen effektiv dabei helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen. Hier finden Sie nützliche Informationen sowie 7 hilfreiche Übungen mit diesem Trainingsgerät.

Fußgymnastik

Und selbst mit Fußgymnastik lässt sich Rückenschmerzen effektiv vorbeugen, wie Sie hier sehen.

Auch richtiges Liegen will gelernt sein

Im Liegen kann sich Ihre Wirbelsäule am besten erholen. Doch das gelingt aber nur dann, wenn Ihre Matratze rückenfreundlich ist und Sie  auf Ihre Liegeposition achten:

  • Sowohl eine zu weiche als auch eine zu harte Matratze können nicht nur Ihren Schlaf stören, sondern auch zu Rückenproblemen führen. Optimalerweise sollte Ihre Matratze daher  auf Ihr  Körpergewicht und Ihre  Größe abgestimmt sein. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie sich in einem Fachgeschäft beraten lassen. Hier können Sie auch  probeliegen und testen, welcher Matratzentyp Ihnen angenehm ist.
  • Wenn möglich, sollten Sie in der Rücken- oder Seitenlage schlafen. Die Bauchlage ist für Ihren Rücken nicht so günstig, da Sie hierbei leicht Gefahr laufen, in die Hohlkreuz-Haltung zu geraten.
  • Die optimale Liege-Position können Sie auch mit speziellen rückenfreundlichen Kissen verbessern. Diese Kissen entlasten Ihre Halswirbelsäule, so dass die gesamte Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form unterstützt wird.
  • Wenn Sie dagegen auf einem „Turm“ von Federkissen liegen, in deren Mitte Ihr Kopf einsinkt, können schmerzhafte Muskel-Verspannungen die Folge sein.

Nicht nur beim nächtlichen Liegen; auch beim Aufstehen am Morgen gilt es einiges zu beachten, wenn der Rücken geschont werden soll:

  • Wärmen Sie als erstes Ihre Muskeln auf, indem Sie sich noch im Liegen recken und strecken.
  • Stützen Sie sich danach aus der Seitenlage heraus mit geradem Rücken nach oben.
  • Stellen Sie nun beide Beine gleichzeitig auf den Boden, und drücken Sie sich mit gebeugten Knien nach oben. Dabei dürfen Sie sich durchaus mit den Armen abstützen.
Rückenschmerzen Beate Rossbach Problemzone Halswirbelsäule

Schützen Sie Ihre Halswirbelsäule! Wie Sie Schmerzen und Bewegungs-Einschränkungen effektiv vorbeugen bzw. sich behandeln lassen können:

Rückenschmerzen Helmut Erb Meine Lieblings-Therapie bei Rückenweh: Katzenschnurren

Katzenschnurren heilt Rückenschmerzen und Muskel-Verspannungen. Aus dieser Erkenntnis wurde diese skurrile Behandlungs-Methode entwickelt:

Rückenschmerzen Helmut Erb Fußgymnastik gegen müde Füße und Rückenschmerzen

Sommer: Die Füße tun weh, denn die Wärme lässt sie aufquellen und schmerzen. Was hilft, sind kalte oder lauwarme Duschen – und Fußgymnastik:

Rückenschmerzen Dr. med. Michael Spitzbart Hilfe bei Rückenschmerzen: Diese 7 Übungen mit dem Pezziball halten Ihren Rücken stark

Rückenschmerzen können Sie einfach entgehen, indem Sie Ihre Muskulatur stärken. Sehr effektiv geht das mit dem Pezziball. Hier mehr dazu:

Rückenschmerzen Helmut Erb Chiropraktik: Hände weg von der Halswirbelsäule

Chiropraktik ist ungefährlich, wenn sie fachgerecht ausgeführt wird. Problematisch kann es bei Manipulationen der Halswirbelsäule werden:

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