Paget-Krankheit: Was Sie darüber wissen sollten
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Kommt die Rede auf schwache Knochen, denken viele Menschen an Osteoporose. Aber eine andere Krankheit – die Paget-Krankheit – kann ebenfalls die Knochen schwächen.
Besonders bei älteren Menschen wird die Paget-Krankheit häufig nicht erkannt. Sie kann die Ursache dafür sein, dass sich die betroffenen Knochen deformieren und leichter brechen. Sie kann auch Schmerzen verursachen.
Normalerweise verursacht die Paget-Krankheit keine Symptome; wenn sie es tut, helfen meist Medikamente.
Wenn beim Knochenumbau etwas schief geht
Während des gesamten Lebens baut der Körper alte Knochensubstanz ab und ersetzt sie durch neue. Dieser Prozess wird Knochenumbau genannt. Die Paget-Krankheit verursacht einen zu schnellen Knochenumbau. Die alte Knochensubstanz wird entfernt und der Ersatz zu schnell aufgebaut.
Das Ergebnis ist ein Knochen, der zu groß ist. Aber trotz seiner Größe ist der neue Knochen schwächer, und es fehlt an der richtigen Architektur für eine maximale Festigkeit.
Die Paget-Krankheit kann nach dem Zufallsprinzip in verschiedenen Knochen im gesamten Körper auftreten. Die am häufigsten betroffenen Knochen sind die langen Röhrenknochen der Arme und Beine, die Beckenknochen, die Wirbelsäule und der Schädel.
Wodurch die Paget-Krankheit verursacht wird, weiß niemand. Eine Theorie besagt, dass ein Virus über einen langen Zeitraum diejenigen Zellen befällt, die den Knochenumbau regulieren. Die genaue Infektionsdauer ist nicht bekannt, aber die Infektion könnte in der Kindheit stattfinden.
Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter
Die Paget-Krankheit wird am häufigsten bei Personen über 55 Jahren diagnostiziert. Das Risiko, an der Paget-Krankheit zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Das Risiko steigt sogar um das Siebenfache, wenn ein Familienmitglied an der Krankheit litt. Unglücklicherweise wird die Paget-Krankheit oft nicht entdeckt, sodass die Betroffenen nicht immer von ihr wissen.
Bei über 90% der Personen mit Paget-Krankheit treten keine Symptome auf. Manchmal haben Betroffene Knochenschmerzen, die durch Belastung verstärkt werden. Betrifft die Erkrankung den Schädel, so kann es zu Kopfschmerzen oder Hörstörungen kommen.
Paget-Patienten erleiden zuweilen Gelenkentzündungen, wenn die angrenzenden Knochen befallen sind. Dies tritt am häufigsten in den Hüft-, Knie- und Sprunggelenken auf.