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Weiche Knochen ade: Schützen Sie sich mit Silizium vor Osteoporose

Silizium hat heute eine große Bedeutung – weniger in der Medizin als vielmehr in der Technik. Denn sowohl Computerchips als auch moderne Mobiltelefone kommen nicht ohne diesen Stoff aus.

Fast in Vergessenheit gerät dadurch, wie wichtig Silizium, auch als Kiesel­säure bekannt, für unseren Körper ist.

Warum Sie dieser Stoff sogar vor

Hüftgelenkschmerzen© dimdimich - Fotolia
Osteoporose schützen kann und wieso es auf die richtige Silizium-Form ankommt, erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag.

Silizium nimmt unter den Mineralstoffen eine Sonderrolle ein. Denn es unterscheidet sich deutlich von Mag­nesium, Kalzium & Co.

All diese Vitalstoffe wirken aktiv am Körpergeschehen mit. Sie regen den Stoffwechsel an, beschleunigen die Herstellung und Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen oder beeinflussen das Wachstum der Zellen.

Silizium dagegen ist ein passiver Vitalstoff. Er wird überall da eingesetzt, wo es auf Stabilität und  Belastbarkeit ankommt. Ein festes Bindegewebe, starke Fingernägel: Hierfür braucht Ihr Körper Silizium – und das sind auch die Aufgaben, für die dieser Mineralstoff bekannt ist.

Diese Aufgaben hat Silizium in Ihrem Körper

Aber Silizium verhindert nicht nur, dass Sie weiche Nägel haben und Ihr Bindegewebe sich zur Orangenhaut wellt. Gerade der letzte Punkt ist entscheidend für Ihre Knochen-Stabilität und kann Sie bis ins hohe Alter vor Osteoporose schützen.

Silizium sorgt für gestei­ger­te Kalzium-Einlage­rung in den Knochen

Doch wie haben Sie sich die Auswirkungen des Vitalstoffs auf Ihre Knochen vorzustellen?

Ihre Knochen bestehen, wie übrigens auch Haut und Nägel, aus Bindegewebe. Dies sieht aus wie ein Netz: Es besteht aus Eiweißen, die auch als Kollagen bezeichnet werden, und aus Zuckerketten, die Stickstoff enthalten.

Nehmen Sie ausreichend Silizium zu sich, ist es in der Lage, beide Bestandteile des Bindegewebes miteinander zu  verbinden. So kann es das Netz aus Zuckerketten und Kollagen deutlich verdichten. Dadurch steht eine größere Oberfläche zur Verfügung, in die Kalzium eingebaut werden kann: Ihre Knochen werden deutlich stabiler.

Darüber hinaus hat Silizium einen wichtigen Nebeneffekt. Es ist in der Lage, die Menge an Wasser, die Ihr Bindegewebe aufnehmen kann, deutlich  zu erhöhen. So wird das Bindegewebe elas­tischer. Für Ihre Knochen bedeutet das, dass sie nicht mehr so schnell brechen, wenn Sie stürzen oder sie anderweitig zu stark belasten.

Wie der Vitalstoff Sie vor Osteoporose schützt

Wie gut der Stoff Ihren Knochen hilft, zeigt eine Studie der Universität London/Großbritannien. Sie stammt aus dem Jahr 2008 und ist eine der ers­ten Untersuchungen, die sich mit der Wirkung von Silizium auf die menschlichen Knochen befasst:

Fast 200 Frauen nach den Wechseljahren nahmen daran teil. Sie bekamen entweder ein Scheinmedikament oder ein Mittel, das Silizium enthielt. Allen Frauen war gemeinsam, dass sie noch nicht unter Osteoporose litten, der Knochen-Stoffwechsel bei ihnen jedoch bereits erste Störungen aufwies.

Die Wissenschaftler zogen nach 1 Jahr Bilanz und erkannten, dass bei den Frauen, die ein Scheinmedikament erhielten, der Knochen-Stoffwechsel so nachgelassen hatte, dass sie nun tatsächlich unter Osteoporose ­lit­ten.

Anders sah es dagegen bei den Frauen aus, die Silizium bekommen hatten. Sowohl Knochendichte als auch die Menge des Kollagens in den Knochen hatten sich um 1/5 verbessert. Der Grund dafür: Der Vitalstoff hatte nicht nur  den Knochenabbau gestoppt, sondern auch  den Aufbau neuen Knochenmaterials angeregt.

So decken Sie mit Mineralwasser die Hälfte Ihres Bedarfs

Doch wie können Sie sich ausreichend mit Silizium versorgen? Sie brauchen normalerweise immerhin 40 mg pro Tag. Achten Sie daher darauf, dass Sie ein Mineralwasser trinken, das rund 20 mg Silizium/l enthält.

In diesen Wässern ist sogenannte Ortho-Kieselsäure enthalten. Diese kann Ihr Körper am besten verwenden: Sie nehmen hiervon bis zu 50% auf. So haben Sie über Ihr Trinkwasser schon einmal die Hälfte Ihres Tagesbedarfs gedeckt.

In den meisten Wässern ist diese Menge enthalten. Lesen Sie dennoch zur Sicherheit vor dem Kauf eben die Mineralien-Zusammensetzung.

Weitere 10% Ihres Bedarfs decken Sie über Obst und Gemüse, die fehlende Menge können Sie mit Getreide-Arten zuführen. Greifen Sie auf jeden Fall zu Vollkorn-Produkten. Denn Silizium befindet sich am Rand der ganzen Körner und wird entfernt, wenn Weißmehl hergestellt wird.

Das ist auch der Grund, warum viele Menschen zu wenig Silizium zu sich nehmen. Vollkorn-Produkte werden selten verzehrt, die Silizium-Aufnahme bleibt so auf der Strecke.

Warum Silizium nicht gleich Silizium ist

Zur Osteoporose-Vorbeugung sollten Sie Silizium zuführen. Achten Sie auch hier darauf, dass Sie zu Ortho-­Kieselsäure greifen. Organische Kiesel­säure ist  nicht geeignet: Ihr Körper kann hiervon im Schnitt maximal 20% aufnehmen.

Auch Präparate aus Ackerschachtelhalm oder die beliebten Kieselsäure-Gele sind nicht zu empfehlen, um den Tagesbedarf zu decken. Die auf diesen Präparaten angegebene Tagesdosis reicht also bei Weitem nicht aus, damit Sie das aufnehmen, was Sie dringend brauchen.

Sie können diese Präparate aber verwenden, wenn Sie unter  Magen-Darm-Erkrankungen leiden. Denn diese Mittel binden die Krankheits-Erreger im Magen-Darm-Bereich und beschleunigen so deren Abtransport. Sie können diese Präparate also immer im Haus haben: als 1. Hilfe gegen die nächste  Magen-Darm-Grippe.

Um sich ausreichend mit der richtigen Kieselsäure zu versorgen, können Sie z. B. zu Bio-Sil® greifen. Hiervon nehmen Sie dann 3 – 6 mg, das sind 3 – 6 Tropfen des Präparats. Geben Sie diese in ein Wasser, das Sie vor Ihrer Hauptmahlzeit trinken.

Allerdings sollten Sie Ihre Kieselsäure zur Osteoporose-Vorbeugung mit 1.000 I. E. Vitamin D und 1 g Kalzium pro Tag kombinieren. So halten Sie Ihre Knochen stark. Angst vor Nebenwirkungen müssen Sie bei der Einnahme von Kieselsäure übrigens nicht haben. Ein Zuviel wird umgehend mit dem Urin wieder aus Ihrem Körper ausgeschieden.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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