Osteoporose: Zöliakie als Verursacher
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Wenn bei Ihnen eine Osteoporose (Knochenschwund) festgestellt wurde, sollten Sie sich auf eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) untersuchen lassen. Denn nach einer aktuellen Untersuchung der Universität Washington ist bei ca. 4 % der Patienten mit krankhaftem Knochenschwund eine unentdeckte Glutenunverträglichkeit die Ursache für die Osteoporose.
Das geht aus einer Studie an 840 Männern und Frauen hervor, die die US-Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine im Februar 2005 vorstellte. Wie der Leiter der Studie, Dr. William Stenson, erläuterte, verhindert die Zöliakie, die zu einer chronischen Entzündung der Darmschleimhaut führt, die Aufnahme von Kalzium und Vita-min D im Darm. Durch eine glutenfreie Ernährung – v. a. durch Verzicht auf Weizenprodukte – könne der Knochenschwund binnen eines Jahres in beeindruckender Weise rückgängig gemacht werden, erläuterte Dr. Stenson . Daher empfiehlt er allen Osteoporosepatienten, bei ihrem Hausarzt einen Bluttest auf Antikörper gegen Gluten machen zu lassen. Viel zu wenig sei nämlich bekannt, dass eine Zöliakie jahrzehntelang praktisch symptomlos verlaufe, bis schließlich eine Osteoporose auftrete.
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