Osteoporose: Vorsicht
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Wenn Sie sich das Handgelenk brechen, werden Sie aller Voraussicht nach einen Gipsverband brauchen. Aber damit nicht genug - Ihr Arzt sollte Sie zusätzlich auf mögliche medizinische Ursachen für Ihren Knochenbruch untersuchen.
Die häufigste Ursache für Knochenbrüche ist Osteoporose. An dieser Krankheit, bei der die Knochendichte abnimmt, wird bis zum Jahr 2020 schätzungsweise jeder zweite Amerikaner über 50 Jahre erkranken oder ein erhöhtes Risiko dafür tragen. Diese Schätzung veranlasste den US-amerikanischen Gesundheitsminister dazu, den ersten Bericht über die Knochengesundheit abzugeben. Der Bericht betont, dass selbst ein unbedeutender Bruch ein eindeutiger Warnhinweis für ein durch die Abnahme der Knochendichte bedingtes, erhöhtes Knochenbruchrisiko darstellt.
In Europa gibt es jedes Jahr 400.000 Hüftgelenksfrakturen (Knochenbrüche des Oberschenkelhalses), 270.000 schmerzhafte Wirbelbrüche und 340.000 Unterarmbrüche. Diese Zahlen nehmen mit steigendem Alter der Bevölkerung zu. So wird zum Beispiel die Zahl der Hüftgelenksbrüche bis 2025 um 60% steigen, was dann allein 650.000 Schenkelhalsbrüche in Europa bedeutet. In der EU belegen Osteoporose-Patienten über 500.000 Krankenhausbettentage pro Jahr. Diese Zahl wird sich in den nächsten 50 Jahren verdoppeln. Auch wenn viele Menschen davon ausgehen, dass Osteoporose vor allem ein Problem älterer Frauen ist, kann diese Krankheit auch Männer betreffen. In Deutschland haben derzeit etwa 6 Millionen ältere Patienten eine Osteoporose.
Nach den neuesten Gesundheitsempfehlungen sollte die Knochendichte bei allen Frauen nach den Wechseljahren bzw. denen, die über 65 Jahre sind, bestimmt werden. Das gilt auch für jüngere Frauen mit einem erhöhten Osteoporose-Risiko. Außerdem sollten Männer und Frauen auf verminderte Knochendichte untersucht werden, die aufgrund einer nurgeringfügigen Verletzung einen Knochenbruch erlitten haben. Ebenso sollte alle Erwachsenen, die an entsprechenden Erkrankungen leiden oder Medikamente einnehmen, welche das Knochenbruchrisiko erhöhen, regelmäßig untersucht werden.
Die Ärzte der Mayo Clinic empfehlen allen Personen, auf die die oben genannten Kriterien zutreffen, ihren Arzt auf eine Knochendichtemessung anzusprechen. Ferner weisen die Ärzte der Mayo Clinic darauf hin, dass die Gesundheit der Knochen von vielen Faktoren abhängt. Dazu zählt neben der ausreichenden täglichen Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr auch regelmäßige körperliche Aktivität.