Osteoporose: Neues Medikament kurz vor Zulassung
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Frauen jenseits der Wechseljahre können jetzt eine neue Möglichkeit in Betracht ziehen, um der Knochenschwunderkrankung (Osteoporose) vorzubeugen.
Raloxifen ® kam im Januar in den USA auf den Markt und steht nach Auskunft des Herstellers (Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg) auch in Deutschland kurz vor der Zulassung. Das verschreibungspflichtige Medikament ahmt die knochenerhaltenden Wirkungen des Östrogens nach, weist aber einige von dessen Nebenwirkungen nicht auf.
Die Hormonersatztherapie mit Östrogen war die Standardtherapie für Gesundheitsprobleme der Frau während und nach den Wechseljahren. Die Hormonersatztherapie kann postmenopausale Beschwerden vermindern, Osteoporose verhüten und behandeln sowie das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung senken. Jedoch kann die Hormontherapie ein Spannungsgefühl in den Brüsten und Gebärmutterblutungen hervorrufen und das Risiko von Brust- und Gebärmutterkrebs erhöhen.
Im klinischen Versuch hat Raloxifen die Knochendichte bei Frauen um 2% bis 3% erhöht (Östrogen erhöht normalerweise die Knochendichte um 5% bis10%). Raloxifen scheint nicht das Risiko von Brust- und Gebärmutterkrebs scheint zu erhöhen oder ein Spannungsgefühl in den Brüsten und Gebärmutterblutungen zu verursachen. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob Raloxifen – wie Östrogen – in der Lage ist, Knochenbrüchen vorzubeugen und vorteilhaft auf die Herzkranzgefäße und die Gesundheit wirkt. Im Gegensatz zu Östrogen kann Raloxifen Hitzewallungen nicht unterdrücken oder das Dünnerwerden der Scheidenwand verhindern.
Zu den Nebenwirkungen von Raloxifen können Hitzewallungen oder Beinkrämpfe gehören. Das Risiko einer Blutgerinnselbildung entspricht etwa dem einer Hormontherapie.