Osteoporose: Neue Medikamente
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Das neue Medikament Raloxifen (Evista ®) ist in der Endphase der klinischen Prüfung zur Zulassung durch die amerikanische Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA). Bewertet wird seine Eignung als neues Osteoporose-Medikament, das ähnlich wie das Hormon Östrogen wirken soll, ohne dessen unerwünschte Nebenwirkungen hervorzurufen.
Eine Hormontherapie mit einem Östrogenpräparat wird Frauen oft in den Wechseljahren verschrieben, da die körpereigene Östrogenmenge in dieser Lebensphase stark abnimmt. Die Hormontherapie lindert die Beschwerden der Wechseljahre und kann auch eine gewisse Schutzwirkung in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose (Verminderung des Knochengewebes ohne Veränderung der Gesamtform) entfalten. Allerdings können oder wollen viele Frauen sich keiner Hormontherapie unterziehen, da diese das Risiko für Brust- und Gebärmutterkrebs erhöht und ein Spannungsgefühl in der Brust sowie Blutungen der Gebärmutter hervorrufen kann.
Studien haben gezeigt, daß Raloxifen, ähnlich dem Östrogen, dem Knochenschwund vorbeugen und auch die Blutfette senken kann. Im Gegensatz zu Östrogen verursacht es kein Spannungsgefühl oder Blutungen. Da Raloxifen für die Behandlung von Brustkrebs entwickelt wurde, wird vermutet, daß es möglicherweise auch das Risiko einer Brustkrebserkrankung senken könne. Die stärkste Nebenwirkung von Raloxifen scheint bei einigen Frauen Hitzewallung zu sein.
Bisher wurden Raloxifen und Östrogen in klinischen Studien noch nicht direkt verglichen, und es ist auch noch nicht geklärt, ob Raloxifen genauso wirksam in der Verhütung und Behandlung der Osteoporose ist wie Östrogen.
Sollte Raloxifen in den USA von der FDA zugelassen werden, wird es nur auf Rezept erhältlich sein. Der Hersteller von Raloxifen plant, das Präparat noch in diesem Jahr auch in Deutschland einzuführen.
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