Osteoporose: Neue Behandlungsmöglichkeiten
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Osteoporose ist eine der Krankheiten, bei denen die meisten Menschen bis zu dem Zeitpunkt nicht wissen, dass sie daran erkrankt sind, bis sie sich eines Tages einen Knochen brechen. Von einer Abnahme von Knochenmasse in Folge einer Osteoporose sind in Deutschland bis zu 8 Millionen Menschen betroffen.
Nach einem Report, der von der EU in Brüssel veröffentlicht wurde, ist europaweit in den vergangenen 3 Jahren die Anzahl der durch Knochenschwund verursachten Knochenbrüche um etwa 25% gestiegen. Zugleich sind auch die durch die Erkrankung ausgelösten Kosten um 33% hochgeschnellt. Es wird geschätzt, dass sich im Einzugsbereich der EU-Staaten die Zahl der Osteoporose-Patienten innerhalb der nächsten 20 Jahre verdoppeln wird.
Nach einer Studie vom Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) belaufen sich in Deutschland die durch Osteoporose verursachten Kosten jährlich auf 5,4 Mrd. Euro. Betroffen sind nach Angaben von IGES 6,5 Mio. Frauen und 1,3 Mio. Männer.
Zur Behandlung von Osteoporose steht den Ärzten eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung. Einige davon eignen sich mehr für Frauen, andere wiederum können sowohl Männern als auch Frauen bei der Prävention und Behandlung dieser Erkrankung helfen.
Knochen werden ständig auf-und abgebaut
Knochen unterliegen einem kontinuierlichen Umbau. Im Allgemeinen erreichen die Knochen in den Mittdreißigern die maximale Knochendichte. Danach werden die Umbauprozesse zwar fortgesetzt, es verschiebt sich aber das Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau. Mit zunehmendem Alter verlieren Sie langsam, aber stetig mehr Knochenmasse als Sie aufbauen.
Deutlicher Verlust der Knochenmasse bei Frauen nach den Wechseljahren
In den Wechseljahren nimmt die Knochenmasse bei Frauen bedingt durch den plötzlichen Abfall des Östrogenspiegels dramatisch ab. Männer haben den Vorteil, dass sie in der Regel ein schwereres Skelett haben. Ihre Knochen sind generell größer und stabiler und neigen weniger dazu, zu brechen. In der Tat ist die Wahrscheinlichkeit, einen osteoporosebedingten Bruch zu erleiden, bei Frauen dreimal so hoch wie bei Männern.
Im Alter von 65 oder 70 Jahren ist die Rate des Knochenmasseverlustes bei beiden Geschlechtern ähnlich. Die vom Sonnenlicht angeregte Produktion von Vitamin D in der Haut nimmt mit zunehmendem Alter ab. Zudem wird das Calcium im Dünndarm nicht mehr so gut resorbiert und kann auch nicht mehr so effizient von den Nieren zurückgehalten werden.
Bei den 75-Jährigen oder älteren sind Männer und Frauen in gleichem Maße von Osteoporose betroffen. Allerdings haben Frauen ein höheres Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden, da bei ihnen die Krankheit in diesem Alter schon weiter fortgeschritten ist. Außerdem verfügen sie über kleinere Knochen und verlieren über einen längeren Zeitraum ihre Knochenmasse.
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