Osteoporose: Häufiger bei Kriegsgeneration?
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Osteoporose
GNL5356
Experten sagen, wir alle würden Osteoporose bekommen, wenn wir nur alt genug würden, um sie zu erleben. Sie sind sich aber auch einig, daß die Grundlagen in der Kindheit und Jugend gelegt werden, wenn sich das Knochengerüst aufbaut. So betrachtet, ist Osteoporose eine Kinderkrankheit, deren Auswirkungen sich je nach Veranlagung und Lebensführung im Alter oder sogar schon in den mittleren Lebensjahren zeigen.
Daß Frauen, die heute ab Mitte 50 sind, in puncto Osteoporose von vornherein einen Nachteil haben, liegt auf der Hand. Als sie Kinder waren, war Kriegs- und Nachkriegszeit mit einer schlechten Ernährungslage und wenig mineralstoffreichen Milchprodukten. Deshalb gelten sie als besonders gefährdet.
Andererseits hatten sie damals noch keine Gelegenheit, sich mit Kalziumräubern wie Süßigkeiten und Coca-Cola zu füttern und ihre Freizeit überwiegend im Sitzen zu verbringen. Das sind Faktoren, die schon in Jugendzeiten zu osteoporotischen Veränderungen führen können, wie Studien aus den USA zeigen.