MenüMenü

Osteoporose bei Männern

Obwohl Osteoporose hauptsächlich bei Frauen vorkommt, betrifft die Erkrankung ein Drittel der Männer über 75 Jahre. Jenseits des 65. bis 70. Lebensjahres ist die Knochenschwundrate bei Männern und Frauen etwa gleich. Während die Hüftgelenkbrüche in dieser Altersgruppe bei Frauen häufiger auftreten, verlaufen sie bei Männern schwerer. Bei Männern fällt die Todesrate innerhalb eines Jahres nach einem Bruch der Hüfte um 26 Prozent höher aus als bei Frauen.

Als Warnsymptome bei Männern gelten unter anderem eine Veränderung der Körperhaltung oder plötzliche Rückenschmerzen. Die häufigsten Anlässe, bei Männern eine Osteoporose zu diagnostizieren, sind Knochenbrüche und die Verminderung der Körperlänge.

Risikofaktoren

Exzessives Rauchen oder Trinken stellen bedeutende Risikofaktoren bei Männern dar. Außer diesen weisen Männer viele gleiche Risikofaktoren wie Frauen auf:

  • Einnahme von Medikamenten, die den Knochenabbau beschleunigen
  • Bewegungsmangel
  • ungenügende Kalziumaufnahme
  • Erkrankungen oder Operationen an Magen, Darm, Nieren oder Lunge
  • niedriger Testosteronspiegel

Vorsorge und Behandlung

Zu den Vorsorgestrategien gehören eine ausreichende Vitamin-D- und Kalziumzufuhr sowie körperliche Bewegung. Der Alkoholkonsum sollte zwei Gläser täglich nicht überschreiten. Darüber hinaus konzentriert sich die Therapie auf die Diagnose und Behandlung der Ursache.

Wenn beispielsweise steroidhaltige Medikamente als Ursache in Betracht kommen, verhindert ein Wechsel des Medikaments einen fortgesetzten Knochenschwund. Wenn man keine Ursache findet, bleibt die optimale Behandlung der Osteoporose bei Männern ungeklärt.

Machen Sie den Test!

Ungefähr jeder siebte Mann erkrankt in seinem Leben an Knochenschwund. Kam es einmal zu Knochenschäden, lassen sich diese nicht rückgängig machen. Dauerhafte Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können die Folgen sein. 

Der folgende Fragebogen verrät Ihnen, ob Sie als Mann möglicherweise unter Osteoporose leiden. Müssen Sie eine der folgenden Fragen mit „ja“ beantworten, sprechen Sie möglichst bald mit Ihrem Arzt darüber.

Haben Sie sich schon einmal aus heiterem Himmel einen Knochen gebrochen?janein
Mussten Sie schon einmal länger als sechs Monate Kortison einnehmen?janein
Hat sich Ihre Körpergröße in den letzten Jahren um mehr als fünf Zentimeter verringert?janein
Hatten Sie jemals eine Magenoperation?janein
Wissen Sie von Verwandten, die an Osteoporose erkrankt sind?janein
Deutet sich bei Ihnen ein Testosteronmangel an, etwa durch zurückgehenden Bartwuchs?janein
Haben Sie immer wieder starke Rückenschmerzen?janein
Hat sich an Ihrem Rücken ein Buckel gebildet?janein
Hatten Sie jemals eine langwierige Erkrankung Ihrer Schilddrüse, der Nieren, des Darms oder eine rheumatische Erkrankung wie etwa Morbus Bechterew?janein
Hatten Sie jemals eine langwierige Erkrankung Ihrer Schilddrüse, der Nieren, der Nebennieren, des Darms oder eine rheumatische Erkrankung wie zum Beispiel Morbus Bechterew?janein
Haben Sie in Ihrem Leben irgendwann stark geraucht oder sehr viel Alkohol getrunken?janein
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten