Osteoporose: Entstehung
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Wie entsteht Osteoporose?
1. Durch zu geringen Knochenaufbau
Ihre Knochen werden ständig auf- und wieder abgebaut. Im Laufe Ihres Lebens bilden sich in Ihren Knochen feinste Risse. Daher muss hier fortwährend repariert werden, um größere Schäden zu vermeiden. Knochenmaterial, das im Laufe der Zeit verschlissen ist, wird abgetragen, dafür wird neues wieder eingebaut. Rund 400 mg Kalzium und Kollagenmasse werden so jeden Tag aus Ihren Knochen herausgebaut. Verantwortlich für die Entsorgung alten Knochenmaterials sind die Osteoklasten. Der Gegenpart sind die Osteoblasten. Diese bauen die Knochenmasse wieder neu auf. Rund 20 Hormone steuern den geregelten Auf- und Abbau. Sowohl Schilddrüsenhormone als auch Insulin oder die Sexualhormone Östrogen und Testosteron sind an diesem Prozess beteiligt. Dadurch ist die Knochenmasse aber auch so anfällig. Denn wenn nur ein Hormon in diesem Zusammenspiel in zu geringer oder zu großer Menge vorhanden ist, gerät das ganze System ins Wanken. Es wird nicht mehr genügend Knochenmasse aufgebaut – die Folge ist Osteoporose.
Frauen haben ein größeres Osteoporose-Risiko als Männer, da sie durch die Wechseljahre einen stärkeren Abfall in Ihrem Hormonspiegel haben als Männer. Bei Frauen sinkt der Östrogenspiegel um 40 %. Aber auch beim Mann geht der Testosteronspiegel im Alter zurück und damit ist die Knochengesundheit bedroht. Behalten Sie als Mann daher ebenfalls unbedingt Ihre Knochengesundheit im Auge.
2. Durch zu starken Knochenabbau
Osteoporose kann aber nicht nur durch einen fehlenden Knochenaufbau, sondern auch durch zu großen Knochenabbau ausgelöst werden. Dieser kommt zustande, wenn Sie längere Zeit Cortison einnehmen müssen. Betroffen sind Sie also zum Beispiel als Rheuma-, Asthma- oder Allergiepatient. Bei einer länger andauernden Behandlung mit Cortison sollten Sie sich von Ihrem Arzt Medikamente verschreiben lassen, die Ihre Knochen schützen.
Darüber hinaus kann es zur Osteoporose kommen, wenn Sie unter einer Schilddrüsenüberfunktion leiden. Schilddrüsenhormone sind am Knochenaufbau beteiligt und müssen deshalb in der richtigen Menge im Körper vorhanden sein. Daher sollten Sie in regelmäßigen Abständen auch Ihre Schilddrüse untersuchen lassen.
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