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Behandlung der Osteoporose

Die Östrogentherapie stellt nicht nur den besten Weg dar, Osteoporose bei Frauen zu verhindern, sondern auch die Krankheit zu behandeln. Wenn Sie Östrogen nicht einnehmen können oder wollen, verlangsamen zwei verschreibungspflichtige Medikamente den Knochenschwund. Sie verbessern im Laufe der Zeit die Knochendichte.

Bisphosphonate

Ähnlich wie Östrogen hemmt diese Medikamentengruppe den Knochenabbau, erhält Knochenmasse und steigert die Knochendichte in Wirbelsäule und Hüfte. Das neueste und bekannteste dieser Medikamente ist Alendronat. Studien zeigen, dass es das Risiko von Knochenbrüchen der Hüfte und der Wirbelsäule um 50 Prozent reduziert. Die Food and Drug Administration erweiterte vor kurzem ihre Zulassung für Alendronat. Sie umfasst seine Verwendung sowohl zur Vorbeugung der Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren als auch zur Behandlung einer bestehenden Osteoporose. Auch in Deutschland ist dieses Medikament zugelassen.

Alendronat ist im Allgemeinen bei richtiger Annahme unbedenklich. Es verursacht unter Umständen Übelkeit, Bauchschmerzen und ernstere Nebenwirkungen bei inkorrekter Einnahme. Biphosphonate sind keine Hormone. Sie verhindern nicht Hitzewallungen und reduzieren nicht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie das Östrogen. Sie verursachen keine Spannungsgefühle in den Brüsten oder Gebärmutterblutungen, die bei Östrogen-Einnahme unter Umständen auftreten.

Kalzitonin

Kalzitonin bezeichnet ein Hormon, das in der Schilddrüse entsteht. Es hemmt die Tätigkeit der Osteoklasten (knochenabbauende Zellen), verlangsamt den Knochenschwund und beugt Wirbelbrüchen vor. Dieses Medikament lindert Schmerzen nach einem Bruch.

Kalzitonin kommt üblicherweise bei Personen mit Osteoporose zum Einsatz, die ein hohes Knochenbruchrisiko aufweisen und nicht Östrogen oder Bisphosphonate einnehmen. Das Medikament ist als Spritze und Nasenspray verfügbar. Das Nasenspray reizt unter Umständen die Nasenschleimhaut. Andere Nebenwirkungen sind Übelkeit und Hautausschlag, aber sie treten selten auf.

Konzentrieren Sie sich auf die Vorbeugung

Ärzte und Wissenschaftler deckten im letzten Jahrzehnt viele der Geheimnisse auf, wie der Körper Knochen bildet und abbaut. Sie entdeckten neue Wege, Knochenschwund in seinen frühesten Stadien zu erkennen. Darüber hinaus entwickelten sie neue Medikamente, um diesem Schwund vorzubeugen und ihn zu behandeln.

Bei Osteoporose verlangsamen diese Medikamente Knochenschwund und verhindern Knochenbrüche. Diese bedrohen nicht nur Ihre Beweglichkeit, sondern auch Ihre Unabhängigkeit und sogar Ihr Leben. Wenn Ihr Ziel die Vorbeugung gegen Osteoporose ist, warten Sie nicht auf eine Fehlhaltung als Zeichen eines bereits eingetretenen Schadens. Gerüstet mit Wissen und einer Reihe von Vorbeugungsstrategien erhalten Sie Ihre Knochen lebenslang.

Osteoporose-Medikament macht Knochenverlust rückgängig

Die Zulassung eines neuen Osteoporose-Medikaments zeichnet sich ab. Der neue Wirkstoff bekämpft den Knochenverlust mit einem anderem Wirkmechanismus als alle bisherigen. Er verlangsamt nicht wie andere Medikamente den Verlust an Knochenmasse. Vielmehr regt es das Knochengerüst an, neue Knochensubstanz aufzubauen. Die Osteoklasten bauen die Knochen trotz ihrer Härte kontinuierlich ab. Anders spezialisierte Zellen (Osteoblasten) bauen dagegen kontinuierlich Knochenmasse auf. Alle bisher zur Behandlung von Osteoporose zugelassenen Wirkstoffe beeinflussen die Osteoklasten, um den Knochenabbau zu verlangsamen. Die Struktur des neuen Medikaments Teriparatid leitet sich von der des Nebenschilddrüsenhormons ab und wirkt auf die knochenaufbauenden Osteoblasten.

Eine am 10. Mai 2001 im New England Journal of Medicine erschienene Studie belegte, dass tägliche Injektionen des Wirkstoffs die Knochendichte der Wirbelsäule im Vergleich zum Placebo um 13 Prozent erhöhten. Das Risiko neuer Wirbelsäulenbrüche sank dadurch um 69 Prozent, das anderer Brüche um die Hälfte. Die Ärzte der Mayo Clinic halten die durch Teriparatid erzielten Veränderungen der Knochendichte für beachtlich.

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