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Nackenschmerzen Ursachen

Sie haben Nackenschmerzen – und das schon seit 1 Woche. Haben Sie zu lange an der Nähmaschine oder an Ihrer Werkbank gearbeitet? Oder ist es etwas Ernsteres?

Nackenschmerzen haben viele Ursachen. Sie sind selten Zeichen einer ernsten Erkrankung. Normalerweise können Sie die Schmerzen mit einfachen Mitteln lindern. Aber gelegentlich können Nackenschmerzen auch Symptom einer ernsteren Erkrankung sein. Sie sollten die Gefahrenzeichen kennen.

Auf die richtige Haltung kommt es an

Im Idealfall sollte der Kopf oben auf dem Nacken ruhen wie ein Golfball auf seiner Abschlagstelle. Bei den meisten Menschen ist das jedoch nicht so.

Wir leben in einer vorwärts strebenden Welt. Die Augen, die Ohren – die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen – alles ist nach vorn gerichtet. Egal, ob Sie am Schreibtisch sitzen und diesen Gesundheits-Brief lesen, oder gerade spazieren gehen: Ihr Kopf ist in der Regel nach vorn geneigt.

Das Gewicht Ihres Kopfes gleicht eher dem einer Bowlingkugel als dem eines Golfballs. Halten Sie ihn vornüber gebeugt, werden die Muskeln des Nackens und des oberen Rückens angespannt. In dieser Haltung ermüden die Muskeln schnell, und allzu oft folgen auch Nackenschmerzen.

Muskelverspannungen und eingeklemmte Nerven sind häufig die Ursache für Nackenschmerzen

Nackenschmerzen sind häufig die Folge von:

  • Verspannten Muskeln – Überanstrengung zum Beispiel bei langen Autofahrten ohne ausreichende Pausen, ist häufig die Ursache. Die Nackenmuskeln ermüden und verspannen sich – insbesondere an der Rückseite des Nackens

 

Werden die Nackenmuskeln häufig überanstrengt, so können sich daraus chronische Schmerzen entwickeln. Wenn die Muskeln ermüden, tragen die Halswirbelknochen und die Bandscheiben (die weichen Kissen zwischen den Wirbelkörpern) eine größere Last. Auf Dauer können sich Nerven im Nackenbereich einklemmen und die Symptome einer bereits bestehenden Arthrose (Gelenkverschleiß) verstärken. Eine Überbeanspruchung der Muskeln kann auch die Folge eines Unfalls sein.

  • Eingeklemmte Nerven– Hält die Überbeanspruchung lange an, so kann ein Nerv eingeklemmt werden. Auch altersbedingte körperliche Veränderungen können dazu führen. Mit zunehmendem Alter können die Bandscheiben eintrocknen. Dadurch verkleinern sich die Zwischenräume zwischen den Wirbelknochen, an denen die Nervenwurzeln austreten. Menschen jeder Altersgruppe können einen Bandscheibenvorfall erleiden, oft auch als Nebeneffekt einer Muskelermüdung und -überbeanspruchung. Dabei tritt durch den äußeren harten Mantel der Bandscheibe das innere gelartige Material heraus. Dadurch werden benachbarte Nerven gereizt.

Andere Gewebe und knöcherne Auswüchse können ebenfalls auf die Nerven an deren Austrittsstellen an der Wirbelsäule drücken und dadurch Schmerzen verursachen.

Bei schwerwiegenden Ursachen strahlen die Schmerzen oft aus

Obwohl die meisten Nackenschmerzen harmlos sind, können sie auch Anzeichen einer schwereren Erkrankung sein. So können Schmerzen im Nacken ihre Ursache in Störungen an ganz anderen Stellen im Körper haben. Beispielsweise führen Schulterverletzungen und -schmerzen mitunter zur Verspannung nahe gelegener Nackenmuskeln. Andere Erkrankungen, bei denen ein solcher „fortgeleiteter“ Nackenschmerz auftreten kann, sind unter anderem die rheumatoide Arthritis (eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung) und verwandte Erkrankungen.

Schmerzt der Nacken beim Essen, so kann dies auf eine Erkrankung der Speiseröhre hinweisen. Ein pochender Nackenschmerz oder Schmerzen mit und auch ohne gleichzeitigen Druck im Brustkorb können durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgelöst werden. Nackenschmerzen, die sich bei Nacht verschlimmern oder zusammen mit Fieber oder Gewichtsverlust auftreten, können zudem auf einen Tumor oder eine Infektion hinweisen.

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