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Triggerpunkte: So beseitigen Sie die Ursachen von Muskelschmerzen

Muskelverhärtungen entstehen, wenn sich die Fasern eines Muskels unter dauerhafter Belastung zusammenziehen und nicht mehr entspannend verlängern. Dadurch werden die feinen Blutgefäße im Muskel abgedrückt, was zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führt. Gleichzeitig können die Stoffwechselgifte nicht mehr ausreichend abtransportiert werden. Durch den gestörten Stoffwechsel im Muskel bilden sich wulstartige oder knotige Verdickungen (Myogelosen) einzelner Muskelfaserstränge, die tastbar und druckempfindlich sind.

Seniorin mit Muskelverspannung© Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia

Ursachen für schmerzhaft verhärtete Muskeln

  • Fehlhaltungen (z. B. bei langem Sitzen in einer Position)
  • Haltungsfehler (z. B. Rundrücken, Hohlkreuz)
  • Überbelastung der Muskeln (z. B. durch harte körperliche Arbeit)
  • einseitige Bewegungen (z. B. am Computer)
  • Stress
  • Bewegungsmangel

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  • Zugluft

Wenn Haltungsschäden und einseitige Muskelbeanspruchungen die Ursache für Ihre Schmerzen sind, helfen Ihnen gymnastische Übungen beim Physiotherapeuten und eine Ergotherapie. Hier lernen Sie, Ihren Arbeitsplatz und Ihre Arbeitsabläufe so zu gestalten, dass die Muskulatur nicht schädigend belastet wird. Beide Therapien werden von der Krankenkasse erstattet.

Akupunktur und Neuraltherapie lösen Muskelblockaden

Auch eine Akupunkturbehandlung wird bei Rückenschmerzen von der Krankenkasse bezahlt. Durch das Nadeln der Triggerpunkte (verkrampfte Zonen im Muskel) wird der blockierte Energiefluss im Muskel wieder frei. Diese Punkte werden auch bei einer Neuraltherapie mit einem lokalen Betäubungsmittel (z. B. Procain) behandelt.

Schröpfen verbessert die Sauerstoffversorgung im Gewebe

Durch das Aufsetzen von Schröpfköpfen entsteht im darunter liegenden Gewebe ein Unterdruck, der die Durchblutungsverhältnisse im Muskel verbessert. Durch eine Schröpfkopfmassage können zusätzlich im Bindegewebe abgelagerte Stoffwechselgifte gelöst und mit dem Lymphfluss abtransportiert werden.

Auch Rosmarinöl erhöht die Durchblutung im Muskel und wirkt entspannend. Reiben Sie die schmerzende Stelle daher einmal täglich mit einem rosmarinhaltigen Präparat (z. B. Rosapinol® Salbe, Rosmarin-Salbe Weleda®, Dolocyl® Öl) ein.

Wärmeanwendungen lösen Muskelverspannungen

Heiße Rolle: Falten Sie ein Küchenhandtuch und zwei Frottierhandtücher jeweils in der Mitte zur kurzen Seite hin. Wickeln Sie das gefaltete Küchenhandtuch zu einer straffen Rolle und die Frottierhandtücher leicht versetzt um die Rolle herum. Gießen Sie in den so entstandenen Trichter kochendes Wasser und legen Sie die heiße Rolle 15 Minuten lang auf die schmerzende Stelle.

Kirschkernsäckchen: Erwärmen Sie ein kleines Kirschkernsäckchen (aus der Apotheke oder dem Bioladen) bei 100 °C im Backofen und fixieren Sie es anschließend mit Klebeband auf dem verhärteten Muskel. Wenn Sie über Nacht auf dem Säckchen schlafen, profitieren Sie zusätzlich von einem Massageeffekt.


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Dehnübungen: Lockern Sie die verspannten Muskeln

  • Schultermuskeln dehnen: Stehen Sie mit Hüftbreit auseinanderstehenden Füßen gerade und legen Sie Ihre rechte Hand zwischen die Schulterblätter. Greifen Sie mit der linken Hand über den Kopf und ziehen Sie den rechten Ellbogen sanft nach hinten. Halten Sie die Spannung 30 Sekunden und wechseln Sie dann die Seiten.
  • Rückenmuskeln dehnen: Legen Sie sich flach auf den Bauch und verschränken Sie die Arme unter dem Kinn. Heben Sie nun den Oberkörper an und halten Sie die Spannung, während Sie bis 30 zählen. Senken Sie den Oberkörper wieder ab.
  • Rückenmuskeln kräftigen: Legen Sie sich auf den Bauch und heben Sie den Oberkörper leicht an. Strecken Sie die Arme gerade nach außen und kreisen Sie auf Schulterhöhe abwechselnd nach vorne und nach hinten.

Wiederholen Sie jede Übung zehnmal und üben Sie möglichst täglich einmal.

Triggerpunkte: Der Schlüssel zur Schmerzlinderung

Wenn Sie immer wieder von Schmerzen im Rücken, Schultern, Knien oder anderen Körperteilen geplagt werden, haben Sie sicher schon einiges dagegen unternommen. Sie waren bei verschiedenen Ärzten, haben Untersuchungen über sich ergehen lassen oder Schmerztabletten geschluckt, aber geholfen hat alles nicht. Vielleicht haben Sie sogar schon daran gedacht, sich operieren zu lassen. Zum Glück gibt es eine Möglichkeit, den meisten dieser chronischen Muskel- und Gliederschmerzen den Garaus zu machen – ohne Arzneimittel und ohne Operation: durch einfache Massage, die Sie selbst zu Hause anwenden können.

Der Schlüssel zur Schmerzlinderung sind Triggerpunkte, kleine Knötchen in der Muskulatur, die bei Belastung oder Überbeanspruchung entstehen können. Muskelfasern ziehen sich an diesen Stellen zusammen und verhärten. Dadurch wird die Durchblutung und Sauerstoffversorgung in diesem Bereich verringert, was wiederum die Nervenfasern reizt und so die Schmerzen verursacht.

Trigger lösen 3/4 aller Muskel- und Gelenkschmerzen aus

Die Knötchen bezeichnet man als Trigger (Auslöser), weil sie selbst meist nicht schmerzen, sondern an anderen Stellen im Körper Schmerzen auslösen. Ärzte an amerikanischen Schmerzkliniken haben herausgefunden, dass etwa 75 Prozent aller Muskel- und Gelenkschmerzen ihre Ursache in diesen Triggerpunkten haben. Von Hausärzten werden sie als Schmerzverursacher oft übersehen, da diese sich meist auf die Behandlung der schmerzhaften Region konzentrieren und die abgelegenen Triggerpunkte nicht beachten. Die Triggerpunktmassage setzt hier an und fördert durch mechanischen Druck von außen die Durchblutung und damit die Heilung.

Der Thera Cane

In den USA haben Schmerzpatienten gute Erfahrungen mit dem Thera Cane gemacht, einem Rundstab mit knotenartigen Verdickungen. Mit ihm können Sie selbst bei eingeschränkter Beweglichkeit Ihre Triggerpunkte erreichen und massieren. Sie können Thera Cane im Internet direkt beim Hersteller in den USA bestellen.

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