MenüMenü

Muskelkater nach der Massage

Unglaublich, aber es gibt ihn wirklich: den Muskelkater nach einer Massage. Muskelkater stellt ein Phänomen dar, das man jahrelang mit einer Übersäuerung des Muskels erklärte. Heute reden die Wissenschaftler von einer „Mikrotraumatisierung“ der Muskelfasern, bei der minimale Risse im Gewebe entstehen. In diese feinsten Risse dringt Wasser ein und es bilden sich kleine Ödeme. Die Muskelfaser schwillt dadurch an und der Schmerz entsteht durch den Druck im Gewebe.

Mögliche Theorien

Was den Muskelkater nach einer Massage betrifft, so existieren im Wesentlichen drei Theorien:

  1. Eine Massage regt den Körper dazu an, Schlackstoffe abzutransportieren. Diese Gewebeanregung kann zu Muskelkater führen, wenn auch nicht so schlimm wie nach einer sportlichen Beanspruchung. Das löst Muskelkater-ähnliche Symptome aus.
  2. Eine andere Theorie besagt, dass man mit einer Massage unter Umständen so etwas wie eine „künstliche Entzündung“ hervorruft. Man gaukelt dem Muskel durch verschiedene Massagearten und Druck auf bestimmte Stellen eine Entzündung vor. Dies führt dazu, dass der Muskel diese „Entzündung“ bekämpft. Das tut weh.
  3. Eine weitere Erklärungsmöglichkeit besagt, dass man manche Verspannungen lediglich durch „Provozieren neuer Verspannungen“ löst. Man lässt den Muskel arbeiten, um eine Verspannung zu lösen. Diese Arbeit ist er aber nicht gewohnt, wodurch ein neuer Muskelkater entsteht.

Welche der derzeit diskutierten Theorien auch zutrifft: Nach spätestens ein bis zwei Tagen ist der Massage-Muskelschmerz verschwunden. Das ist zumindest tröstlich.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten