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Zu viel Vitamin A als Ursache?

Die britische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit warnte vor einer zu hohen Vitamin-A-Zufuhr. Eine Überdosierung von Vitamin A führe zu einer erhöhten Brüchigkeit der Knochen. Aus dem Grund sollten besonders Frauen nach der Menopause und Senioren täglich nicht mehr als 1,5 mg Vitamin A zu sich nehmen.

Was passiert mit Vitamin A im Körper?

Vitamin A kommt nur in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs vor, vor allem in der Leber (100 g Kalbsleber enthalten 30 mg). Pflanzliche Vitamin-A-Lieferanten wie Möhren, Spinat und Mangold liefern dagegen eine unschädliche Vorstufe, die erst der Körper in aktives Vitamin A umwandelt. So ist eine Überdosierung kaum zu befürchten. Da Vitamin A fettlöslich ist, speichert der Körper nicht benötigte Mengen im Fettgewebe. Aus dem Grund müssen Sie den Vitalstoff nicht jeden Tag zuführen.

Innereien gelten zwar alsgute Vitalstofflieferanten, denn sie enthalten reichlich Eisen, Kupfer und Zink. Sie speichern jedoch viele Schadstoffe. Setzen Sie aus dem Grund auf pflanzliche Vitamin-A-Quellen.

Erhöhtes Osteoporose-Risiko

Wenn Sie zu viel Vitamin A zu sich nehmen und der Körper es speichert, erhöht das Ihr persönliches Risiko für eine abnehmende Knochendichte und führt zu Osteoporose. Darauf deuten verschiedene Studienergebnisse hin.

Zu den drei häufigsten Nahrungsquellen für Vitamin A gehören:

  • Lebensmittel, die von Tieren abstammen (z. B. Leber, Eier, Milch)
  • pflanzliche Nahrungsmittel, die Beta-Carotin enthalten (z. B. dunkelgrüne oder orangefarbene Gemüsesorten wie süße Kartoffeln, Möhren oder Grünkohl)
  • Lebensmittelzusätze oder Lebensmittel, die mit Vitamin-A-Acetat, Vitamin-A-Palmitin-Acetat oder Beta-Carotin angereichert sind

Das Vitamin A aus Pflanzen oder Beta-Carotin anderer Herkunft nimmt der menschliche Körper nicht so schnell auf wie das gleiche Vitamin tierischer Abstammung oder aus Vitamin-A-Acetat oder Vitamin-A-Palmitin-Acetat.

Retinol fördert Hüftgelenkbrüche

Neuere Untersuchungsergebnisse über Frauen nach den Wechseljahren belegen, dass die dauerhafte Einnahme von hohen Dosen an Vitamin A tierischer Abstammung, aus vielen Nahrungsergänzungspräparaten oder von angereicherten Nahrungsmitteln (mindestens 2000 Mikrogramm oder 6660 Internationale Einheiten pro Tag) das Risiko für Hüftgelenkbrüche erhöht. Im Gegensatz dazu stellte man keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme hoher Dosen an Beta-Carotin und Hüftfrakturen fest. Das Risiko für Knochenbrüche war laut einer weiteren Studie bei den Männern erhöht, welche die höchste Konzentration an Retinol im Blut aufwiesen. Dabei handelt es sich um die Substanz, die der Körper aus Vitamin A von Tieren, aus Lebensmittelergänzungspräparaten oder angereicherten Lebensmitteln herstellt.

Sie fahren am besten, wenn Sie sich an die Einnahme einer empfohlenen Menge an Vitamin A halten. Für Frauen empfiehlt die Mayo Clinic 700 Mikrogramm oder 2330 IE pro Tag. Für Männer sind es 900 Mikrogramm oder 3000 IE. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Bonn) empfiehlt Frauen ab 19 Jahren eine Tagesdosis von 0,8 mg Retinol und Männern ab 19 Jahren 1 mg Retinol (Vitamin A1). Bei der Einnahme eines Multivitaminpräparates prüfen Sie die Inhaltsstoffe daraufhin, wie viel Vitamin-A-Acetat und Vitamin-A-Palmitin-Acetat es enthält. Vielleicht suchen Sie nach einem Multivitaminpräparat, bei dem Vitamin A überwiegend aus Beta-Carotin stammt. Beziehen Sie bei Ihrer Berechnung die Vitamin-A-Menge aus angereicherten Lebensmitteln mit ein. Sonst könnten Sie schnell zu viel Vitamin A zu sich nehmen.

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