Knochenbrüche: Diagnose
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Ein Ausflug zur Notaufnahme mit einer gebrochenen Hüfte stand nicht auf Ihrem Kalender. Aber Sie hatten auch nicht damit gerechnet, über den Fußabtreter an der Eingangstür zu stolpern.
Knochenbrüche sind keine Seltenheit. In vielen Fällen führen medizinische Versorgung und natürliche körpereigene Heilungsprozesse innerhalb weniger Monate zu einer Knochenreparatur. Leider gilt das nicht immer.
Zusätzliche Hilfe kann bei manchen Brüchen notwendig werden, vor allem, wenn sie nicht richtig verheilen. Operative Eingriffe und andere medizinische Behandlungsmaßnahmen können dann zum Einsatz kommen, um die Knochenheilung zu stimulieren.
Knochen werden ständig um-und aufgebaut
Knochen besteht aus 2 Gewebetypen. Die schwammartige innere Schicht heißt Bälkchenknochen (Substantia spongiosa). Die harte äußere Schicht wird dichter Knochen (Substantia compacta) genannt. Trotz seiner festen Erscheinung lebt und verändert sich der Knochen immer wieder. Ständig wird Knochenmaterial durch spezialisierte Zellen – so genannte Osteo-klasten – abgebaut, während an anderen Stellen die so genannten Osteoblasten wieder Knochenmaterial aufbauen. Diesem Prozess ist auch die Knochenheilung zu verdanken.
Wenn ein Knochen bricht, entsteht ein Blutgerinnsel, das die verletzten Blutgefäße an der Bruchstelle abdichtet. Osteoklasten nehmen dann die zerstörten Knochen- und Gewebepartikel auf.
Ein weicher Ballen (Kallusheilgewebe) aus faserigem Protein (Kollagen) entsteht, während sich der Knochen mit Hilfe der Osteoblasten wieder regeneriert. Diese Zellen vernetzen die beiden Knochenenden mit erhärteten Kollagenfasern (Geflechtknochen), die wie eine interne Schiene wirken. Mit der Zeit wird das Geflecht durch dichteres und härteres Material ersetzt, sodass der Bruch verheilt.
Je nach Bruchstelle dauert die vollständige Regenerierung des Knochens 6 bis 12 Wochen, obwohl es bei älteren Menschen auch länger dauern kann. Da die Ernährung diesen Vorgang beeinflussen kann, wird eine ausgewogene Diät empfohlen.