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Gelenkrheuma – Die schmerzhafte Volkskrankheit

Bei Gelenkrheuma (rheumatoide Arthritis, Polyarthritis) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung eines oder mehrerer Gelenke.

Der Körper reagiert auf bakterielle, chemische, mechanische oder thermische Reize, indem er eine Entzündung produziert. Die Ursachen von Gelenkrheuma sind nicht zweifelsfrei geklärt. Einig ist sich die Fachwelt jedoch darin, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt.

Schmerzhafte Erfahrung: Die Symptome bei Gelenkrheuma

Gelenkrheuma äußert sich zunächst durch:

  • Schmerzen und eine lokale Schwellung des betroffenen Gelenks.
  • Wärmeentwicklung und eine Rötung der Haut kann beobachtet werden.
  • Im akuten Stadium tritt häufig Fieber auf.
  • Die Beweglichkeit des Gelenks ist eingeschränkt; insbesondere nach dem Aufstehen. (Dieses Phänomen nennt sich Morgensteifigkeit.)

Um von Rheuma sprechen zu können, müssen die typischen Beschwerden mindestens 6 Wochen lang auftreten.

Der im Blut feststellbare Rheumafaktor ist im Frühstadium der Krankheit häufig nicht nachweisbar. Wird die Diagnose nicht innerhalb von 12 Wochen gestellt und eine entsprechende Behandlung eingeleitet, ist die Krankheit in den meisten Fällen bereits chronisch geworden.

Arthrose und Arthritis – Die häufigsten Ursachen von Gelenkschmerzen

In Deutschland leiden fast 80% der Menschen über 65 Jahren zumindest an einer beginnenden Arthrose. Betroffen sind zumeist die großen Gelenke wie Knie oder Hüfte. Dazu kommen noch einmal etwa 600.000 Fälle von Arthritis. Hier sind zumindest im Anfangsstadium v. a. die kleineren Gelenke der Finger oder Handgelenke erkrankt. Mit Fug und Recht lässt sich also behaupten, dass Gelenkrheumatismus eine echte Volkskrankheit ist.

Ob Arthrose oder Arthritis; in beiden Fällen ist es am wichtigsten, Schmerzen und Entzündungen in den Gelenken zurückzudrängen. Denn nur so bleiben Sie als Betroffener auch weiterhin beweglich und können Ihren Alltag meistern.

Schulmedizinische Medikamente allein reichen dazu meist nicht aus. Was nur Wenige wissen: Einen sehr großen Einfluss auf Schmerzen und Entzündungen haben Ihre Ernährungs-Gewohnheiten.

Die Silbe „Arthr-“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Gelenk“. Die Endung „-ose“ bezeichnet einen krankhaften Zustand, „itis“ ist das Wort für „Entzündung“. Somit ist eine „Arthrose“ eine „Gelenkerkrankung“, die auf Überlastung und Abnutzungs-Erscheinungen der Knorpelschicht zurückzuführen ist.

Dagegen beruht die Arthritis v. a. auf krankhaften entzündlichen Prozessen im Inneren der Gelenke: Das Immunsystem beginnt, sich aus bisher ungeklärter Ursache gegen das eigene Knorpelgewebe zu richten. Die Arthritis zählt deshalb zu den sogenannten „Autoimmunkrankheiten“.

Bei beiden Krankheitsformen wird die Knorpelschicht im Gelenk mehr und mehr aufgeraut und dann mit fortschreitender Krankheit ganz abgebaut. Die Folge sind starke Schmerzen, weil die empfindlichen Knochenenden nun bei jeder Bewegung des Gelenks ungeschützt aneinander reiben (siehe auch Abbildung unten).

Behandlung dringend notwendig

Während die Entzündung zuerst die Gelenkinnenhaut befällt, führt unbehandeltes Gelenkrheuma langfristig zur Zerstörung von Knorpel, Bändern und Knochen. Dies hat eine dauerhafte Einschränkung der Gelenkfunktion und starke Schmerzen zur Folge.

Eine Behandlung der Ursache von Gelenkrheuma ist nicht möglich, da die Ursache bisher unbekannt ist. Die Behandlung von Gelenkrheuma zielt also darauf ab, Schmerzen zu lindern und eine Zerstörung der Gelenke zu verhindern oder wenigstens hinauszuzögern. Eine moderne Therapie kombiniert die Gabe von Medikamenten mit Physiotherapie und einer gezielten Diät.

Viele Rheuma-Mittel haben verheerende Nebenwirkungen

Neben der Zerstörung des Knorpels haben Arthrose und Arthritis noch eine weitere Gemeinsamkeit: Beide Krankheiten gehen mit Entzündungs-Schüben einher, in denen die Bewegungs-Schmerzen ganz besonders groß sind.

Um solche Schübe zu unterbinden, stehen schulmedizinisch v. a. das Steroid-Hormon Kortison und die sogenannten NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika, z. B. Diclofenac, Ibuprofen) zur Verfügung.

Diese Medikamente sind jedoch mit einem breiten Spektrum an Nebenwirkungen behaftet, u. a.:

  • Kortison:
    • Knochenschäden
    • Muskelschwund
    • Akne
    • Gewichtszunahme
  • NSAR:
    • Magen-Entzündungen
    • Nierenschäden.

Seit einigen Jahren sind neuartige NSAR-Wirkstoffe (Coxibe) auf dem Markt, die weniger schädlich für die Magenschleimhaut sein sollen. Doch im Herbst 2004 ist eines dieser Mittel (Vioxx®) vom Markt genommen worden, weil es das Risiko für Herzinfarkte erhöht. Seitdem sind sämtliche Coxibe (z. B. auch Celebrex®) stark in die Kritik geraten.

Teure Volkskrankheit

Laut der European League against Rheumatism leidet jeder 3. Europäer in seinem Leben unter einer rheumatischen Erkrankung. Momentan sind etwa 100 Mio. Menschen in Europa von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Frauen leiden doppelt so häufig an Gelenkrheuma wie Männer.

Der finanzielle Schaden, der durch von Rheuma verursachte Ausfälle der Arbeitnehmer entsteht, entspricht 2% des europäischen Bruttosozialprodukts. Das macht Rheuma zur teuersten aller Krankheiten.

Neuer Frühtest mit hoher Treffsicherheit

Wenn Sie plötzlich morgens an mehreren Tagen hintereinander an beiden Händen die gleichen Finger nicht mehr richtig bewegen können, probieren Sie den neuenCCP-Test auf Gelenkrheuma bei Ihrem Arzt aus. Der CCP-Test prüft, ob Antikörper gegen das cyclische citrullinierte Peptid (CCP) im Ihrem Blut vorhanden sind.

Dieser neue Parameter ist mit einer Treffsicherheit von über 90% ein wesentlich zuverlässigerer Frühanzeiger für eine rheumatoide Arthritis als die traditionellen Rheumafaktoren.

Falls dieser Antikörper bei Ihnen festgestellt wird, besprechen Sie mit Ihrem Therapeuten eine naturheilkundliche Umstimmung-Ttherapie für Ihr Immunsystem, um ein Ausbrechen der Gelenkerkrankung möglichst zu verhindern.