Gelenkprothesen: Der richtige Zeitpunkt
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Ein Aspekt, den Sie vielleicht mit Ihrem Arzt besprechen sollten, ist die Frage, wie viele Jahre und in welchem Maß Sie Ihr betroffenes Gelenk noch nutzen möchten. Diese Faktoren können die Lebensdauer Ihres Implantats beeinflussen.
Je jünger und aktiver Sie sind, desto eher sollten Ihr Arzt und Sie versuchen, den Gelenkersatz hinauszuzögern. Die Versagensraten der Kunstgelenke sind bei älteren Patienten geringer, da sie in der Regel ihre Gelenke weniger einsetzen und weniger aktiv sind.
Aber eine Totalendoprothese wird unter bestimmten Umständen auch bei jungen Leuten vorgenommen. Die Vorteile können dann stärker wiegen als die Probleme, selbst bei Implantat-Ausfällen und den notwendigen Folgeoperationen.
Gemeinsam mit Ihrem Arzt sollten Sie folgende Überlegungen anstellen: Wenn Sie Ihre erste Hüftoperation mit 40 Jahren haben, so wird es keine 10 bis 15 Jahre dauern, ehe Ihnen weitere Operationen dieser Art bevorstehen.
Wenn sie jedoch den Gelenkersatz aufschieben, etwa bis Sie 60 Jahre alt sind, können Sie die Zahl der notwendigen Operationen in Ihrem Leben deutlich begrenzen. Dadurch können Sie sich vielleicht einer besseren Gelenkfunktion erfreuen als jemand, der an der selben Stelle schon mehrfach operiert wurde.
Hüft- und Knie-Ersatzoperationen werden normalerweise unter Voll- oder Teilnarkose (Epidural- oder Spinalnarkose) durchgeführt, die Ihnen nur die Schmerzempfindlichkeit der unteren Körperhälfte betäubt.