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Schulterschmerzen: Mögliche Ursachen und Behandlungstypen

Schulterschmerzen sind bei uns zu einem Volksleiden geworden. Das liegt sicher auch daran, dass sich viele Menschen entweder zu wenig bewegen oder ihre Schulter zu einseitig belasten.

Schmerzen in der Schulter© Klaus Eppele - Fotolia

Die Schulter: Sehr beweglich, aber anfällig

Das Schultergelenk hat die größte Bewegungsfreiheit aller Gelenke des Körpers und gerade dieser hohe Bewegungsspielraum macht es so anfällig für Verschleiß, Verletzungen und Überlastungen. Kein Wunder, dass bei uns jährlich etwa vier Millionen Menschen einen Arzt wegen Beschwerden in den Schultern aufzusuchen. Dabei gibt es mehr als 30 Ursachen, die diese Schmerzen auslösen können.

Es handelt sich bei der Schulter um ein Kugelgelenk, bei dem das kugelige Ende des Oberarmkopfes (Humerus) in die Schulterblattpfanne eingebettet ist. Die beiden Knochen werden von einer Rotatorenmanschette umhüllt, die aus vier Muskeln und deren Sehnen besteht. Ein flüssigkeitsgefüllter Gleitraum, der Schleimbeutel (Bursa), der zwischen den Knochen des Schultergelenks und den Sehnen der Rotatorenmanschette liegt, wirkt als Puffer gegen die Reibung. Die Rotatorenmanschette stabilisiert die Schulter. Dabei wird sie von festem Bindegewebe (Schulterkapsel) unterstützt. Im Allgemeinen kommt es zu einer von drei Erkrankungen, wenn der Rotatorenmanschettenmuskel oder die Sehnen gereizt oder verletzt werden: Tendinose, Bursitis und Sehnen- oder Muskelriss.


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Die häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen

  • Überlastung und Verletzung
  • Schleimbeutelentzündung häufig in Kombination mit Kalkeinlagerungen (Kalkschulter)
  • Enge im Schultergelenk (Impingement-Syndrom)
  • Schultersteife (Frozen Shoulder)
  • Muskelverspannungen
  • Gelenkverschleiß (Arthrose)

Das enge Zusammenspiel von Muskeln Bändern, Gelenkkapsel und Knochen macht es oft schwierig, die Ursache der Beschwerden genau zu lokalisieren. Dadurch plagen sich viele Patienten monate- oder jahrelang mit den Beschwerden herum, denn viele Ärzte nehmen sich nicht die Zeit, hier „Ursachenforschung“ zu betreiben und versuchen lediglich, mit Kortisonspritzen kurzzeitig Linderung zu verschaffen.

Operationen an der Schulter sind meistens unnötig

Seit dem Jahr 2015 steht jedem gesetzlich Versicherten das Einholen einer Zweitmeinung zu. Das kann insbesondere dann von Bedeutung sein, wenn es um operative Eingriffe geht. Gerade beim Impingement-Syndrom raten Ärzte häufig zu einer Operation, und das nicht immer zum Wohle der Patienten. Wie jüngst eine repräsentative Studie der mhplus-Krankenversicherung und die Analyse der Zweitmeinungsspezialisten von mehr als 1.100 Fällen ergab, widersprechen die Zweitgutachter in 82 Prozent der Fälle dem Rat der Ärzte zur Operation.


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Krankengymnastische Übungen: Genauso gut wie Kortison

Die bei Schulterschmerzen fast immer verabreichten Kortisonspritzen unterhalb des Schultergelenks sollten jedoch der letzte Ausweg sein, denn natürliche Methoden wie unter anderem eine Physiotherapie helfen genauso gut. Das hat eine US-amerikanische Studie klar ergeben.

Die Hälfte der Studienteilnehmer erhielt im einjährigen Studienzeitraum bis zu drei Kortisonspritzen, die andere Hälfte drei Wochen lang zweimal wöchentlich eine auf die individuellen Probleme angepasste Physiotherapie. Alle Probanden wurden zu Beginn, nach einem, nach drei, nach sechs und nach zwölf Monaten gründlich untersucht und befragt. Das erstaunliche Ergebnis: In beiden Gruppen besserten sich die Beschwerden durchschnittlich um 50 Prozent.

Die besten Übungen gegen Schulterschmerzen

Die folgenden Übungen führen Sie am besten auf einem Stuhl durch. Setzen Sie sich dazu auf die vordere Sitzfläche und lehnen Sie sich nicht an. Legen Sie den Kopf nicht in den Nacken und lassen Sie die Arme lose herunterhängen.

  • Schulterkreisen: Kreisen Sie die Schultern fünfmal vorwärts und atmen Sie dabei beim Anheben der Schultern ein und beim Absenken aus. Lassen Sie anschließend die Schultern im selben Atemrhythmus fünfmal rückwärts kreisen.
  • Schulterziehen: Ziehen Sie beim Einatmen die Schultern langsam und gerade nach oben. Halten Sie kurz diese Position und lassen Sie dann beim Ausatmen die Schultern locker nach unten fallen. Machen Sie diese Übung mindestens fünfmal hintereinander.
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