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Grundlagenwissen zum Thema Gelenke

Die Gelenke bezeichnen die Dreh- und Angelpunkte des menschlichen Bewegungs-Apparates. Ohne diese beweglichen Verbindungen zwischen den Knochen wäre der Mensch steif.

Ein Gelenk besteht grundsätzlich aus dem Gelenkkopf und der  Gelenkpfanne, die wie maßgeschneidert zusammenpassen.

Lediglich beim Kniegelenk sind die Gelenkflächen unterschiedlich stark gewölbt. 2 halbmondförmige Knorpelscheiben (Menisken) gleichen die Unterschiede aus.

Eine Knorpelschicht schützt die Knochen wie ein Stoßdämpfer und verhindert bei Bewegungen die Reibung. Eine Kapsel aus Bindegewebe hält das Gelenk zusammen.

Die umgebenden Bänder, Muskeln und Sehnen sorgen für die Stabilität des Gelenks.

Aufbau eines Gelenks

Zum Schutz vor Abreibung sind die Gelenkpfanne und der Gelenkkopf mit einer Knorpelschicht überzogen. Die Gelenk-Flächen bestehen also aus Knorpel, der „Seele“ Ihrer Gelenke.

Der Gelenkknorpel besteht aus einer festen, elastischen Grundsubstanz, in der sich lebende Zellen (Knorpelzellen) befinden; eine Matrix, die das Gleiten und Dämpfen ermöglicht. Diese gewährleisten das Wachstum, die Widerstandsfähigkeit und Elastizität des Knorpels.

Da sich im Knorpel keine Blutgefäße befinden, ernähren sich die Knorpelzellen über die Gelenk-Flüssigkeit (Synovial-Flüssigkeit). Diese entsteht in der Innenhaut der Gelenkkapsel und wird in den Gelenkspalt freigesetzt. Die Synovia entsorgt darüber hinaus die Stoffwechsel-Produkte des Knorpels.

Durch Bewegung und angepasste Belastung der Gelenke verteilt sich die nährstoffreiche Synovia über den ganzen Knorpel. Während der Entlastungs-Phasen nimmt der Knorpel die Nährstoffe aus der Gelenk-Flüssigkeit auf. Die Synovia versorgt die Knorpel-Matrix also mit Nährstoffen und Wasser.

Für die Ernährung des Knorpels ist aus diesem Grund ein ausgewogener Wechsel von Belastung und Entlastung der Gelenke wichtig.

Der Gelenk-Flüssigkeit kommt darüber hinaus eine weitere wichtige Aufgabe zu:

Sie funktioniert im Gelenk wie Schmiere in einem Kugellager und vermindert die Reibung an den Knorpelflächen auf ein Minimum. Aus dem Grund bezeichnet man die Synovia als Gelenkschmiere – sie ist für das reibungslose Gleiten der Gelenkflächen unerlässlich.

Gelenk-Typen

  • Scharniergelenk – Dieses Gelenk funktioniert wie eine Tür. Ihr Kiefergelenk ist ein Beispiel, wobei der Unterkiefer (Mandibula) an beiden Seiten mit dem Schädel verbunden ist.
  • Zapfengelenk – Dieses Gelenk erlaubt drehende Bewegungen. Ihr Ellenbogen enthält sowohl Scharnier- als auch Zapfengelenke.
  • Kugelgelenk – Bei dieser Gelenk-Variante liegt das kugelförmige Ende eines langen Knochens in der Höhlung eines anderen Knochens. Das erlaubt schwingende und drehförmige Bewegungen. Beispiele sind Hüft- und Schultergelenke.

Gelenk-Verschleiß – ein Volksleiden

Bei etwa jedem 2. Deutschen über 35 Jahren zeigen die Gelenke erste (meist nicht merkbare) Abnutzungs-Erscheinungen. Ab dem 60. Lebensjahr ist beinahe jeder betroffen.

Aber Sie können frühzeitig vorsorgen, bevor Ihre Gelenke geschädigt sind und Schmerzen bereiten. Machen Sie Ihren persönlichen Arthrose-Check und deuten Sie erste Symptome richtig.

Was Ihre „Stoßdämpfer“ schwächt

Ohne Bewegung wird ein Gelenk innerhalb kurzer Zeit zerstört.

Ein Gelenk ist ein hochkomplexes Gebilde, zu dem auch Muskeln und die sie aktivierenden Nerven gehören. Muskeln bilden eine schützende und die Bewegungen des Gelenks führende Manschette, wenn sie kräftig und fit sind.

Risikofaktoren

  • Schwache Muskeln aber sind ein Risikofaktor für Gelenk-Verschleiß, v. a. an der Wirbelsäule und den Beinen.
  • Auch das Körpergewicht spielt eine große Rolle. Bei jedem Schritt erhöht es sich durch das Beschleunigen und Abbremsen Ihres Körper-Schwerpunkts gegen die Gravitation um das 5- bis 8-fache (bergauf weniger, bergab ggf. noch deutlich mehr). Das belastet v. a. die Fuß-, Knie- und Hüftgelenke.
  • Und selbstverständlich spielen auch Verletzungen eine Rolle.
    • So gern wir den Spielen der Fußball-Bundesliga zusehen, so schädlich sind die vielen kleinen und größeren Verletzungen für die Gelenke der Akteure.
    • Aber auch ein einmaliges Ereignis (z. B. ein Skiunfall mit Knochenbruch in der Kindheit) kann in späteren Jahren eine behandlungspflichtige Arthrose verursachen.

Gelenk-Entzündungen

Niemals zuvor haben Sie solche Schmerzen empfunden: Eine ganze Stunde lang und ohne erkennbaren Grund verursacht die kleinste Bewegung Ihres Kniegelenks quälende Schmerzen. Die Haut ist gerötet und fühlt sich warm an.

Ihr Arzt erklärt Ihnen, dass eine akute, eitrige Entzündung Ihr Kniegelenk befallen hat.

So überraschend es Ihnen auch erscheinen mag:

Gelenke können von eitrigen Entzündungen betroffen sein. Die sofortige Behandlung einer bakteriellen (eitrigen) Gelenk-Entzündung erfolgt durch eine OP und Antibiotika.

Frühe Antibiotika-Behandlung rettet das Gelenk

Ziel ist es, die  Entzündung zu  stoppen,bevor sie das betroffene  Gelenk ernsthaft schädigt.

Bei Gelenk-Entzündungen mit anderen Erregern reicht oft eine Behandlung mit Antibiotika aus.

Entzündungen durch bestimmte Viren erfordern möglicherweise gar  keine Behandlung.

Die Ursachen für Entzündungen im Gelenk

Als Auslöser einer Infektion im Gelenk kommen infrage:

  • Bakterien,
  • Viren,
  • Pilze
  • und andere Keime.

Diese Organismen können auf unterschiedlichen Wegen ins Gelenk eindringen:

  • Eine Möglichkeit: Eine Entzündung anderswo in Ihrem Körper wie z. B. eine Lungen- oder Harnwegs-Entzündung, gelangt über die Blutbahn in ein Gelenk.
  • Ebenso kann eine direkte Verletzung eine Entzündung im Gelenk verursachen.
  • Eine Gelenk-Entzündung – im Sinne einer septischen oder infektiösen Arthritis – wird i. d. R. durch  Staphylokokken ausgelöst, die sich auf der Haut befinden.
  • Aber auch Tuberkulose- oder  Gonorrhoe-Erreger
  • sowie Keime, die eine Lyme-Borreliose bewirken, kommen als Ursache in Betracht.

Risikofaktoren

Verschiedene  Faktoren erhöhen Ihr individuelles Risiko, an einer bakteriellen Gelenk-Entzündung zu erkranken:

  • Ältere Menschen sind anfälliger als jüngere.
  • Das Gleiche gilt für Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • oder einem geschwächten Immunsystem.
  • Auch wenn Sie an Arthrose, Rheumatoider Arthritis oder anderen Gelenk-Erkrankungen leiden, ist Ihr Risiko erhöht.
  • Ebenso verhält es sich mit Diabetes
  • oder wenn Sie körperfremdes Material in sich tragen (künstliche Gelenke, Platten oder Schrauben).

Die Symptome: So erkennen Sie eine Gelenk-Entzündung

Einige Gelenke – insbesondere Knie-, Hüft- und Schulter-Gelenk – sind von Entzündungen eher betroffen als andere.

Die Anzeichen einer entzündlichen Arthritis können sehr unterschiedlich sein. Das hängt davon ab, wo die Entzündung auftritt, welche Ursachen sie hat und seit wann sie besteht.

Zu den möglichen Symptomen zählen:

  • Plötzliche, häufig auch starke Gelenkschmerzen. (Die Schmerzen treten v. a. dann auf, wenn Sie die entsprechende Region berühren oder das Gelenk beugen).
  • Eingeschränkter Bewegungs-Umfang im Gelenk.
  • Gerötete, warme und empfindliche Haut in der betroffenen Region
  • Fieber oder Schüttelfrost
  • Allgemeines Schwächegefühl

Behandlung von Gelenk-Entzündungen

Die sofortige medizinische Versorgung einer Gelenk-Entzündung ist entscheidend, da das Risiko einer  Gelenk-Zerstörung besteht. Außerdem kann es zu einem septischen Schock kommen, der möglicherweise auch tödlich enden kann.

Die folgenden Untersuchungen werden normalerweise durchgeführt, um Ausmaß und Ursache der Entzündung zu bestimmen:

  • Gelenk-Punktion  – Hierbei wird mit einer Nadel Flüssigkeit aus der Gelenkkapsel entnommen und im Labor zur Bestimmung des Erregers analysiert.
  • Blut-Untersuchungen  – Diese werden zusätzlich zur Gelenk-Punktion durchgeführt, um zu prüfen, ob die Zahl der weißen Blutkörperchen oder bestimmter Entzündungs-Marker erhöht ist.
  • Bildgebende Verfahren    Computertomografie (CT), Kernspin-Tomografie (MRT), Knochen-Scintigraphie und Ultraschall werden eingesetzt, um ein genaues Bild der Gelenk-Struktur zu bekommen. Hierdurch kann man alles, was auf eine Entzündung hindeutet, lokalisieren und so eine weitere Ausbreitung der Schädigung begrenzen.

Normalerweise ist zur Behandlung einer bakteriellen Gelenk-Entzündung eine Operation notwendig. Ein Chirurg kann das Gelenk eröffnen, um infiziertes und zerstörtes Gewebe zu entfernen. Dies kann manchmal durch eine Arthroskopie mit mehreren kleinen Einschnitten erfolgen.

Bei einer bakteriellen Entzündung wird der Arzt im Allgemeinen die intravenöse Gabe von Antibiotika verordnen; je nach Art der Bakterien und Ort der Entzündung. Dies kann auch außerhalb der Klinik geschehen oder der Patient nimmt die Antibiotika oral ein.

Um den Erholungs-Prozess zu beschleunigen, kann es darüber hinaus erforderlich sein, das betroffene Gelenk mit einer Schiene ruhig zu stellen.

Physiotherapeutische Maßnahmen können helfen, Muskelkraft und Mobilität des Gelenks wiederherzustellen.

Folgen einer Gelenk-Entzündung

Die möglichen Folgen nach einer Gelenk-Entzündung können sehr unterschiedlich sein:

  • Leider kann eine Entzündung aber auch zu dauerhaften Gelenk-Veränderungen führen, wie z. B. Arthrose.
  • In besonders schweren Fällen kann auch ein Gelenk-Ersatz erforderlich werden.

Erfahren Sie an dieser Stelle zudem alles rund um die Auslöser und Mittel gegen die „Wohlstands-Krankheit“ Gicht.

Bursitis: Die Schleimbeutel-Entzündung

Die schützenden Schleimbeutelkissen der Gelenke können sich entzünden. Zu einer solchen Schleimbeutel-Entzündung (Bursitis) kommt es meistens durch Überlastung.

Ganz wichtig: Verschleppen Sie eine Schleimbeutel-Entzündung nicht! Warum, das erfahren Sie im Folgenden.

Bursitis: Wer besonders von Schleimbeutel-Entzündungen betroffen ist

Ein besonderes Risiko dafür tragen alle, die viel am Schreibtisch sitzen und Ihre Gelenke – v. a. die Ellenbogen – vor dem Computer strapazieren.

Bestimmte Berufsgruppen machen häufiger mit Schleimbeutel-Entzündungen Bekanntschaft; so etwa Fliesenleger, die viel auf den Knien arbeiten.

Auch Sportler sind häufiger betroffen; etwa durch Stöße oder Stürze bzw. wenn sie sich zu häufig einseitig belasten.

Auslöser können auch bakterielle Infektionen sein, zu denen es nach einer Verletzung in der Nähe des Schleimbeutels kommen kann.

Das Gefährliche: Die Entzündung kann sich in diesem Fall ausbreiten und im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen.

Deshalb sollten Sie mit einer Schleimbeutel-Entzündung immer einen Arzt aufsuchen – zumal Sie damit auch verhindern, dass die Entzündung chronisch wird.

Welche Gelenke besonders oft von einer Bursitis betroffen sind

Besonders häufig betroffen sind von einer Schleimbeutel-Entzündung:

  • Schulter,
  • Ellenbogen,
  • die Außenseiten der oberen Oberschenkel
  • und das Kniegelenk.

Wie sich eine Bursitis bemerkbar macht

Häufig macht sich eine Bursitis  nicht mit Schmerzen, sondern mit einer Schwellung bemerkbar. Der Beutel bildet dann mehr Flüssigkeit und schwillt an. Er ist  überwärmt und kann in der Folge starke Schmerzen verursachen.

Die entzündeten Schleimbeutel des Knies, der Schulter und der Hüfte machen sich allerdings zunächst gar nicht bemerkbar, denn sie liegen tiefer im Gewebe.

Bei einem Verdacht auf eine Schleimbeutel-Entzündung wird der Arzt eine Ultraschall-Untersuchung vornehmen.

Therapie bei Bursitis

  • Kernstück der Therapie ist die Entlastung des jeweiligen  Gelenks mit dem entzündeten Schleimbeutel.
  • Darüber hinaus kommen kalte Umschläge und Kälte-Packungen (Coldpacks) zum Zuge.
  • Auch eine leichte Bewegungs-Therapie
  • sowie Injektionen mit abschwellenden oder entzündungshemmenden Wirkstoffen (Ibuprofen, Diclophenac) können die Beschwerden lindern.
  • In leichteren Fällen helfen Tabletten und Salben mit diesen Wirkstoffen. (Scheuen Sie sich nicht, diese Schmerzmittel in Absprache mit Ihrem Arzt kurzfristig einzunehmen.)
  • Unterstützen können Sie die Behandlung auch mit schmerzlindernden Mitteln aus der Naturapotheke, etwa mit Präparaten aus der Teufelskralle (z. B. Rivoltan®; Teufelskralle von Stada® oder ratiopharm®) oder der Weidenrinde (z. B. Assalix®, Optovit actiflex®, Proaktiv®)
  • Wenn die Beschwerden nicht verschwinden, kann der entzündete Schleimbeutel mit einer kleiner Operation entfernt werden. (Bei bakteriellen Infektionen ist dieser Eingriff die Regel. Der Körper bildet dann eine Art Ersatz-Gewebe.)

Osteomyelitis: Die Knochen-Entzündung

Eine Knochen-Entzündung (Osteomyelitis) kann prinzipiell in jedem Knochen des Körpers auftreten, bestimmte Knochen sind allerdings häufiger betroffen als andere.

Wo, bei wem und wann Osteomyelitis am häufigsten auftritt

Bei solchen Personen, an diesen Stellen und unter jenen Umständen bildet sich eine Konchen-Entzündung zumeist:

  • Bei Kindern findet sie sich oft in den langen Knochen der Arme und Beine.
  • Bei Erwachsenen sind oft Wirbelsäule, Hüfte und Füsse betroffen.
  • Bei Diabetes-Patienten (Zuckerkranke) sind Wunden an den Füßen oft so tief, dass Bakterien eindringen und darunter liegende Knochen infizieren können.
  • Eine  Sinusitis (Nasennebenhöhlen- oder Stirnhöhlen-Entzündung) kann auf die Knochen übergreifen und Schmerzen im Gesicht hervorrufen.
  • Auch das Brustbein (Sternum) kann sich nach einer offenen Herzoperation infizieren. Es ist derjenige Brustkorb-Knochen, an dem die Rippen zusammenlaufen.

Risikogruppen

Ein erhöhtes Risiko für Osteomyelitis haben darüber hinaus folgende Menschen:

  • Kinder,
  • alte Menschen (besonders diejenigen, die durch Wundliegen gefährdet oder bei denen offene Hautstellen bereits aufgetreten sind),
  • Personen mit geschwächtem Immunsystem,
  • Personen, die Metall- oder Kunststoff-Teile in ihren Knochen haben (wie z. B. Platten, Schrauben oder künstlichen Gelenk-Ersatz).

Was eine Osteomyelitis so gefährlich macht

Wenn eine Knochen-Infektion unbehandelt bleibt, kann sie schließlich das Knochen-Gewebe zerstören und sich in nahegelegene Gelenke oder andere Teile des Körpers ausbreiten. Sie kann auch chronisch werden.

Eine Osteomyelitis der Wirbelsäule (Spondylodiszitis) ist besonders gefährlich, wenn sie unbehandelt bleibt, da sie Rückenmarksnerven schädigen und sogar  tödlich verlaufen kann.

Allgemeine Symptomatik einer Knochen-Infektion

Zu den Anzeichen und Symptomen einer Knochen-Infektion gehören u. a.:

  • Bohrende Schmerzen in den Knochen – Der Schmerz kann tief und dumpf sein, oder bei Berührung auch schneidend. Eine Spondylodiszitis kann Schmerz- und Berührungs-Empfindlichkeit über einen oder mehrere Wirbelkörper verursachen. Der Schmerz verschlimmert sich typischerweise bei Bewegung und wird durch Ruhigstellung oder Schmerzmittel gelindert.
  • Empfindlichkeit  – Die Haut über einem infizierten Knochen kann gerötet, geschwollen und überwärmt sein. Das ist typisch im Fall von infizierten Knochen, die nahe an der Haut-Oberfläche liegen, z. B. beim Schienbein. Über einem infizierten Knochen kann sich sogar eine offene Wunde oder Fistel bilden. Wenn ein tief liegender Knochen betroffen ist, müssen keine äußeren Zeichen einer Infektion vorhanden sein.
  • Fieber und Schüttelfrost – Kinder, die an Osteomyelitis leiden, sind besonders häufig davon betroffen.

Osteomyelitis: Bildgebende Verfahren ermöglichen eine genaue Diagnose

Knochenschmerzen können auch andere Ursachen als eine Infektion haben.

Um eine Osteomyelitis von anderen Erkrankungen zu unterscheiden, kann Ihr Arzt eine Röntgen-Aufnahme oder andere bildgebende Verfahren veranlassen, so z. B. eine Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (NMR, MRT) bzw. Skelett-Szintigraphie.

Auch Untersuchungen des Bluts sind erforderlich. Unter Umständen ist eine Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) erforderlich, durch die der Arzt die Infektion bestätigen und ihre Ursache finden kann.

Natürliche Hilfsmittel gegen Gelenk-Schmerzen

Lindern Sie Gelenk-Entzündungen mit Chili, Ingwer und Brennnessel

Chili und  Ingwer verfeinern nicht nur Ihre Speisen, sie können viel mehr: Je nach Dosierung und Art der Verwendung haben sie heilende Wirkungen, beispielsweise wenn Ihre Gelenke bei Gelenk-Entzündungen schmerzen.

Auch die Brennnessel wirkt nicht nur harntreibend, sondern auch entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, bei welchen Beschwerden Sie die beiden Gewürze und das Kraut anwenden können:

Chili

Wirkung innerlich (als Gewürz oder Tee): antiseptisch und entzündungshemmend

  • beugt Magen- und Darm-Infektionen sowie Erkältungen vor,
  • stimuliert die Psyche, regt die Durchblutung an, sexuell stimulierend u. a.*

Wirkung äußerlich (z. B. als Crème, Balsam, Gel oder Tinktur auf die belasteten Stellen)***: entzündungshemmend und schmerzstillend bei rheumatischen Erkrankungen, Arthritis, Hexenschuss, Ischias, Neuralgien, Muskel- und Gelenkschmerzen, Verspannungen u. a.

Ingwer

Wirkung innerlich (als Gewürz oder Tee): verdauungsfördernd, entzündungshemmend

  • bei Magen-Darm-Beschwerden
  • antiviral und antibakteriell bei Erkältungen
  • senkt die Blutfett-Werte
  • krebsvorbeugend

Wirkung äußerlich (z. B. als Crème, Balsam, Gel oder Tinktur auf die belasteten Stellen)***: entzündungshemmend, unterstützend zur Rheuma-Behandlung (Verbesserung der Beweglichkeit und Linderung der Schmerzen)

Brennnessel

Wirkung innerlich (als Gewürz oder Tee): harntreibend bei Harnwegs-Infekten

  • entzündungshemmend und schmerzstillend bei Arthrose und rheumatischen Beschwerden**
  • blutdrucksenkend

Wirkung äußerlich (z. B. als Crème, Balsam, Gel oder Tinktur auf die belasteten Stellen)***: entzündungshemmend, schmerzstillend, unterstützend zur Arthrose- bzw. Rheuma-Behandlung

Vorsicht: Manche Menschen reagieren allergisch auf bestimmte Gewürze!

________________________

*  Chilis werden in Schärfegrade von 0 = mild (Paprika), 3 – 6 (z. B. Peperoni), 7 – 9 (z. B. Piri-Piri) bis 10 = extrem scharf (z. B. Habanero) eingeteilt. Mit Chili- oder Cayenne-Pulver können Sie sich langsam an die Dosis beim Kochen und Verfeinern herantasten, die Sie gut vertragen.

** Achtung: Von einer innerlichen Anwendung rate ich Ihnen bei Stauungen und Wasser-Ansammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- und/oder Nieren-Funktion ab!

*** z. B. Chillsan Balsam/Firma Ultra Sports, Capsagamma dolor Creme/Firma Wörwag. Wegen der stark durchblutungsfördernden Wirkung wenden Sie Balsam, Crème & Co. bitte vorsichtig an!

Kohlwickel helfen gegen Gelenkschmerzen

Gegen schmerzende Gelenke, z. B. bei Arthrose oder Rheuma lohnt sich durchaus ein Versuch mit einem uralten Hausmittel: dem Kohlwickel.

Auch heutige Naturheilkundler empfehlen bei Gelenk-Beschwerden nach wie vor Umschläge aus Weißkohl-Blättern. Ein solcher Weißkohl-Umschlag lässt Ihre Gelenke abschwellen, verringert Ihre  Schmerzen und wirkt günstig auf das Entzündungs-Geschehen.

Warum funktionieren Kohlwickel überhaupt?

Warum das tatsächlich funktioniert, konnte die Wissenschaft nun erklären, denn Weißkohl enthält Flavonoide und Senföl-Glykoside, die entzündungshemmend und schmerzstillend wirken.

Das können Sie nutzen, indem Sie sich aus den Kohlblättern eine Auflage herstellen.

Wie man Kohlwickel macht

So stellen Sie Kohlwickel einfach selbst her:

  1. Waschen Sie dazu ein paar der äußeren Blätter,
  2. tupfen Sie sie trocken
  3. und schneiden Sie die dicke Mittelrippe heraus.
  4. Walzen Sie nun mit einer Glasflasche die Blätter so lange, bis der Blattsaft auszutreten beginnt.
  5. Umwickeln Sie nun das schmerzende Gelenk mit den Blättern
  6. und binden Sie ein Baumwolltuch darüber.

Wenn Sie die Auflage über Nacht einwirken lassen, werden Sie am nächsten Morgen eine deutliche Linderung verspüren.

Alternativ-Rezept: Weißkohl-Umschlag

Für einen Weißkohl-Umschlag brauchen Sie einen frischen, saftigen Weißkohl.

  1. Von diesem nehmen Sie die großen Blätter,
  2. waschen Sie diese
  3. und entfernen Sie auch hier die dicke Blattrippe.
  4. Geben Sie die Blätter in ein Sieb
  5. und erwärmen Sie diese über einem Topf mit heißem Wasser.
  6. Anschließend walken Sie die Blätter mit einem Nudelholz, bis sie zerquetscht und weich sind.
  7. Nun legen Sie die Blätter auf Ihr erkranktes Gelenk, umwickeln es mit einer dünnen Binde und schließen dies mit Plastikfolie luftdicht ab.

Auch diesen Umschlag sollten Sie mehrere Stunden – am besten über Nacht – auf Ihrem Gelenk lassen.

Diese Prozedur wiederholen Sie so lange, bis Sie Besserung verspüren. Das ist i. d. R. bereits nach einigen Tagen der Fall. (Es istübrigens  normal, dass  der Weißkohlsaft einen üblen Geruch verbreitet.)

Muschel-Extrakte schmieren Ihre Gelenke

Die grünlippige Meeresmuschel (Perna Canaliculus) gilt als Geheimtipp unter Rheumatikern.

Sie wird in Neuseeland in speziellen Wasserkulturen gezüchtet und reichert in ihrem Fleisch wertvolle Heilsubstanzen an. Aus diesen wird ein Extrakt gewonnen.

Dieser weist sich aus durch einen hohen Gehalt an:

  • Mineralien,
  • B-Vitaminen,
  • Aminosäuren,
  • Omega-3-Fettsäuren
  • und Glukosaminen.

Er wird erfolgreich gegen Gelenk-Entzündungen eingesetzt. Der Wirkmechanismus ist bislang allerdings noch unbekannt. Man vermutet sowohl eine entzündungshemmende, als auch eine immunstärkende Wirkung.

Die Gelenk-Beschwerden bessern sich i. d. R. nach etwa  3 Wochen.

Sie müssen allerdings mit einer Erstverschlimmerung Ihrer Symptome rechnen, die jedoch wiederum von Naturheilmitteln bekannt ist und rasch vorbei geht. Danach können Sie sich auf eine Besserung Ihrer Symptome einstellen.

Achtung: Wenn Sie  allergisch gegen Meeresfrüchte sind, kommt diese Therapie für Sie nicht in Frage!

Präparate aus der Grünlippmuschel gibt es von unterschiedlichen Herstellern in Apotheken, Reformhäusern und  Naturläden.

Schwefelbäder halten Ihre Gelenke fit

Schwefel genießt in der Medizin ein hohes Ansehen:

Schon im Altertum galten Schwefelbäder als vorzügliches Heilmittel gegen Hautkrankheiten und Alters-Zipperlein. Heute ist das Baden in schwefelhaltigen Quellen fester Bestandteil der Therapie bei Rheuma-Erkrankungen.

So wirkt Schwefel

Schwefel wirkt bei lokaler Behandlung mild gegen Bakterien, Pilze und Parasiten.

Bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises lindert er Schmerzen, baut Entzündungen ab und den Gelenk-Knorpel wieder auf.

Der wohltuende Effekt tritt schon während des Badens ein. Die Wirksamkeit von Schwefel als Badezusatz ist klinisch belegt. Kurorte mit Schwefelquellen haben seit jeher einen großen Zulauf.

Das Schwefelbad für zu Hause

Schwefelbäder für zu Hause erhalten Sie von unterschiedlichen Herstellern in der Apotheke.

Die Wärme des Badewassers verbessert die Durchblutung der Haut – und damit die Schwefel-Aufnahme. Bei einer Wassertemperatur von 37 – 39 °C werden die Schwefel-Partikelchen am besten von der Haut aufgenommen.

Als unterstützende Therapie bei rheumatischen Krankheiten empfiehlt sich die 2-malige Anwendung pro Woche. Nach 20 Min. sollten Sie das Bad beenden, denn sonst weicht Ihre Haut zu sehr auf und trocknet aus.

Weitere Behandlungs-Möglichkeiten für geschädigte Gelenke

Katzenschnurr-Therapie

Haben Sie schon einmal etwas von der – kein Witz! – Katzenschnurr-Therapie und dem Therapiegerät KST-2010 gehört? – Nicht? – Das ist nicht schlimm! Hier erfahren Sie alles darüber, u. a. auch, warum diese bei Gelenkschmerzen hilft.

Coralcare – das vermeintliche Wundermittel

Was von diesem Nahrungsergänzungs-Präparat zu halten ist, und alles Weitere zum Thema, erfahren Sie hier.

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Von falscher Ernährung bis Harnsäure: Hier lesen Sie alles über die Ursachen für und Mittel gegen die Schmerzen in Ihren Gelenken bei Gicht.

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Inzwischen sind weitere wichtige Erkenntnisse zur Katzenschnurr-Therapie gewonnen worden. Erfahren Sie hier, welche dies im Einzelnen sind:

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