Fersensporn: Behandlung
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Beim Fersensporn gibt es verschiedene Möglichkeiten der Therapie:
- Einlagen: Diese haben genau da, wo der Fersensporn sich befindet, eine Aussparung. So sorgen sie für eine Entlastung und daher für weniger Schmerzen. Die Einlagen wirken besonders effektiv in Laufschuhen, die gedämpft sind. Sie sollten die Original-Einlagesohle entfernen.
- Silikonpolster: Diese erhalten Sie in der Drogerie. Sie sehen unauffällig aus, sind recht klein und werden einfach in den Schuh hineingeklebt. Meist haben sie aber keine Wirkung, da eine Einlage für den Fersensporn für jeden Patienten individuell angefertigt werden muss.
- Krankengymnastik: Hierbei werden die Sehnen gedehnt, die an den Waden und Fußsohlen vorhanden sind.
- Kältetherapie: Sie wirkt schmerzlindernd, hemmt Entzündungen und sorgt dafür, dass Schwellungen verschwinden. Füllen Sie einfach einen Jogurtbecher mit Wasser, stellen Sie einen Löffel hinein, und lassen Sie das Ganze im Gefrierschrank einfrieren. Entfernen Sie dann den Becher, und streichen Sie mit dem Eisblock 10 Minuten lang über die Ferse. Wiederholen Sie das bei akuten Schmerzen alle 2 bis 3 Stunden.
- Medikamente: Nichtsteroidale Antirheumatika werden eingesetzt, um die Schmerzen des Fersensporns zu lindern. Darüber hinaus wirken sie abschwellend. Nachteil: Sie können den Magen schädigen.
- Kortisonspritzen: Diese werden in den Muskelansatz gespritzt. Es handelt sich dabei um eine sehr unangenehme Behandlung, denn die Füße sind sehr schmerzempfindlich. Zudem ist der Nutzen dieser Behandlung des Fersensporns zeitlich begrenzt. Es kann außerdem zu einer Gewebeveränderung am Fuß kommen. Diese sorgt dann für neue Schmerzen.
- Extrakorporale Stoßwellentherapie: Viele Ärzte setzen auch erfolgreich eine extrakorporale Stoßwellentherapie ein. Die Wirkungsweise der Therapie ist aber bis heute noch nicht wissenschaftlich erklärt. Deswegen werden die Kosten von der Krankenkasse für diese Behandlung nicht übernommen.
- Operation: Auf einer, wenn nicht sogar auf beiden Seiten des Fußes, wird ein Schnitt gemacht. Der Fersensporn wird dann abgemeißelt. Manchmal werden bei dieser Behandlung auch Nerven durchgeschnitten und entzündete Schleimbeutel herausoperiert. Nach der Fersensporn-Operation müssen Sie 6 Wochen lang Spezialschuhe tragen. Leider kommt es bei diesen Operationen häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen: Es entsteht Narbengewebe, das seinerseits wieder Schmerzen verursacht. Nur bei 15 % aller Betroffenen, die unter einem Fersensporn leiden, ist eine Operation nötig. Bei allen anderen verschwinden die Beschwerden durch alternative Behandlungen.