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Der Bandscheibenvorfall – Gefürchtet, aber vermeidbar und behandelbar

Bis zu 70 Prozent der Deutschen haben einen Bandscheibenvorfall und nur wenige wissen es. Denn ein solcher kann völlig ohne Symptome ablaufen. Nur bei schwerwiegenden Störungen wie einer deutlichen Muskelschwäche oder einer Lähmung muss das ausgetretene Gewebe der Bandscheibe operativ entfernt werden. Die Operation sollte in diesen Fällen innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen durchgeführt werden.

Wirbelsäule, Bandscheiben und Rückenmark© lom123 – Fotolia

Die Ärzte greifen zu schnell zum Messer

Jedes Jahr sind es dabei mehr als 180.000 Menschen, die in Deutschland einen Bandscheibenvorfall erleiden. Etwa 70.000 von ihnen müssen operiert werden. Das sind viel zu viele Operationen, warnen ganzheitlich orientierte Orthopäden, zumal der Eingriff bei einem Viertel der Patienten keine echte Besserung bringt. Eine OP birgt hier sogar oft mehr Risiken als Nutzen. Bandscheibenvorfälle gehören also zu den Dingen, bei denen hierzulande heute (zu) schnell zum Messer gegriffen wird.

Denn längst nicht jeder Bandscheibenvorfall ist ein Notfall. Und auch längst nicht jeder muss sofort operiert werden. Bis zu 90 Prozent aller Bandscheibenvorfälle können zunächst mit geeigneten Medikamenten und dosierter Bewegung behandelt werden. Denn ein Bandscheibenvorfall ist eine Verletzung, die wie jede andere Verletzung im menschlichen Körper von selbst ausheilt. Meist also klingen die Symptome nach einiger Zeit ab. Aber natürlich gibt es auch Vorfälle, bei denen eine Operation nötig ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn es zu Lähmungserscheinungen kommt, die Bandscheiben also Nerven oder Rückenmark stark einklemmen. Darüber hinaus sollte in der Regel dann operiert werden, wenn die Betroffenen Blase oder Darm durch den Bandscheibenvorfall nicht mehr kontrollieren können. Sind also die Schmerzen zu intensiv oder die oben genannten Symptome vorhanden, sollte die Indikation zum operativen Vorgehen erwogen werden.

Wie kommt es zum Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall ist fast immer der Schlusspunkt einer seit Jahren schleichend fortschreitenden vorzeitigen Bandscheibenabnutzung. Ursache sind oftmals einseitige Muskelverspannungen, die zu einer ungleichmäßigen Belastung der wichtigen Polster zwischen den einzelnen Wirbeln führen.

Typische Ursachen für Verspannungen der Rückenmuskeln:

  • zu langes Sitzen bzw. verkrampfte Sitzhaltung
  • eine angeborene Bindegewebsschwäche
  • nicht ausreichend trainierte Bauch-, Rücken- und Gesäßmuskeln
  • Tragen von Lasten stets auf derselben Seite
  • Stehen mit durchgedrückten Knien
  • falsches Schuhwerk: zu hohe Absätze, kein Fußbett
  • Heben aus dem Kreuz statt aus den Knien
  • seelischer Stress: Überlastung, Kummer und Ängste

Die Bandscheiben bezeichnet man als „Stoßdämpfer“ Ihres Rückens, denn sie schützen ihn vor zu harten Stößen und Schlägen. Aber durch die alltägliche Belastung und altersbedingten Verschleiß kommt es zu Verletzungen, die letztendlich einen Bandscheibenvorfall verursachen können.

Teufelskreis: Muskelverspannungen nutzen die Bandscheiben ab

Eine Bandscheibe besteht aus dem Faserring, der den Gallertkern umschließt. Diese beiden Teile liegen zwischen den Wirbeln und federn sie ab. Die Bandscheiben werden durch den Durchsaftungsmechanismus ernährt. Sie können sich dieses Prinzip wie einen Schwamm vorstellen, der im Wasser zusammengepresst wird, die verbrauchte Flüssigkeit abgibt und beim Loslassen neue nährstoffreiche Flüssigkeit wieder aufnimmt. Die Bandscheibe kann also nicht selber für ihre ausreichende Ernährung sorgen. Sie müssen sie durch Bewegung ständig einem Wechsel von hohem und niedrigem Druck aussetzen.

Alterung und die tägliche Belastung, aber auch schwache Muskeln oder zu schweres Tragen verletzen auf Dauer den Faserring. Die fehlende Regeneration der Bandscheibe verstärkt den druckbedingten Schaden, die „Stoßdämpfer“ werden flacher. Dadurch verkrümmt sich die Wirbelsäule und die dazugehörige Muskulatur gerät erneut unter ungesunden, oft schmerzhaften Zug. Daraus entwickelt sich der typische Teufelskreis aus Verspannung, Schmerzen, Schonhaltung, erneuter Verspannung usw.

Der „Stoßdämpfer“ verliert seine Funktion

Eine gesunde Bandscheibe sitzt passgenau als „Stoßdämpfer“ auf den Wirbelkörpern. Leiert der Faserring, der die Bandscheibe in Form hält, aus, wölbt sich das Innenpolster vor und drückt den Faserring auf die Nervenwurzel. Der Gallertkern hat keinen Halt mehr, er verlagert sich langsam innerhalb des Faserrings. Manchmal geschieht dies auch bei einer ruckartigen Bewegung. Dabei verlängert er sich so, dass er nicht mehr richtig vom Faserring umschlossen werden kann.

Bei echten Bandscheibenvorfällen reißt der Faserring ein, das Innenpolster rutscht durch und drückt direkt auf die Rückenmarksnerven. Die Folge sind Schmerzen bis hin zu Lähmungen. Bandscheibenvorfälle können in allen Wirbelsäulenabschnitten auftreten. Meist ist allerdings die Lendenwirbelsäule betroffen. Selten erkranken die Bandscheiben der Halswirbelsäule. Schon beim normalen Alterungsprozess entwässert der Faserring und wird so spröde, dass sich Risse und Verletzungen bilden. Doch auch der ganz alltägliche Druck auf Ihre Bandscheiben sorgt für feinste Risse im Faserring, genau so wie ständige Vibrationen.

Symptome beim Bandscheibenvorfall

Wie bemerken Sie, dass Sie einen Bandscheibenvorfall haben? Die Art und Ausprägung der Symptome bei einem Bandscheibenvorfall können sehr verschieden sein. Zum Teil bleiben Bandscheibenvorfälle sogar unbemerkt, weil sie nicht die typischen Symptome verursachen.

Folgende Symptome können auftreten:

  • starke, oft in Arme oder Beine ausstrahlende Schmerzen (als drückend oder ziehend empfunden)
  • unangenehmes Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Gebiet der eingeklemmten Nervenwurzel
  • Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden, etwa Übelkeit, Schwindel, depressive Verstimmungen und chronische Rückenschmerzen
  • bei einem Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule kann es auch zu Inkontinenz (Stuhl und Harn) kommen
  • Lähmungserscheinungen
  • in Extremfällen: Querschnittlähmung

Typische Warnzeichen

Bei manchen Menschen drückt bei einem Bandscheibenvorfall der vorgefallene Gallertkern entweder auf einzelne Nervenwurzeln, auf das Rückenmark oder auf die Nervenfaserbündel der Lendenwirbelsäule. Hier treten dann Schmerzen auf.

  • Druck auf eine Nervenwurzel: Sie haben starke Schmerzen in Arm oder Bein, hinzu kommen oft Gefühlsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit. Manchmal sind einzelne Rückenmuskeln geschwächt. Zudem schmerzt normalerweise der Verlauf des gequetschten Nervs vom Gesäß bis in das Bein.
  • Druck auf das Rückenmark: Zunächst einmal verspüren Sie dieselben Symptome wie beim Druck auf eine einzelne Nervenzelle. Darüber hinaus kann es zu einer Schwächung beider Arme und Beine kommen bis hin zu Taubheit in Armen und Beinen. Ein deutliches Symptom ist auch eine Blasenstörung, die mit Taubheitsgefühlen im Anal- und Genitalbereich verbunden ist.
  • Druck auf die Nervenfaserbündel der Lendenwirbelsäule: Sie können Ihre Blasen- und Enddarmfunktion nicht mehr kontrollieren. Zudem leiden Sie unter Sensibilitätsstörungen im analen und genitalen Bereich sowie an der Innenseite Ihrer Schenkel. Auch eine Lähmung der Beine ist möglich (Reiterhosen-Syndrom).

Möglichkeiten der Behandlung

Grundsätzlich lässt sich hier zwischen zwei Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden: Sowohl konservative als auch operative Behandlungen können bei einem Bandscheibenvorfall erfolgreich sein.

Konservative Methoden

Unter konservativen Behandlungsmöglichkeiten sind Physiotherapie und Chiropraktik zu verstehen, welche bei einem Bandscheibenvorfall auch am häufigsten angewendet werden. Die Basis bildet darüber hinaus zunächst eine schmerzlindernde und/oder entzündungshemmende Medikation (z. B. Ibuprofen, Diclofenac, Etoricoxib), um bislang schmerzhafte Bewegungen wieder zuzulassen. Wärme, Bäder und Physiotherapie bringen ergänzend die verkrampfte Muskulatur wieder ins Lot. Schonung und Schmerzmittel in Kombination mit behutsamem Muskelaufbau in der Physiotherapie verschaffen also oft schon Besserung.

Operative Methoden

Bei einer Operation wird meist das auf die Nervenwurzel drückende Teil der Bandscheibe entfernt. Dadurch soll die Nervenwurzel entlastet werden. Zu den möglichen Behandlungsmethoden zählen darüber hinaus:

  • mikrochirugische Verfahren
    • Perkutane Laser-Diskus-Dekompression
    • Bei der endoskopischen Nukleotomie wird ein etwa 2,5 mm dünnes Röhrchen unter örtlicher Betäubung an den Vorfall geschoben. Die Chirurgen arbeiten durch dieses Röhrchen mithilfe feiner Instrumente und eines Enzyms, das den Vorfall schrumpfen lässt.
    • Bei einem anderen Verfahren wird der Vorfall mit einer Salzlösung gespült. Das Salz entzieht der Bandscheibe Wasser, sie schrumpft und die Schmerzen verschwinden.
    • Ein weiteres Verfahren füllt die bei Bandscheibenvorfällen entstehenden Knorpellücken mit körpereigenem Knorpel wieder auf. So wird das Risiko eines erneuten Vorfalls deutlich reduziert.
  • in Extremfällen: Versteifung von benachbarten Wirbelkörpern durch Metall

Operationen gelten hingegen nach vielfacher Auffassung als überflüssig und vermeidbar. Übrigens: Auch künstliche Bandscheiben sind seit einigen Jahren mit dem Voranschreiten der modernen Operationstechnik und verbesserten Materialien zu einer Alternative der Behandlung von Bandscheibenvorfällen geworden. Ziel der Behandlung ist es auch, die Ursachen zu bekämpfen, also beispielsweise Fehlhaltungen oder Überbelastungen.

Erste Hilfe für Ihre Bandscheiben

Im akuten Fall wird zunächst einmal Bettruhe verordnet, um die Wirbelsäule zu entlasten. Die Unterschenkel sollten bei auf übereinander gestapelten Kissen oder Decken lagern. Medikamente dämpfen den Schmerz. Zum Einsatz kommen Mittel wie Voltaren, Ibuprofen, Kortison zum Abschwellen, muskelentspannende Mittel sowie bei starken Schmerzen Antidepressiva oder Opiate in Form eines Schmerzpflasters.

Dann wird die Wirbelsäule wieder sanft mobilisiert, um die Rücken- und Bauchmuskulatur zu kräftigen. Dies ist auch die wichtigste Maßnahme gegen einen Rückfall. Helfen kann dabei alles, was entspannt, aber die Muskeln gezielt aufbaut und gleichzeitig ein neues Körpergefühl weckt. Dazu gehören Übungen nach Feldenkrais, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Pilates, Kieser-Training oder die Rückenschulung, wie sie von etlichen Krankenkassen angeboten wird.

Selbstheilung möglich

Wenn ein Bandscheibenvorfall sich selbst heilen soll, ist es wichtig, dass genügend Platz im Rückenmarkskanal vorhanden ist, sodass das ausgetretene Gewebe nirgendwo drückt. Bei einem Vorfall kommt es stets zu einer Schwellung an der Nervenwurzel. Kann diese Schwellung zum Beispiel durch Medikamente abgebaut werden, dann haben Nerven und Gewebe beide ausreichend Platz. Ebenfalls ist es möglich, dass sich das Gewebe zumindest zum Teil wieder zurückbildet. Beide Möglichkeiten führen dazu, dass die Nerven nicht mehr berührt werden. So lassen auch die Schmerzen nach und verschwinden dann ganz.

Die beste Prävention ist gezielter Muskelaufbau

Die beste Vorbeugemaßnahme gegen einen Bandscheibenvorfall ist ein gezielter Aufbau der Rückenmuskeln, die als „Takelage“ Ihre Wirbelsäule wie den Mast eines Segelschiffs aufrecht halten. Das sind über 140 Muskeln. Durch die regelmäßige, aber dosierte, subjektiv angenehme Bewegung findet Ihre Muskulatur in den normalen Rhythmus zwischen An- und Entspannen zurück. Mit Krafttraining halten Sie Ihre Wirbelsäule beweglich und die Bandscheiben elastisch.

Neben regelmäßigen Spaziergängen und Bewegungen in warmem Wasser (z. B. leichte Wassergymnastik) ist vor allem tägliche gezielte Gymnastik wichtig. Bei der individuellen Übungsauswahl hilft Ihnen der Physiotherapeut. Alles, was Ihre Rücken-, Bauch- und Beckenboden-Muskulatur aufbaut, hilft auch Ihren Bandscheiben.

Fiedermuskeln: Festes Korsett für die Bandscheiben

Ein besonderes Augenmerk  sollten Sie dabei auf die Fiedermuskeln richten. Sie verbinden die einzelnen Wirbel fest miteinander, sodass die Bandscheibe nicht herausrutschen kann.

Mobilisieren Sie rollend Ihre Wirbelsäule

  • Lehnen Sie sich mit Rücken und Gesäß an eine Wand. Ihre Füße stehen etwa 30 cm vor der Wand.
  • Rollen Sie nun Wirbel für Wirbel Ihren Oberkörper nach unten ein. Ihre Knie sind gestreckt.
  • Halten Sie die Dehnung etwa 15 bis 20 Sekunden lang.
  • Atmen Sie ruhig und gleichmäßig „in den Bauch hinein“ und richten Sie sich Wirbel für Wirbel wieder auf.

Diese Übung führen Sie insgesamt fünfmal hintereinander durch; am besten täglich.

Vordere Rumpfhalte

Mit der vorderen Rumpfhalte machen Sie Ihren Rücken stark. Diese Übung stärkt Ihre Rückenstreckmuskulatur. So können Sie Rückenbeschwerden vorbeugen oder aktiv gegen sie angehen.

  • Legen Sie sich auf den Bauch, die Arme nach vorne gestreckt.
  • Spannen Sie Ihre Gesäß- und Beinmuskulatur an.
  • Halten Sie den Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule, der Blick nach unten.
  • Heben Sie Ihre Arme vom Boden ab und heben Sie den Oberkörper langsam um ein paar Zentimeter vom Boden.
  • Lösen Sie auch die Füße und Unterschenkel vom Boden, ebenfalls nur um wenige Zentimeter. Ein Hohlkreuz sollten Sie vermeiden.
  • Halten Sie die Spannung für 10 bis 30 Sekunden.
  • Dann legen Sie Arme und Beine wieder ab.

Nach einer kurzen Pause (bis zu einer Minute) wiederholen Sie diese Übung, insgesamt dreimal.

Regeln für eine rückengesunde Bewegung

Die normalen Verschleißerscheinungen, die mit dem Alter an der Bandscheibe auftreten, können Sie kaum stoppen. Aber Sie können einiges dafür tun, dass Sie Bandscheibenvorfälle vermeiden – und zwar auch die, die man dem Alter zuschreibt.

  • Reduzieren Sie zu hohes Körpergewicht. Wenn Sie zu viel wiegen, belastet das Ihren Rücken und damit auch Ihre Bandscheiben.
  • Setzen Sie sich nach Möglichkeit auf hohe Stühle. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, wenn Sie einen neuen Schreibtischstuhl kaufen. Er darf auf keinen Fall zu niedrig sein und muss für Sie in der richtigen Höhe einstellbar sein. Auch Ihre Esszimmer- oder Küchenstühle dürfen nicht zu klein oder zu hoch sein. Die richtige Höhe für Stuhl und Tisch finden Sie folgendermaßen: Wenn Sie sitzen und die Arme angewinkelt auf dem Tisch liegen, müssen sowohl Ober- und Unterschenkel als auch Ober- und Unterarm im 90-Grad-Winkel zueinander stehen.
  • Dinge, die Sie oft benutzen, sollten sich in Schulterhöhe befinden. Das gilt für oft gebrauchte Akten genau so wie für Kochtöpfe. So entlasten Sie Ihre Arme und vermeiden, dass Sie Ihre Halswirbelsäule überlasten.
  • Tiefe, weiche Sessel und Sofas, so gemütlich sie auch sein mögen, sind Gift für Ihren Rücken. Können Sie es nicht vermeiden, in so einem „Plüschi“ zu sitzen, legen Sie sich ein Keilkissen unter.
  • Stehpulte sind eine ideale Entlastung für den Rücken. Achten Sie aber darauf, dass das Pult so hoch ist, dass Sie aufrecht stehen (bleiben) und nicht wie ein Fragezeichen davor hängen. Auch hier gilt: Wenn Sie Ihre angewinkelten Arme auf das Pult legen, müssen Ober- und Unterarme einen 90-Grad-Winkel bilden.
  • Wenn Sie schwere Lasten heben müssen, gehen Sie mit geradem Rücken in die Knie und heben Sie aus den Oberschenkeln heraus. Nie mit rundem Rücken aus dem Rücken heraus hochheben. Belasten Sie Ihre Wirbelsäule gleichmäßig: Verteilen Sie schwere Lasten auf beide Hände.

Auch Ernährung spielt eine Rolle

Die richtige Ernährung ist wichtig. Denn wegen der schlechten Versorgungssituation sind die Bandscheiben von einem allgemeinen Vitamin-M-Mangel im Körper mit als Erstes betroffen. Um Ihre „Stoßdämpfer“ zu stärken, sollten Sie daher vor allem auf eine vitalstoffreiche Ernährung setzen.

  • Für die Bindegewebsstrukturen hat besonders Vitamin C eine wichtige Funktion. Gute Quellen sind neben Südfrüchten auch Gemüsepaprika, Johannisbeeren oder Brokkoli.
  • Sie sollten außerdem Wert darauf legen, dass Sie viel Vitamin E und viele B-Vitamine zu sich nehmen. Sie sind wahres Kraftfutter für die Bandscheiben.
  • Weizenkeime sollten ab und zu auch auf Ihrem Speiseplan stehen. Sie können auch Weizenkeimöl verwenden, zum Beispiel für ein Salatdressing. Darüber hinaus empfiehlt sich ein Müsli mit Leinsamen.

Doch ohne regelmäßige Bewegung können die Nährstoffe nicht ins Innere der Bandscheiben gelangen. Bewegung sorgt dafür, dass die Nährstoffe regelrecht in das Gewebe „eingewalkt“ werden.

Sport nach Bandscheibenvorfällen

Nach einem Bandscheibenvorfall möchten Sie sicherlich irgendwann einmal wieder zum Alltag übergehen, wenn die Schmerzen nicht mehr vorhanden sind. Aber was, wenn zu diesem Alltag auch Sport gehört? Ab wann dürfen Sie diesem wieder nachgehen? Und welche Sportarten sind günstig, auf welche sollten Sie eher verzichten? So viel schon einmal vorweg: Nicht jeder Sport ist nach Bandscheibenvorfällen empfehlenswert.

Zunächst einmal sollte nach einem Bandscheibenvorfall eine Rückenschule im Mittelpunkt stehen. Hier lernen Sie nicht nur, wie Sie sich in Zukunft im Alltag rückenschonend verhalten, sondern es findet auch eine Kräftigung der Rückenmuskulatur statt.

Fordern Sie die Wirbelsäule nicht zu stark

Danach ist alles erlaubt, was Ihnen keine Schmerzen verursacht. Sie sollten allerdings auf Sport verzichten, der Ihre Wirbelsäule stark belastet. Nicht unbedingt zu empfehlen sind daher:

  • Reiten
  • Tennis
  • Alpin-Ski

Genauso wenig sind Mannschaftssportarten empfehlenswert, bei denen es zu Körperkontakt kommen kann, etwa Volleyball oder Fuß- und Handball.

Problemlos werden dagegen gesehen:

Dennoch sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen, wann Sie individuell wieder mit dem Sport beginnen dürfen.

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