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Naturmedizin gegen Arthrose

Enzyme sind aus Aminosäuren zusammengesetzte Eiweiß-Verbindungen. Sie beschleunigen chemische Reaktionen im Körper und sind für den menschlichen Organismus unverzichtbar. Über 10.000 verschiedene Enzyme sind inzwischen bekannt.

Zu medizinischen Zwecken werden sogenannte Proteasen eingesetzt, die in der Lage sind Eiweiß-Verbindungen wie Entzündungs-Stoffe zu spalten.

Im Fall einer Arthrose kommt es häufig zum Abrieb kleiner Knorpel-Teilchen, die das Gelenk reizen, so dass sich die Knochenhaut schmerzhaft entzündet. Hier greifen die Proteasen ein, indem sie die Schwellung sowie die Entzündungs-Stoffe (u. a. Interleukin) vermindern. Dadurch werden die Schmerzen wirkungsvoll  reduziert.

Diese Enzyme lindern Arthrose-Beschwerden:

  • Bromelain aus der Ananas
  • Papain aus der Papaya
  • Trypsin
  • Chymotrypsin

Die beiden letztgenannten Enzyme werden in aufwändigen Verfahren aus der Bauchspeicheldrüse von Nutztieren extrahiert. Wenn Sie unter einem akuten Schmerzschub leiden, sollten Sie Enzyme in Form eines Fertigpräparats einnehmen.

Vor einem weiterem Abrieb können Sie knorpelaufbauende Vitalstoffe schützen. Chondroitinsulfat besteht aus Aminosäuren, Schwefel- und Zucker-Verbindungen und ist ein wesentlicher Bestandteil der Knorpel-Substanz.

Das ist von Nahrungs-Ergänzungsmitteln zu halten

Dass der Knorpel-Baustoff in Form von Nahrungs-Ergänzungsmitteln den Knorpel-Abbau stoppen kann, hat einie Studie eines Froscherteams der Universität Montreal/Kanada nachweisen können. Die Wissenschaftler hatten 69 Patienten mit einer Kniegelenks-Arthrose täglich 800 mg Chondroitinsulfat gegeben, eine gleich große Kontrollgruppe erhielt ein Scheinmedikament.

Das Ergebnis: Nach 1 Jahr zeigten Röntgen-Aufnahmen, dass sich die Knorpelmasse bei ersterer Gruppe nur um 1% verringert hatte. In der Placebo-Gruppe betrug der Substanz-Verlust 5 %.

Entsprechende Präparate zur Erhaltung der Knorpel-Gesundheit können Sie in der Apotheke kaufen.

Auch Blutegel können bei Arthrose helfen

Blutegel können Ihnen die Schmerzen nehmen und Entzündungen hemmen. Dass eine solche Behandlung die Schmerzen bei einer Knie-Arthrose besser lindert als ein schmerzstillendes Gel (Diclofenac), konnten Forscher der Universität Duisburg-Essen schon 2004 in einer Studie nachweisen.

Wenn die kleinen Tierchen sich im Gebiet des erkrankten Gelenks festbeißen, saugen sie nicht nur Blut, sie sondern mit ihrem Speichel auch Substanzen (u. a. Egline, Bdelline) ab, die entzündungshemmend und schmerzstillend wirken.

Durch die anschließende bis zu mehreren Stunden dauernde Nachblutung wird der Stoffwechsel im Behandlungs-Gebiet so angeregt, dass der Gelenk-Knorpel besser versorgt und Schlacken schneller abtransportiert werden.

Eine Blutegel-Behandlung dauert etwa 2 Std. und kostet –  je nach Anzahl der verwendeten Tierchen – ungefähr 80 €, die bei einer ambulanten Behandlung leider nicht erstattet werden.

Homöopathie gegen Arthrose

Aus den jungen Trieben des Giftsumach wird das als Gelenkmittel bekannte Rhus toxicodendron hergestellt. Dieses hilft Ihnen, wenn die Schmerzen zu Beginn einer Bewegung am schlimmsten sind und sich bei fortgesetzter Bewegung wieder etwas bessern.

Die Schmerzen selbst sind reißend und meistens mit einer Steifigkeit der betroffenen Gelenke verbunden. Typisch ist auch, dass Wärme die Beschwerden lindert, Nässe und kaltes Wetter dagegen verschlechternd wirken.

Die Schmerzen werden bei einer Arthrose, die Causticum benötigt, genau umgekehrt wie bei Rhus toxicodendron, zu Beginn einer Bewegung besser und verbessern sich bei regnerischem Wetter. Die Kniegelenke fühlen sich steif an und schmerzen besonders beim Abwärtsgehen. Häufig haben die Betroffenen das Gefühl, als seien die Sehnen zu kurz.

Wenn Ihre Kniegelenke oder auch die Finger von Arthrose befallen sind, ist Acidum benzoicum ein sehr bewährtes Mittel. Häufig kommt es zu wandernden Gelenk-Schmerzen, die von den Betroffenen als reißend beschrieben werden. Die Kniegelenke sind oft geschwollen und bei Bewegung treten knackende Geräusche auf.

Am besten nehmen Sie das am besten zu Ihren Beschwerden passende Mittel 1x täglich in der Potenz D6 ein.

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Über den Autor Beate Rossbach

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Alte Kommentare
  • Misera Rudolf schrieb am 21.05.2014, 15:07 Uhr

    Ein sehr gutes Mittel gegen Arthrose - s.a. http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za433/ingwer.html - ist Ingwer. Es hilft nicht nur Pferden sondern auch hervorragend Menschen. Ich habe es selbst genommen und bin praktisch schmerzfrei. 1 Teelöffel täglich - praktisch mit Yoghurt o.ä. - genommen, hilft schon nach 1-2 Wochen. Der afrikanische Ingwer ist im Pferdefutterhandel erhältlich.

  • Manfred Zieling schrieb am 21.05.2014, 16:26 Uhr

    Andere Möglichkeiten, Arthrose zu lindern sind: die Einnahme von gekörnter Gelatine (der Körper weiss, wo er damit hin soll!) oder die Anwendung von Bio-Magneten, die allerdings in den USA (office@biomagscience.net und www.biomagscience.net) bestellt werden müssen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Magneten wirken!

  • Hanfland Dieter schrieb am 21.05.2014, 20:10 Uhr

    Arthrose, das hört man häufig, soll sehr schmerzhaft sein. Da ich bis jetzt keine habe, ich spüre mal nichts bis jetzt, trotz des Rentenalters. Ich habe in meiner Kindheit vor ca 60 Jahren viel Zeit bei meinen Großelter verbracht, dort wurde ausschließlich Sauerteigbrot aus Roggenmehl ge- gessen und soviel ich weiß hatten beide Großelternteile nie Gelenkprobleme. Kann es wirklich sein, daß Sauerteigbrot aus Roggenmehl, Arthrose verhindern kann? Ich backe mein Brot seit einigen Jahren selber, weil ich den ganzen Mist der im Industriebrot enthalten ist, nicht will. Ein Blick auf die Inhaltsbeschreibung reicht mir schon. Überwiegend backe ich Roggenbrot mit selbst angesetzten Natursauerteig.- Jetzt frag ich mich kann Roggen tatsächlich Arthrose verhindern? Ich habe darüber noch nie etwas gelesen oder gehört. Oder wird die Erkenntnis gar zurückgehalten, weil die Pharmaindustrie daran nichts verdienen kann? Vielleicht kennt sich ja jemand besser aus?

  • Jan Marinus Prins schrieb am 21.05.2014, 20:31 Uhr

    Bei Arthrose möchte ich keine Annanas empfehlen da der Annanas einer der starkste Schlackenlöser ist, sogar derart stark dass mehr Schlacken gelöst werden als frische Mineralien vorhanden sind, also werden die gelöste Schlacken, sprich Säuren mit Mineralien aus unsere Knochen neutralisiert damit Sie abtransportiert werden könnten. Nur wird meist viel zu wenig stilles Wasser getrunken also mus der Gelöste Schlacke wieder irgendwo gelagert werden, jetzt an einen neue Stelle. In dieses ganze Prozess wird der Niere ekstra belastet weil Sie nicht genügend gespült wird. Jede solche Belastung hat Auswirkung auf unsere Blase. Selber bin ich Knie-Arthrose frei geworden durch hauptsächlich basische Mahlzeiten, Teufelskrallentee, Brennesseltee und basische Bäder in Bade Wasser mit einen PH. von 8,5. Freundinnen haben in Badewasser mit einen höheren PH-Wert gebadet, Sie kamen schneller voran aber ihr Gefühlsleben nam innerhalb von 1 Jahr deutlich ab. Selber bräuchte ich etwa 2 Jahre und habe im nachhinein Psychotherapeutisch die dazu gehörende Themn bearbeitet.

    • Ina Wolter antwortete am 23.05.2014, 00:20 Uhr

      Lieber Jan Marinus, die Wurzel der Gesundheit durch konsequenten Verzehr von Vollkornbrot aus Roggenschrot und Natursauerteig beruht wahrscheinlich auf zweierlei Faktoren: Erstens wirkt der starke Rohfaseranteil ("Ballaststoffe") im selbstgebackenen Sauerteigbrot positiv auf die Darmflora, die ja die Abwehrkräfte erzeugt und fördert die Funktion der Bauchspeicheldrüse. Zweitens kommt der Verzicht auf Auszugsmehl (insbesondere von Weizen) und Hefe (Candida) dazu. Hefepilze "fressen" Zucker aller Art, außer Milchzucker, und vergären diese. Dabei entstehen Gase und auch Fusel (z.B.der giftige Methylalkohol), der die Darmflora dort schädigt wo er entsteht und außerdem über das Blut "wandern" und periphere Nervenverbindungen schädigen oder unterbrechen kann. (Zu dem Koplex "Candida" gibt es eine Internetseite)

  • Ina Wolter schrieb am 22.05.2014, 01:14 Uhr

    Ich führe meine nunmehr wieder schmerzfreien Kniegelenke auf die tägliche Dusche mit erst heißem und dann ganz kaltem Wasser zurück.(Anregung der Durchblutung und Heilungsimpuls) Es hat allerdings mehrere Monate gedauert. Auch habe ich sie ab und zu mit Schwarzkümmelöl (Nigella) massiert.