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Konservative und operative Methoden in der Arthrosebehandlung

Wenn Sie unter Arthrose leiden, stellt sich schnell die Frage nach der richtigen Behandlung. Diese ist natürlich immer abhängig von der Schwere Ihrer Erkrankung. Grundsätzlich aber stehen konservative (nicht-operative) und operative Methoden zur Verfügung. Letztere sollten aber erst so spät wie möglich eingesetzt werden, denn jede Operation erhöht natürlich das Risiko für eine neue Arthrose.

Konventionelle Behandlungsverfahren

  • Hydrotherapie: Wassergymnastik erwies sich bei vielen Arthroseformen als hilfreich. Aber auch normales Schwimmen hilft, Ihre Gelenke zu stärken, sie aber nicht zu stark zu belasten.
  • Medikamente: Schmerzmedikamente sind in vielen Fällen nötig, um zu verhindern, dass die Beschwerden chronisch werden. Hier gibt es verschiedene Medikamentengruppen. Welche für Sie die richtige ist, muss Ihr Arzt individuell entscheiden. Häufig kommt auch Cortison zum Einsatz. Allerdings darf es nicht regelmäßig verwendet werden, da seine Wirkung sonst nachlässt und es zu schweren Nebenwirkungen kommen kann.
  • pulsierende Signaltherapie: Studien zeigten, dass dieses starke Magnetfeld, das in Stoffwechselvorgänge eingreift, einen positiven Effekt auf die Knorpelregeneration haben kann. Aber die Methode sollte nur im Anfangsstadium eingesetzt werden. Später reicht die von ihr ausgehende Stimulation nicht mehr aus.
  • Interleukin-Therapie: Ihnen wird bei dieser Methode Blut entnommen. Hieraus werden die Entzündungsbotenstoffe (Interleukine) aufbereitet und wieder zurückinjiziert. Sie werden in das betroffene Gelenk gespritzt und sollen die Entzündungen hemmen und zur Schmerzlinderung beitragen. Ob sich bei dieser Methode der Knorpel regenerieren kann, ist allerdings fraglich.
  • Hyaluronsäure-Behandlung: Hierbei handelt es sich um die üblichste Arthrosebehandlung, bei der Hyaluronsäure direkt ins Gelenk gespritzt wird. Das soll die Schmerzen verringern und die Beweglichkeit der Gelenke verbessern. Allerdings sind die Effekte nur vorübergehend. Danach geht es Ihnen nicht besser als vor der Behandlung.

Operative Verfahren

  • Arthroskopie: Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, das auch als „Gelenktoilette“ bezeichnet wird. Ihr betroffenes Gelenk wird durchgespült. So sollen abgestorbenes Gewebe und Knorpelteilchen entfernt, die Arthrose verlangsamt werden. Dieser Effekt ist allerdings nicht dauerhaft und die Arthrose kann hierdurch sogar noch verschlimmert werden.
  • künstliche Gelenke: Sie sollten das allerletzte Mittel bleiben. Denn es handelt sich, egal ob Hüfte oder Knie, immer um ein Ersatzteil, das längst nicht so haltbar ist und nach 15 Jahren wieder ausgetauscht werden muss. Auch kann die OP nicht in allen Fällen Ihre Beweglichkeit wieder herstellen und solch ein Eingriff ist und bleibt immer ein Risiko.
  • Knorpeltransplantation: Neue Knorpelzellen werden dabei in das geschädigte Gelenk integriert. Allerdings kann die Methode nur bei kleinen Schäden angewandt werden. Sie dürfen einen Durchmesser von 1,5 cm nicht überschreiten.
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Dr. Martina Hahn-Hübner
Über den Autor Dr. Martina Hahn-Hübner

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