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Stoppen Sie den Knorpelabbau natürlich

Wenn bei einer Arthrose im Kniegelenk der Gelenkknorpel noch nicht so weit zugrunde gegangen ist, dass die Knochen geschädigt sind, kann die Naturheilkunde helfen, die Knorpelsubstanz zu stärken. Auch bei einer aktivierten Arthrose kennt sie durchaus schmerzlindernde Anwendungen. Ebenso können Sie mit vorbeugenden natürlichen  Maßnahmen dafür sorgen, dass es gar nicht erst zum Knorpelabbau kommt.

So kann z. B. eine Biomolekulare Therapie durch die Injektion von Knorpelzell-Bestandteilen einen weiteren Knorpelabbau verhindern und das Knorpelwachstum anregen. Elektrotherapien dienen vor allem der Schmerzlinderung, die Kernspinresonanz-Therapie (MBST) regt zusätzlich den Knorpelaufbau an. 

Auch mit Ihrer Ernährung können Sie wesentlich dazu beitragen, Ihren Gelenkknorpel zu stärken. Forscher des Kings College in London haben das Ergebnis einer Studie über die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und dem Auftreten einer Hüftgelenkarthrose veröffentlicht. Anhand von Befragungen und Untersuchungen von 1.000 gesunden weiblichen Zwillingen stellten sie fest, dass Frauen, die häufig Pommes Frites und Bratkartoffeln aßen, das höchste Risiko für eine Hüftgelenkarthrose hatten. Bei einem häufigen Verzehr von Knoblauch, Lauch und Zwiebeln war das Risiko am geringsten. Im Laborversuch an Zellkulturen menschlicher Knorpelzellen zeigte sich, dass die in Lauchgewächsen enthaltene Schwefelverbindung (Diallyldisulfid) ein Enzym (Matrixmetalloproteinase) hemmt, das bei Arthrose besonders aktiv ist und die Knorpelsubstanz angreift.

Schwefel enthalten auch die natürlichen Substanzen SAM-e (S-Adenosyl-Methionin), Chondroitinsulfat, Glucosaminsulfat und MSM (Methylsulfonylmethan). Diese Verbindungen können die Neubildung von Knorpelzellen anregen und die Knorpelsubstanz festigen. Entsprechende Präparate erhalten Sie in der Apotheke.

Diese Anwendungen lindern die Arthroseschmerzen im Knie

Wärmeerhöht die Durchblutung und entspannt die Muskulatur, wodurch der Gelenkknorpel besser ernährt wird. Wärmeanwendungen sind jedoch kontraindiziert, wenn das Gelenk akut entzündet ist. Kälteanwendungen führen dazu, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. Dadurch kommt es zu einer Schmerlinderung und Entzündungshemmung. Sie helfen Ihnen, wenn das Gelenk entzündet ist (aktivierte Arthrose).

Warme Fangopackung

Erwärmen Sie eine Fangopackung (ab 11 € in der Apotheke) in der Mikrowelle oder im Backofen und legen Sie sie etwa 45°C heiß auf die Hüfte. Lassen Sie die Auflage 15 Minuten lang einwirken.

Feuchtheißer Ölumschlag

Mischen Sie jeweils 5 Tropfen ätherisches Rosmarin-, Lavendel- und Majoran-Öl (aus der Apotheke) und geben Sie die Mischung auf ein feuchtheißes Tuch. Legen Sie den Umschlag einmal täglich 10 Minuten lang auf das erkrankte Gelenk.

Kalter Quarkwickel

Bestreichen Sie ein Leintuch fingerdick mit kaltem Speisequark und umwickeln Sie damit Ihre Hüfte. Lassen Sie den Wickel solange auf der Haut, bis der Quark durch die Körperwärme getrocknet ist.

Kälteauflage

Wickeln Sie eine Kühlauflage (Cool-Pack) in ein Geschirrtuch und legen Sie das Päckchen 15 Minuten lang auf das schmerzende Gelenk. Warten Sie anschließend 5 Minuten und wiederholen Sie anschließend die Kühlung noch einmal.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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