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Sport bei Arhtrose: Diese Sportarten helfen Ihnen

Thema Sport bei Arhtrose: Selbst wenn Sie in jungen Jahren viel Sport getrieben haben, werden Sie merken, wie mit zunehmendem Alter manche Bewegungen schwerer fallen.

„Die alten Knochen wollen nicht mehr so recht“, sagen viele und nehmen die fortschreitende Bewegungs-Einschränkung oft als naturgegeben hin.

Doch gegen Arthrose gibt es ein Rezept, ganz ohne Rezeptgebühr und Zuzahlungen: Sport treiben – aber nicht irgendeinen, sondern auf die Arthrose und ihre unterschiedlichen Erscheinungs-Formen angepasste Sportarten helfen, die Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Vor- und Nachteile von Sport bei Arhtrose-Patienten

Wenn Sie unter Arthrose leiden und Sport treiben möchten, müssen Sie die beiden Seiten der Medaille beachten:

  1. Vorteil: Zum einen fördert die Bewegung den Gelenk-Stoffwechsel und die Aktivität der Knorpelzellen. Außerdem wirkt Sport förderlich auf Herz- und Kreislauf und beugt der Osteoporose vor.
  2. Nachteil: Zum anderen kann aber derselbe Patient zu einem anderen Zeitpunkt auf denselben Sport mit Entzündungen und Schmerzen reagieren. Eine generelle Empfehlung, was für wen richtig ist, können Mediziner heute nicht geben.

Wenn Sie Sport treiben möchten, führt daher der erste Weg zu Ihrem Arzt oder Sportmediziner. Er wird unter Hinzuziehung möglicher klinischer oder radiologischer Befunde mit Ihnen einige Fragen abklären.

Aufgrund Ihrer Antworten wird der Arzt entscheiden, welche Sportarten für Sie in Betracht kommen und in welchem Ausmaß Sie sie betreiben dürfen.

Wir haben für Sie die Sportarten zusammengestellt, die für Arthrose-Patienten in Frage kommen. Die wichtigsten Ziele sind dabei Schmerzlinderung, Funktions-Erhaltung und -Verbesserung. Die Sportarten sind von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) ausgewählt worden.

Sportarten, Ihre Wirkung und was Sie beachten sollten

  • Gymnastik: Grundvoraussetzung für jeden sportlich Ambitionierten. Vor und nach dem Sport und als fester Bestandteil der täglichen Körperpflege. Dehnung und Kräftigung der Muskeln, Verbesserung der Koordination – am besten nach ärztlicher Anleitung.
  • Schwimmen: Entlastung der Gelenke durch den Auftrieb im Wasser, Kräftigung der Gelenk-Muskulatur. Wegen der unnatürlichen Kopfhaltung beim Brustschwimmen ist das Rücken- und Kraulschwimmen diesem vorzuziehen.
  • Radfahren: Kann auch auf dem Ergometer (Standfahrrad) ausgeübt werden (= keine Sturzgefahr), als Ausdauersport sehr empfehlenswert. Hohe Trittfrequenz (= kleiner Gang) vermindert die Gelenk-Belastung.
  • Dauerlauf: Stellt nur geringe koordinative Anforderungen und kann bis ins hohe Alter betrieben werden. Ungeübte und Übergewichtige sollten sich wegen der geringeren Gelenk-Beanspruchung eher fürs Walking, besser noch – da gelenkschonender – fürs Nordic Walking entscheiden.
  • Skilanglauf: Als saisonale Ergänzungs-Sportart wegen der Einbeziehung fast aller Gelenke sehr zu empfehlen. Wegen der nicht zu unterschätzenden Verletzungsgefahr eher für solche Patienten geeignet, die diesen Sport bereits früher einmal ausgeübt haben

Bei speziellen Arthrose-Erkrankungen können Sie auch folgende Sportarten betreiben, wenn Ihr Arzt keine Einwände hat

  • Fußgelenks-Arthrose: Rudern, Reiten, Radfahren, Schwimmen, Aqua-Jogging
  • Kniegelenks-Arthrose: Radfahren, Walking, Kraulschwimmen, Aqua-Jogging
  • Hüftgelenks-Arthrose: Schwimmen, Radfahren, Walking, Aquajogging
  • Lendenwirbelsäulen-Syndrom (LWS): Schwimmen, Skilanglauf, Walking, Reiten, Aqua-Jogging
  • Halswirbelsäulen-Syndrom (HWS): Skilanglauf, Walking
  • Schulter-Arm-Syndrom: Schwimmen, Skilanglauf, Walking, Aqua-Jogging

Sport bei Arhtrose: Diese Fragen sollten Sie sich – und Ihrem Arzt – gewissenhaft beantworten

  • Leiden Sie unter beruflich oder sportlich bedingten speziellen Fehlbelastungen einzelner oder mehrerer Gelenke? (Dann kommen Sportarten, die diese Gelenke erneut stark belasten würden, von vornherein nicht in Frage.)
  • Haben Sie die angestrebte Sportart bereits früher einmalausgeübt? (Das wäre von Vorteil, weil Sie dann die Bewegungs-Abläufe nicht erst neu trainieren müssen.)
  • In welchem Ausmaß wollen Sie die Sportart betreiben? (Sie sollten nicht unbedingt Extrem-Leistungen oder Wettkampf-Einsätze anstreben.)
  • Wie steht es bei Ihnen um die Muskulatur, speziell um die der beanspruchten Gelenke? (Krankengymnastik kann zunächst dafür sorgen, die gelenkunterstützenden Muskelpartien aufzubauen.)
  • Wie steht es um Ihren allgemeinen Gesundheits-Zustand? (Starkes Übergewicht sollten Sie beispielsweise zunächst reduzieren, damit Ihre Gelenke entlastet werden.)
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