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Arthrose: Wann muss bei dieser Erkrankung operiert werden?

So unterschiedlich die Arthrose-Formen sind, so unterschiedlich ist auch die Art und Weise, wie sie sich bemerkbar machen. Doch wie kündigt sich welche Arthrose-Form an?

So äußert sich eine beginnende Arthrose

Gerade wenn sich eine Arthrose entwickelt, können Sie die Symptome häufig erst einmal nicht richtig zuordnen. Zu unspezifisch sind sie: Sie leiden vielleicht unter Bewegungsproblemen am Morgen, als müssten Sie erst einmal in Tritt kommen. Doch solche Probleme können Sie natürlich auch schnell auf das Alter schieben oder auf schlechten Schlaf. Gelenkschwellungen, die ebenfalls im Anfangsstadium auftreten, könnten auch von einer Überlastung kommen. Grundsätzlich aber weisen einige Anzeichen auf Arthrose hin:

  • Fingerarthrose: Ihre Finger sind gerade morgens sehr steif. Dies lässt nach, wenn Sie sie einige Zeit bewegt haben oder sie Wärme ausgesetzt werden. Diese sorgt auch dafür, dass die Schmerzen, ein typischer Begleiter der Fingerartrose, schnell verschwinden. Auf Dauer aber bleiben die Beschwerden bestehen. Dann haben Sie große Beschwerden beim Greifen kleinerer Gegenstände.
  • Hüftarthrose: Sie äußert sich zunächst einmal mit Hüftschmerzen, die immer dann auftreten, wenn Sie sich anstrengen. Allerdings vergehen diese auch schnell wieder. Gerade morgens früh, wenn Sie aufstehen, kommt es zu den Schmerzen. Und schon nach fünf, maximal zehn Minuten sind sie wieder verschwunden. Typisch für eine Hüftarthrose ist auch, dass sich Ihre Hüfte anfühlt wie eingerostet. Wenn die Arthrose weiter fortschreitet, dann klingen die Beschwerden nicht mehr so schnell ab. Nach und nach kommt es dann auch im Ruhezustand zu starken Schmerzen. Diese strahlen dann aus bis in den Oberschenkel und hinein in den Leistenbereich.
  • Kniegelenksarthrose: Eine beginnende Kniegelenksarthrose zeigt sich auch mit Steifigkeit, gerade wenn Sie auftreten. Diese verschwindet nach einigen Metern Gehstrecke. Dann können Sie Ihre Knie wieder wie gewohnt strecken und beugen. Auch Treppen steigen kann große Probleme bereiten, ebenso wie Drehbewegungen, bei denen es zu starken Schmerzen kommen kann.

Gehen Sie bei Arthrose-Verdacht unbedingt zum Arzt

Leiden Sie vor allem Morgens unter Ihren Beschwerden und haben Sie den Verdacht, dass sich hier hinter eine Arthrose verstecken könnte, dann suchen Sie auf jeden Fall einen Orthopäden auf. Dieser kann erkennen, ob Sie wirklich an Arthrose erkrankt sind. Er kann Ihnen dann die passende Behandlung empfehlen.

Wichtig ist aber nicht nur die ärztliche Behandlung. Auch Sie können viel dazu beitragen, dass Ihre Beschwerden nicht weiter fortschreiten, die Schäden so gering wie möglich bleiben oder dass sie gar nicht erst entstehen. Wichtig ist vor allem einegesunde, ausgewogene Ernährung und die richtige Bewegung. Entscheidend auch, dass Sie falsche Bewegungen vermeiden und in Zukunft darauf achten, dass Sie Ihre Knie nicht über Gebühr belasten und so den Verschleiß noch beschleunigen.

Konservative Methoden zur Behandlung von Arthrose

Wann muss bei einer Arthrose eigentlich wirklich operiert werden? Operationen am Gelenk kommen erst dann in Frage, wenn alle konservativen Methoden nicht genug bringen. Sie teilen sich auf in

  • gelenkversteifende Maßnahmen, um den Schmerz zu nehmen und das weitere Abreiben zu verhindern
  • gelenkerhaltende Maßnahmen, etwa Korrektur einer Fehlstellung
  • Gelenkersatz; am häufigsten des Hüftgelenkes, doch immer häufiger auch des Kniegelenkes

Vorsicht bei Spritzen!

Immer wieder wird auch versucht, bestimmte Substanzen in das Gelenk zu spritzen, um den Spalt zu erweitern oder den Knorpel wieder zu verdicken und dies mit unterschiedlichem Erfolg. Die Radiosynoviorthese, bei der eine schwach radioaktive Substanz in die oberste Schicht der Gelenkinnenhaut gespritzt wird, gilt als effektiv bei aktivierter Arthrose (Osteoarthritis). Aber sie muss von einem extra dafür geschulten Nuklearmediziner durchgeführt werden.

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