Arthrose: Stadien
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Bereits jeder zweite Deutsche über 60 Jahren leidet an Arthrose, dem irreversiblen Gelenkverschleiß. Grund dafür ist neben bergewicht oft auch Bewegungsmangel. Dabei können Sie mit nichts so gut der Arthrose vorbeugen wie mit regelmäßigem Sport – und auch bei der Linderung von Schmerzen ist Sport dringend zu empfehlen.
Eine wirksame Vorbeugung gegen Arthrose besteht darin, dass Sie Ihre Gelenke nicht zu sehr belasten. Für viele Menschen scheint diese Aussage nur die These „Sport ist Mord“ zu bestätigen. Aber, halt: So ist es nicht gemeint. Auch wenn Sie extreme Belastungen Ihrer Gelenke, zum Beispiel wie beim Squash, umgehen sollten, heißt das nicht, dass Sie sich nicht mehr bewegen dürfen. Ganz im Gegenteil: Sport ist die wichtigste Vorbeugung vor Arthrose. Denn Ihr Gelenkknorpel braucht Bewegung. Diese regt die Produktion der Gelenkschmiere an – und ermöglicht damit erst die schmerzfreie Bewegung des Gelenks, aber auch die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen.
So entwickelt sich eine Arthrose-Erkrankung
Leider kann es trotz aller Bewegung passieren, dass sich bei Ihnen eine Arthrose entwickelt. Grund dafür ist oft genug eine erbliche Veranlagung, manchmal aber auch eine Stoffwechselerkrankung. Dann läuft die Arthroseentstehung in drei Stadien ab.
1. Sie haben nach längeren Ruhephasen das Gefühl, dass Ihre Gelenke eingerostet sind. Erst wenn Sie sich schon einige Zeit bewegt haben, wird Ihr Bewegungsablauf flüssig. Hinzu kann manchmal auch eine extreme Wetterfühligkeit kommen. Diese Symptome sollten Sie Ihrem Arzt so genau wie möglich schildern, denn auf dem Röntgenbild kann er in dieser Phase noch keine Veränderung an Ihren Gelenken erkennen.
2. Nach einiger Zeit treten häufiger Gelenkschmerzen auf – gerade dann, wenn Sie sich etwas Gutes tun wollen und sich kräftig strecken. Generell ist Ihre Bewegung beeinträchtigt, zudem nehmen Sie häufig eine Schonhaltung ein, um das schmerzende Gelenk zu entlasten. Die Schmerzen entstehen nicht nur bei Bewegung, sondern auch bei Druck auf das betroffene Gelenk. Ihr Arzt erkennt jetzt auf dem Röntgenbild, dass der Gelenkspalt schmaler geworden ist und dass sich der Knochen unter dem Knorpel verdichtet hat.
3. Im dritten Stadium ist Ihre Bewegungsfähigkeit starkeingeschränkt. Auf dem Röntgenbild ist zu erkennen, dass sich die Gelenkränder verdickt haben. Es fallen Knochenausstülpungen, aber auch abgebrochene Knochenstückchen in den Gelenkspalten auf. Wenn das Knorpelgewebe abgetragen ist, sind offene Markräume zu erkennen.
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