Arthrose: Operationsmethoden
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Das Debridement ist eine der ältesten Arten der Gelenkchirurgie. Bei der herkömmlichen Gelenkoperation wird ein Schnitt gelegt, um das Gelenk einzusehen und zu sanieren. Wird die Operation wegen Arthrose durchgeführt, so entfernt der Chirurg möglicherweise Knochensporne und -vorsprünge, modelliert die Knorpeloberfläche und nimmt lose Knorpel- oder Knochenstücke heraus, die Schmerzen verursachen können.
Wird die Operation wegen einer rheumatoiden Arthritis vorgenommen, wird eventuell die entzündete Gelenkhaut (Synovia) entfernt. Das Entfernen dieses Gewebes kann die Schmerzen und die Schwellung lindern und möglicherweise die Zerstörung des Knorpels und des Knochens verhüten. Die Gelenkhaut regeneriert sich innerhalb einiger Wochen. In manchen Fällen kann die Entzündung nach der Operation wiederkehren.
Neue Behandlungsmethoden auf dem Vormarsch
Obwohl Debridement traditionell mit einem offenen Schnitt durchgeführt wird, liefert die arthroskopische Chirurgie viel versprechende Ergebnisse.
Ein Arthroskop ist ein kleines optisches Instrument mit einer Kamera, das es dem Arzt erlaubt, in das Gelenk zu sehen. Es werden nur kleine, punktförmige Schnittkanäle anstelle der größeren Schnitte der traditionellen chirurgischen Verfahren gebraucht. Das Arthroskop ermöglicht auch eine optische Vergrößerung zur besseren Untersuchung des Gelenks.
Obwohl Chirurgen in den letzten 10 Jahren immer wieder versucht haben, Ellbogengelenke durch arthroskopische Operationen wiederherzustellen, ist diese Technik erst in den letzten Jahren soweit verbessert worden, dass sie den traditionellen Operationsverfahren überlegen sein könnte. Zumindest in den Händen erfahrener Chirurgen.
Bezüglich einer Form des arthroskopischen Debridements wurde in der Mayo Clinic bahnbrechende Arbeit geleistet (die auch in Deutschland seit Jahren bekannt ist). Dieser Eingriff wird von den Ärzten der Mayo Clinic auch osteocapsuläre Osteoplastie genannt. Es ist eine wesentlich präzisere und ausgedehntere Operation und kann manchmal bei Personen angewandt werden, die sonst eine Prothese benötigen würden.
Wer könnte davon profitieren?
Das arthroskopische Debridement könnte angezeigt sein, wenn:
- Ihr Alter zwischen 25 und 60 Jahren liegt
- Sie an einer leichten bis mäßigen Arthrose leiden, die durch starke Beanspruchung der Ellbogen zustande gekommen ist, zum Beispiel Gewichtheben und andere Sportarten oder schwere körperliche Arbeit
- bei Ihnen ein Knochensporn vorliegt
- bei Ihnen lose Knorpel- oder Knochenteile im Gelenk liegen
- Sie an einer Beweglichkeitseinschränkung oder Schmerzen an den Endpunkten der Bewegung leiden
Dieser Eingriff wird nicht an Hüften und Knien angewandt, da er bei gewichttragenden Gelenken nicht so wirksam zu sein scheint. Selten wird er bei Arthrose der Schulter angewandt, denn die Ergebnisse sind im Allgemeinen weniger konstant und wirksam als bei einer traditionellen Prothesenoperation.
Da dieser Eingriff technisch sehr anspruchsvoll und einschließlich der Gefahr der Verletzung eines Nervs nicht frei von Risiken ist, sollten Sie einen Chirurgen auswählen, der Erfahrung mit dieser Operation hat. Die Entwicklung des arthroskopischen Debridements ist noch in einem Frühstadium.
Daher kann die Gefahr der Nervenverletzung größer sein als bei einer traditionellen Operation. Die Genesung verläuft jedoch meist schneller als bei einer traditionellen Operation.
Die Chirurgen geben an, dass die Erfolgsrate der traditionellen Operation, gemessen an der Patientenzufriedenheit, etwa 70% beträgt. Vergleichswerte für die arthroskopische Operation gibt es nicht, da die Art des Eingriffs noch zu neu ist.
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