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Wussten Sie schon, dass Gummibärchenmasse gut für Ihre Gelenke ist?

Arthrose hat sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt. Das kommt nicht von ungefähr: Wenn Sie 60 Kilogramm wiegen und „nur“ Ihren Haushalt versorgen, belasten Sie Ihre Kniegelenke täglich mit 30 Tonnen Gewicht. Alleine durch die Bewegungen beim Hochheben und Tragen von Gegenständen müssen Hüfte und Kniegelenke täglich 180 Kilogramm stemmen – das Dreifache des Körpergewichts. Wenn Sie Treppen steigen, erhöhen Sie die Belastung noch einmal: Dann wirken bis zu 300 Kilogramm auf Ihre Gelenke ein.

Die Folge: Die elastischen Fasern der Knorpelschicht werden dünner. Schon ohne Belastung würden sich die Gelenke abnutzen – wie stark, das ist abhängig von Alter, Gewicht, Verletzungen und Fehlstellungen. Aus diesem Abnutzungsprozess entwickelt sich nach und nach eine Arthrose. Das gefährliche an dieser Krankheit: Sie verläuft zunächst schleichend. Erst, wenn der Knorpel aufgeraut und fast abgerieben ist, merken Sie, dass Ihre Gelenke Ihnen Beschwerden machen und nicht mehr so gut funktionieren. Der Knorpel verfügt dann nicht mehr über seine Elastizität und kann Stöße nicht mehr wirklich abfedern. Eventuell behindern abgeschliffene Knorpelteile die Bewegungen des Gelenks. Außerdem wird in der Gelenkkapsel nicht mehr genügend Gelenkschmiere produziert. Dadurch wird der Knorpel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Wenn die Knorpelschicht erst einmal abgebaut ist, wird der Knochen zerstört, die Knochenoberfläche aufgeraut, sodass sie sich verformen kann.

Es gibt 2 unterschiedliche Arten der Arthrose:

  • Wenn Sie keine oder nur wenige Beschwerden spüren, kaum unter Schmerzen oder Schwellungen leiden, handelt es sich um eine ruhende Arthrose
  • Im Gelenk können auch entzündliche Prozesse ablaufen. Dann leiden Sie unter starken Schmerzen, unter Schwellungen und einer Erhitzung des Gelenks. Hierdurch drückt sich eine aktivierte Arthrose aus.

Was ist dran am Arthrose-Wundermittel Gelatine?

Den meisten Menschen fallen erst einmal Wackelpudding und Gummibärchen ein, wenn sie das Wort Gelatine hören. Dabei wird sie nicht nur in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, auch bei der Herstellung von Medikamenten und in der Fotoindustrie ist sie von großer Bedeutung. Anfang des 18. Jahrhunderts schon wurde Gelatine häufig eingesetzt, aber erst 1870 entdeckten Wissenschaftler, dass Gelatine ein Eiweißstoff ist. Das Eiweiß wird aus Häuten und Knochen, überwiegend von Schweinen, manchmal auch von Rindern, herausgelöst, gereinigt und getrocknet. Das Endprodukt besteht zu 85 bis 90 % aus Eiweiß, zu 1 bis 2 % aus mineralischen Salzen, der Rest ist Wasser. Der Grund, warum Gelatine heute auch als Gelenkschutz eingesetzt wird, ist, dass die Aminosäure-Zusammensetzung der Gelatine der Zellstruktur des Gelenkknorpels entspricht. Diese Zellstruktur des Knorpels, auch Kollagenfasern genannt, besteht aus Eiweißen, in die wasserbindende Moleküle eingelagert sind. Diese Moleküle wiederum bestehen aus Aminosäuren. Einen Teil dieser Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, den anderen Teil, die so genannten essentiellen Aminosäuren, müssen Sie mit der Nahrung aufnehmen.

Die Aminosäuren der Gelatine sind, so haben Wissenschaftler herausgefunden, in der Lage, die Darmwand zu passieren, ohne dass sie sich verändern. So können sie sich am Knorpel anlagern und seinen Abbau verhindern. Eine Vorraussetzung dafür, dass das funktioniert, ist aber, dass Sie noch einen regenerationsfähigen Knorpel besitzen.

Schmerzmittel ade: Gelatine auf den Speiseplan

 

Gelatine kann Ihnen bei verschiedenen Gelenkbeschwerden helfen. Einsatz findet sie schon bei

  • Hüft- und Kniegelenksarthrose
  • Polyarthrose an den Fingergelenken
  • Überlastungsschmerzen
  • degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Osteoporose
  • Leistungssportlern, um Gelenkverschleiß vorzubeugen

Studien belegen mittlerweile, dass Gelatine bei Patienten mit degenerativen Gelenkerkrankungen dazu führt, dass diese weniger Schmerzmittel brauchen und wieder besser gehen können. Zudem fanden Forscher heraus, dass sie eine präventive und regenerierende Wirkung auf Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder hat. Ich empfehle Ihnen zur Vorbeugung und Behandlung von Gelenkproblemen 10 Gramm Gelatine täglich. Dabei können Sie verschiedene Formen wählen. Es gibt mittlerweile kleine Trinkpäckchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Sie können aber auch Blattgelatine auflösen und in Orangensaft einrühren. Gelatine erhalten Sie in Blattform in den Backabteilungen der Supermärkte. Die kleinen Trinkpäckchen gibt es entweder auch im Supermarkt oder im Sportgeschäft.

Verzichten sollten Sie nur darauf, die 10 Gramm in Form von Wackelpudding, Gummibärchen oder Sülze zu sich zu nehmen – dann hätten Ihre Knie bald noch schwerer zu tragen.

Gesundes Gelenk

Die beiden Knochenenden sind durch Knorpel abgepufft. Umgeben von der Gelenkflüssigkeit ruhen sie in der Gelenkkapsel.

Gelenkarthrose

Die Knorpelschicht ist aufgerauht. Sie kann abschilfern, und der Gelenkspalt kann sich verschmälern.

Lassen Sie Ihre Gelenke nicht einrosten

Um eine Arthrose aufzuhalten, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich viel zu bewegen. Immer wieder höre ich von meinen Patienten, dass sie keinen Sport treiben, eben weil sie unter Arthrose leiden. Ihr Argument, dass genauso oft genannt wie falsch ist, lautet: Wenn ich mich bewege, nutze ich meine Gelenke noch mehr ab. Genau das aber ist falsch. Ohne Bewegung würde das Gelenk versteifen. Zudem wird die Bildung von Gelenkflüssigkeit erst möglich, wenn Sie Ihre Gelenke in der richtigen Form bewegen. Ohne diese Flüssigkeit hungern Sie den Knorpel aus und manövrieren sich so noch mehr in die Arthrose hinein. Sie sollten sich allerdings Sportarten aussuchen, bei denen Sie die Gelenke bewegen, ohne sie übermäßig zu belasten. Schwimmen und Radfahren bieten sich hier an, auch Aqua-Sport. Von Squash und Tennis dagegen sollten Sie sich fernhalten.

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