Wie Sie Arthritis erkennen können und wie Sie Orangensaft davor schützen kann
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Arthritis
Bei der Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Gelenke und betrifft dabei häufig, aber nicht ausschließlich, Finger- und Zehengelenke. Dabei kann die Krankheit sowohl schleichend, als auch plötzlich eintreten. Wie sie eine rheumatoide Arthritis erkennen können und wie Sie der Erkrankung mit Orangensaft vorbeugen können, erfahren Sie hier.
GNL5223
Die meisten Erwachsenen werden in ihrem Leben von der einen oder anderen Arthritisform betroffen. Die zwei häufigsten Krankheitsformen sind:
- Osteoarthritis - Diese Form ist besonders weit verbreitet. Es ist ein chronischer Zustand, der meist im mittleren Lebensabschnitt oder später auftritt. Die genauen Ursachen sind bis heute noch nicht bekannt. Eine Abnormität Ihrer Gelenkstruktur oder eine vorhergehende Verletzung, zum Beispiel am Knie, können das Auftreten einer Osteoarthritis begünstigen.
Osteoarthritis wird häufig als Abnutzungsarthritis bezeichnet. Man führt die Erkrankung auf eine Überbeanspruchung der Gelenke zurück. Wenn sich ein Gelenk abnutzt, dünnt die Knorpelschicht aus und wird rau. So können sich die Knochen allmählich an ihren Enden reiben.
Zu den Symptomen und objektiven Befunden der Osteoarthritis gehören Schmerzen und Steifigkeit im betroffenen Gelenk, die sich während oder nach einer Bewegung bemerkbar machen. Stellenweise kann es auch zu Schwellungen kommen.
Typischerweise entwickeln sich die Symptome einer Osteoarthritis nur langsam mit wechselnden Ruhe- und Akutphasen. Akut werden die Symptome häufig nach starker Aktivität oder Überbelastung der Gelenke.
- Rheumatoide Arthritis (früher auch primär chronische Polyarthritis) - Im Gegensatz zur Osteoarthritis ist die Rheumatoide Arthritis primär keine Folge einer Abnutzung oder Verletzung. Diese Erkrankungsform kann jederzeit auftreten, jedoch meistens in einem Alter von 25 und 50 Jahren. Frauen machen Dreiviertel aller Patienten mit dieser Krankheit aus.
Rheumatoide Arthritis wird als Autoimmunkrankheit angesehen - also eine Krankheit, bei der das Immunsystem den Körper angreift. Bei der Rheumatoiden Arthritis entzündet sich die Synovialmembran, die normalerweise das Gelenk schützt und versorgt, wodurch Schmerzen und Schwellungen entstehen.
Die Entzündung löst die Ausschüttung von körpereigenen Substanzen aus, die mit der Zerstörung von Knorpel, Knochen, Sehnen und Bändern beginnen. Die Muskeln um die Gelenke werden geschwächt und das Gelenk kann allmählich zerstört werden.
So erkennen Sie die rheumatoide Arthritis
- beginnt häufig im Alter zwischen 25 und 50 Jahren und entwickelt sich innerhalb von Wochen und Monaten.
- betrifft meist viele Gelenke auf beiden Körperseiten. Kleine Gelenke der Hände und Füße werden zuerst in Mitleidenschaft gezogen.
- verursacht gewöhnlich deutliche Rötung, Wärme, Schwellung der Gelenke und Morgen-Steifigkeit. Diese Symptome können Stunden anhalten.
- löst häufig ein Gefühl des Krankseins mit starker Erschöpfung aus und kann zu Gewichtsverlust führen.
So erkennen Sie die Osteoarthritis
- beginnt häufig im Alter zwischen 40 und 50 Jahren und entwickelt sich langsam.
- betrifft meist nur wenige Gelenke auf einer oder beiden Körperseiten.
- verursacht gewöhnlich minimale Rötung, Wärme und Schwellung der Gelenke. Morgensteifigkeit ist häufig aber nur von kurzer Dauer.
- löst kein Gefühl des Krankseins aus.
Auswirkungen auch auf andere Organe
Die Rheumatoide Arthritis tritt meist in den entsprechenden Gelenken beider Körperseiten auf. Grundsätzlich kann jedes Gelenk das Ziel der Attacke sein, aber Hand-, Finger- und Fußgelenke sind besonders häufig betroffen.
Da das Immunsystem bei dieser Krankheit beeinträchtigt ist, kann eine Rheumatoide Arthritis auch Auswirkungen auf andere Organe wie Lunge, Nerven, Blutgefäße und Augen haben. Häufig löst sie allgemeinen Muskelschmerz und Steifheit - besonders am Morgen - aus, aber ebenso kann sie für Erschöpfung, Anämie (Blutarmut) und manchmal geringes Fieber verantwortlich sein.
Viele andere Erkrankungen können die gleichen Symptome in Ihren Gelenken auslösen. Dazu gehören Gicht, Pseudogicht, Gelenkinfektionen oder andere Autoimmunkrankheiten, wie systemischer Lupus Erythematosus, Skleroderma, Polymyositis, Spondylarthritis, Polymyalgia Rheumatica oder Riesenzellarthritis.
Mit Orangensaft vor der rheumatoiden Arthritis schützen
Mit einem Glas frisch gepresstem Orangensaft pro Tag können Sie sich vor der gefürchteten rheumatoiden Arthritis wirksam schützen. Denn der frische Saft enthält nicht nur reichlich von dem Radikalfänger Vitamin C, sondern auch große Mengen der Radikalfänger Beta-Cryptoxanthin und Zeaxanthin, die zu den Carotinoiden zählen.
Dies folgt aus einer groß angelegten Untersuchung eines Forscherteams der Universität Manchester/ Großbritannien unter der Leitung von Dr. Alan Silman. Die Experten hatten die Ernährungsdaten von 25.000 Erwachsenen auf ihre tägliche Carotinoidzufuhr ausgewertet, wie das American Journal of Clinical Nutrition im August 2005 berichtete. Wer täglich so viel Beta-Cryptoxanthin und Zeaxanthin zu sich nahm, wie in einem Glas Orangensaft enthalten ist, verminderte sein Arthritisrisiko um 40 %! In Großbritannien gehört ein Glas Orangensaft auch heute noch zum typisch „englischen Frühstück“.
N&G rät Ihnen: Wählen Sie reife Orangen aus Bioanbau, die Sie in zahlreichen Supermärkten erhalten, und trinken Sie den frisch gepressten Saft sofort in kleinen Schlucken. So verhindern Sie, dass die antioxidativen Inhaltsstoffe mit dem Sauerstoff der Luft reagieren und dadurch wirkungslos werden.
ähnliche Beiträge
- Orangensaft schützt Ihre Gelenke vor Rheuma
- Vitamin D stärkt die Gedächtnisleistung
- Schützt Orangensaft wirklich Ihre Gelenke?
- Orangensaft schützt Ihre Gelenke vor Rheuma
- Arthritis: Ein neuer Wirkstoff kann den Krankheitsverlauf stoppen
- Apfelsaft kann vor Alzheimer schützen
- So schützen Sie sich vor unliebsamen Lebensmittel-Zusätzen!