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Gicht: Eine Schüssel voller Kirschen kann helfen

Ich dachte immer, dass Gicht ein Problem einer Minderheit sei. Ihr Zeh tut weh? Das klingt nicht gut, aber warum sollte das so schlimm sein? Aber ich habe mittlerweile gelernt, wie schlimm Gicht wirklich sein kann.

Gicht: Eine sehr schmerzhafte Form von Arthritis

Diejenigen, die an dieser Form der Arthritis leiden, wissen, dass es entsetzliche Schmerzen sind. Und – was noch schlimmer ist: Versuche, die Schmerzen zu kontrollieren, sind sehr frustrierend. Mein Freund Ramsey hat Gicht, und wenn einer der Schübe auftritt, muss er sehr kämpfen, um den Weg an seinen Schreibtisch zu schaffen – wenn er denn überhaupt in der Lage ist, zu arbeiten.

Gicht wird durch die Kristallisation von Harnsäure hervorgerufen. Dieses Abbauprodukt löst sich normalerweise im Blut auf und verlässt den Körper über den Urin. Aber der Körper produziert manchmal zu viel dieser Säure oder aber scheidet zu wenig aus. Dann bildet die Säure scharfe Kristalle, die sich im Gelenk oder im umgebenden Gewebe ablagert, Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen verursacht.

Bei Ramsey traten die Schübe alle 3 Monate auf und dauerten ungefähr 1 Woche an. Normalerweise waren nur die Zehen eines Fußes betroffen, aber einmal schmerzten beide Füße so sehr, dass er nicht mehr laufen konnte.

Nach seinem ersten Anfall riet ihm sein Arzt zu viel Ruhe und er solle seine Füße hochlegen. Außerdem verschieb er ihm ein entzündungshemmendes Medikament, das allerdings auf dem Beipackzettel eine Warnung enthielt: Es könne – über eine lange Zeit gesehen – giftig sein. Unglücklicherweise gibt es keine Heilung für Gicht, denn es handelt sich um eine vererbbare Krankheit.

Die Kirsche: Natürliches Hilfsmittel zur Abmilderung von Gicht-Attacken

Ramseys Krankheit wurde durch diese Behandlung nicht gelindert. Er nahm die Dinge selber in die Hand und fand etwas, was der Arzt augenscheinlich nicht für ihn tun konnte: Er fand einen natürlichen Weg, die Schmerzen zu erleichtern und die Dauer der Anfälle zu verkürzen.

Ramsey ist ein junger Mann – gerade einmal Mitte 30 – und er war nicht erfreut über die Aussicht, diese Schmerzen sein ganzes restliches Leben lang 4x pro Jahr ertragen zu müssen.

Als er anfing, selber nach einem Mittel gegen die Schübe zu suchen, fand er etwas, das wie ein Märchen aus Großmutters Zeiten klingt: Kirschen mildern Gicht. Es wurde empfohlen, 2 Pfund Kirschen zu essen, wenn der nächste Schub auftritt. 2 Pfund! Das ist eine Menge Kirschen. Aber als er es ausprobierte, verkürzte sich die Dauer seines Anfalls auf 3 Tage.

Ein Nachteil von Kirschen ist allerdings, dass sie abführend wirken, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Außerdem ist es schwer, sie außerhalb der Saison zu kaufen. Die Methode ist nicht perfekt, aber immer noch besser, als 1 volle Woche unter schrecklichen Schmerzen zu leiden.

Ramsey fand auch noch weitere Tipps, wie er die Auswirkungen eines Gichtanfalls mindern kann; etwa durch das Trinken von Kirschsaft zusätzlich zu den 2 Pfund Kirschen. Wasser zu trinken hilft auch, um das Ausschwemmen der Harnsäure zu erleichtern.

Nahrung, die Schübe auslösen kann

Ramsey fand außerdem heraus, dass es bestimmte Nahrungsmittel gibt, die  einen Schub auslösen können, z. B.:

  • Fisch,
  • Brokkoli,
  • Spargel,
  • Kaffee
  • und Orangensaft.

Fleisch ist ein weiterer Auslöser, den Ramsey jetzt meidet. Tatsächlich kann eine proteinreiche Ernährung die Harnsäureproduktion ankurbeln und die Symptome verschärfen.

Lithium und Vitamin C machen Harnsäure löslicher

Schon 1880 fanden Wissenschaftler heraus, dass Lithium Harnsäure löslicher macht. In den 1970er-Jahren bemerkten Wissenschaftler dann, dass Vitamin C die Nieren dazu veranlasst, mehr Harnsäure in den Urin abzugeben. Dies kann ein Problem für Menschen sein, die zu Nierensteinen neigen; für Menschen, die unter Gicht leiden, ist es allerdings genau das, was sie brauchen.

Trotzdem sollten Sie, bevor Sie auf eigene Faust Lithium oder Vitamin C zuführen, erst mit einem Arzt sprechen, der sich mit komplementärer und alternativer Medizin auskennt. Aber wenn Sie einen Arzt haben, der Ihnen sagt, dass Sie nur eines tun können: Füße hochlegen und ein eventuell giftiges Medikament nehmen, dann wissen Sie, dass es an der Zeit ist, sich einen anderen Arzt zu suchen.

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